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Archive for the ‘zurück in der schweiz’ Category

So nun gleich vorweg, den einen sind wir ja schon begegnet, ja wir sind wieder auf schweizer boden. wer unseren ort der weihnachtsfeier und auch agadir auf der karte gesucht hat, wird sich wohl schon gewundert haben, warum wir denn nun plötzlich gegen norden fahren. Aber wir habens schon in tata beschlossen, wir fahren heimwärts.

Aber liest selbst wie alles kam:

 

25.dezember’08 moulay bousselmam à tarifa (spanien)

wir sind also schon seit tata auf dem nachhauseweg. Warum? Werdet ihr euch fragen. Nun ja, wir haben einfach gemerkt: es ist gut. Wir sind übervoll mit eindrücken und können eigentlich gar nichts neues mehr aufnehmen und da wäre es schade, all an den tollen orten nur vorbei zu gehen. Wir kommen lieber ein anderes mal wieder, wenn wir wieder bereit dafür sind.

 

Also gut unser ziel heute: spanien!

Um 10uhr kommen wir los und fahren wieder zügig autobahn. Zwar peage, aber hey ohne schlaglöcher und kaum autos. (man fühlt sich kaum  noch wie in marokko). Nanuk beweist sitzleder und um 13uhr sind wir an der grenze. Es ist kaum was los. Der weihnachtsfeiertag scheint eine gute wahl zu sein um über die grenze zu gehen, es hat keine turisten unterwegs. Ich erledige diesmal die zollformalitäten. Ich muss weder anstehen noch gibt’s sonst irgendwelche probleme. Der zöllner will auch gar  nicht in unser autoschauen nachdem er nanuks bekanntschaft gemacht hat, sondern löst stefan beim zmittagfüttern ab und macht sonst noch scherze mit ihm.

Am hafen das selbe es ist  kaum wer unterwegs und die fähre mehr als halbleer. Aber es hat gehörigen wellengang und die matrosinnen sind gut beschäftigt mit ko—tüten leeren.

Nanuk spielt quitschtvergnügt und muss sich dann auch plötzlich übergeben, lässt sich aber nichts anmerken und spielt fröhlich weiter, nachdem wir ihn „geputzt“ haben. Meine übelkeit ist auch gleich verschwunden, als ich die putzpflichten zusammen mit Stefan übernehmen musste.

Als wir algeciras erreichen, entscheiden wir uns erstmal nach tarifa zu fahren. Aber hier sind natürlich feiertage und alles hat zu und es ist absolut nichts los im städtchen. Aber im gegensatz zu marokko ist alles schön weihnachtlich geschmückt und so langsam merken auch wir, dass tatsächlich weihnachten war. 😉

Obwohl wir mit der guardiazivil am meer ja schlechte erfahrungen gemacht haben, stellen wir uns doch dorthin und gehen auf einen „afft“ (saft) ins restaurant.

Nach einem strandspaziergang am meer mit riesigen wellen, gehen wir alle gleich mit nanuk ins bett. Es war ein strenger tag mit soviel fahren.

 

26.12.08 betis

da schon frühmorgens bauarbeiter anfahren und irgendeinen zaun oder so was aufstellen, nehmen wir an, dass in spanien der stefanstag kein feiertag ist und machen los um endlich wieder mal in einem bioladen und ohne feilschen einzukaufen.

Auf dem rückweg fahren wir gleich weiter nach betis zum klettergarten oberhalb tarifa wo wir schon auf der hinreise waren.

Da aber unsere klettersachen ziemlich weit unten verstaut sind, machen wir nur einen spaziergang um den einen kletterort abzuchecken um dann morgen zu gehen.

Der felsen ist schön an der sonne und die kletterer sind sogar im t-shirt, also nehmen wir uns für morgen vor auch noch ein paar routen zu erklimmen.

 

27.12.08 betis àalhama de granada

die sonne ist noch nicht da als wir erwachen, obwohl es schon halb 9 ist. Der himmel ist wolkenbedeckt und es weht ein kalter wind.

Nach dem frühstück hole ich unser klettersachen und sändele mit nanuk etwas draussen, da stefan sich noch etwas ausruhen möchte. 01 (er ist noch immer in der rekonvaleszenz.) auch nach dem Mittagessen ist stefan noch nicht so fit und so gehe ich erstmal mit nanuk spazieren. Als wir zurückkommen wäre stefan bereit zum klettern, doch ich rate ihm ab. Es ist eisig kalt und absolut kein kletterwetter. Also beschliessen wir gleich weiter nach alhama de granada zu fahren, wo wir in der heissen quelle baden können.

Aber oho, in unserer erinnerung war es nur ein katzensprung bis alhama doch nun zieht sich der weg ganz schön hin. Um 18uhr sind wir endlich dort  und ich belohne nanuk für sein ausharren mit einem ausgedehnten spielplatzbesuch, während stefan das abendessen macht. Danach sind wir schon wieder so müde, dass wir alle miteinander schlafen gehen und den besuch bei paco und lola und bruno (dem arabischfreund von stefan, der ja jetzt hier in seiner ferienwohnung sein müsste) auf morgen verschieben.

 

28.12.08 alhama de granada à irgendwo vor valencia

auch hier ist es grausliches wetter und eisig kalt. Nach dem frühstück versuchen wir bruno zu erreichen, doch es klappt  nicht. Also gehen wir bei paco und lola vorbei um zu erfahren, wo sein haus ist, um gleich persönlich vorbeizugehen.

Welch ein pech! Paco sagt uns, das bruno heute morgen im morgengrauen in die schweiz zurückgefahren ist. Nach einem gemütlichen kaffee bei paco entschliessen wir uns auch zur weiterfahrt, da das wetter hier wirklich nicht zum bleiben einlädt. Nicht aber ohne vorher nochmals im heissen fluss zu baden.

 

Nun hat uns definitiv das soschnellwiemöglichheimfahrfieber gepackt. Überall ist es kalt und regnets und so fahren und fahren wir. Machen einen abendessen und spielplatzactionstopp und kommen heute sogar bis kurz vor valencia, wo wir auf einer raststätte übernachten. Auch hier grauslich kalt und grau.

 

29.12.08 vor valencia à vilanova i el geltru

auch heute schlimmstes novemberwetter (ich dachte immer in spanien sei es auch im winter angenehm warm).

Wir fahren und fahren bis nach vilanova wo wir auch schon auf unserer hinreise waren. (nun kennen wir ja schon gute übernachtungsplätze und müssen wenigsten nicht mehr suchen.).und auch heute lasse ich nanuk nach dem vielen fahren den spielplatz geniessen, während stefan das abendessen macht.

 

30.12.08 – 05.01.09

so wie ich gerade feststelle haben meine tagebucheinträge hier geendet, darum muss ich jetzt mal die letzten tage aus dem gedächnis abrufen.

 

Wir sind also täglich viel gefahren und das wetter wurde auch in frankreich nicht besser. (sonst wären wir liebe andrea, noch in toulon bei euch vorbeigekommen und auch im piemont bei den lieben egglis). Aber so sind wir zügig weitergefahren und stellten bald fest, dass unsere schweizerkarte im rucksack steckt den wir bei bruno in alhama deponiert haben und jetzt evtl. schon wieder in der schweiz ist. Zum glück ist auf unserer frankreichkarte doch noch ein eckchen schweiz drauf und wir rätseln über den besten und schnellsten weg, da ja wohl doch einige pässe gesperrt sein werden. Hmm, unsere karte endet beim oberalp und wir rätseln obs dort nun einen autoverlad gibt oder nicht. Wir sind geteilter meinung und so kontaktieren wir meinen bruder, der ja bereits in unser heimreisegeheimniss eingeweiht ist, da wir ja wissen mussten wie lange die grosseltern denn noch im ferienhaus sind. Mein bruder erweist sich als super telefonjoker, denn er befindet sich gerade auf der heimreise vom ferienhaus meiner eltern und hat selbst noch überlegt über den oberalp zu gehen. Also autozug ja, aber nur mit reservation und evtl. langen wartezeiten. Wir entschliessen uns für den weg über turin und dann san bernardino.

Oy oy oy bereits in frankreich schneit es und hats vor dem frejustunnel viel schnee und in italien noch viel mehr. Zum glück ist die strasse geräumt sonst hätten wir noch ketten montieren müssen.

Die sylvesternacht verbringen wir also bei schnee und eisigerkälte auf einem rastplatz und erwachen dank laut krachendem feuerwerk um uns im halbschlaf ein gutes neues zu wünschen und gleich wieder weiter zu schlummern.

 

01.01.09 zurück in der schweiz

das neue jahr beginnen wir mit schneesändele auf der raststätte 02 und  mit der rückkehr in die schweiz. Och wie schön, das wetter beschert uns strahlenden sonnenschein und so geniessen wir die fahrt durch die verschneiten landschaften.03 Auch nach dem san bernardino noch immer strahlendes wetter (das ist ja meist nicht so). am Nachmittag erreichen wir tersnaus, wo meine eltern ein ferienhaus haben und laut meinem bruder noch dort in den ferien sind. Ich bin ganz kribbelig, ich hab mich nämlich extrem darauf gefreut meine eltern zu überraschen und ihnen ein sooo baldiges wiedersehen mit ihrem so sehr vermissten nanuk zu bescheren.

Wir halten also vor dem haus und hupen einige male.    — nichts—! Also steigen wir aus und klingeln. Die überraschung ist gelungen. Meine mama hat zwar geahnt, dass wir wohl nicht mehr sooo lange unterwegs sein werden aber mit einem so baldigen wieder sehen hat sie nicht gerechnet. Am meisten freute sie sich natürlich, dass nanuk sie sogleich erkannte und mit momma ansprach.

 

02.01.09

hui ui ui, es ist ganz schön kalt hier und wir sind überhaupt nicht dafür ausgerüstet. Nanuk hat nur sommerschuhe und natürlich auch keinen skianzug.

Also ab in die stadt (ilanz) um nanuk winterfest auszustatten. Aber oje hier ist bereits ausverkauf und nanuks grösse nicht verfügbar. Aber wir finden ein paar „rutscherli“ also schuppenskis, die mima und mipa dem nanuk nun nachträglich zur weihnacht schenken. Schliesslich gibt es in der familie haag eine lange tradition von sehr sehr frühem skifahren. Momentan halt ich den rekord mit 3jahren mit der familie auf der piste mitzufahren.

Leider kann er die skis aber wegen mangelnder kleiderausrüstung im schnee noch nicht ausprobieren.041

 

03.01.09

wow, auch heute prächtigtes bilderbuchwetter, aber eisig kalt. Minus 10 grad!

Also mach ich los nach chur um nanuk endlich warm auszustatten. Da ich aber absolut keine lust auf Auto fahren habe, machen wir ein schönes reisli mit posti und rätischer bahn. Nanuk ist wie das wetter wie aus dem bilderbuch. Sitzt zufrieden im posti und schaut zum fenster raus. Auch im zug, kein „rumgestägere“.

Ich schaff es gerade noch ihm winterschuhe und moonboots zu kaufen und anzuprobieren, bevor er einschläft und dann fast den ganzen lädelinamitag zu verschlafen. Aber auch hier in chur ist es gar nicht einfach was zu finden schlussendlich lande ich dort wo ich angefangen habe und kaufe einen halt etwas teuren aber dafür passenden und funktionalen skianzug.

 

Mitten in der stadt habe ich noch conny eine kg-kollegin von wallisellen getroffen. Und welch gute nachricht, sie meinte ich hätte sicher keine probleme eine stelle zu finden, da es momentan plötzlich zu wenig kindergärtnerinnen hätte. Wow super, das hätt ich mir nicht geträumt, das gabs ja seit 30 jahren nicht mehr.

 

04.01.09

der grosse tag auf zwei brettern!

Nachdem wir nanuk schon mit tv-skirennen auf die praxis vorbereitet haben, (er hat nämlich an den skier überhaupt kein interesse gezeigt, nur an den stöcken die kennt er ja vom wandern, aber skifahrer hat er ja noch gar nie gesehen.) geht’s also los hinters haus.

 

Ich trample mit angezogenen zehen in den skischuhen meiner mutter mit ihren skiern eine piste und nehme nanuk zwischen die beine und starte die erste abfahrt. Nanuk quietscht vor freude und wir auch.

Bei den ersten eigenen gehversuchen landet er natürlich bald auf dem hosenboden. Aber ich denke auch hier wird ein bischen übung noch einen meister machen.

Da unsere wohnung momentan noch untervermietet ist, sind wir ja noch ein weilchen hier und nanuk kann noch üben soviel er will.

 

05.01.09

so, für viele von euch hat der alltag wieder begonnen und wir wünschen euch einen guten start und alles Gute für 2009! Wir werden morgen mal „schüch“ nach zürich schleichen, um auch uns grossen wintertauglich auszurüsten und so einiges aus unserem keller holen. Das wird bestimmt komisch in zürich zu sein. Hier oben fühlen wir uns eigentlich wie an einem weiteren etappenort aber halt sehr heimisch. In zürich zu sein wird aber bestimmt komisch. Mal schauen…vorerst ist das unsere Aussicht

 

 

Die Reisekurzzusammenfassung (von Stefan)

 

Die Fakten

 

5 Monate……11 Länder……15.000 km………2 Kontinente……2 Kulturkreise……

Temp. Min. – 7° C…Temp. Max. + 28° C…..Nordsee, Ostsee, Mittelmeer und Atlantik

Alpen, Pyrenäen und Atlas

 

Wir haben viel gesehen und viel erlebt! Es gab wie im richtigen Leben viele Facetten an Gefühlen und Erlebnissen. Doch wir würden wieder aufbrechen zu solch einer Reise und einiges anders machen. Damit alle die auch so ein Projekt planen etwas von unseren Erfahrungen profitieren können, schreibe ich einige Punkte mit Optimierungspotential auf.

 

Fahrzeugwahl

 

Der Elefant hat sich technisch bewährt. Sowohl auf Landstrassen, Autobahnen, Geröllpisten, im Schlamm, bei Flussdurchfahrten und im Sand war er stets gut zu fahren. Der Verbrauch lag zwischen 10,5 (Landstrasse) und 14,5 (schwieriges Gelände) Litern Diesel.

Der Innenausbau hat den Belastungen standgehalten und funktionierte tadellos. Durch die kompakten Abmessungen (wodurch er sehr wendig und geländegängig ist) hatten wir für eine Langzeitreise zu Dritt zu wenig Platz bzw. hätten wir ein anderes Raumkonzept benötigt. Optimal wäre eine Trennung von Schlaf- und Essbereich. Ideal wäre auch eine kleine Spielecke für Nanuk. Das tägliche Umbauen vom Schlaf- und Essbereich kostet Zeit und ist nicht immer einfach wenn Nanuk dabei noch mittendrin spielen will oder schon übermüdet ist. Deshalb würden wir für eine Langzeitreise ein Schlafhubdach montieren oder eine längere Ausführung des Basisfahrzeuges wählen. Ideal wäre ein Doppelkabine mit Wohnaufsatzkabine. Ich denke für 2 Personen ist der Elefant ideal für eine Reise um die Welt, doch mit Kind ist der Platz ein wenig zu knapp.

Wenn Marokko oder Länder mit teilweise niedrigem Standard bei Campingplätzen gewählt werden ist es wichtig eine Dusche zu haben. In Marokko funktionierten auf Campingplätzen teilweise die Duschen nicht richtig, hatten nur eiskaltes Wasser oder nur brühheisses unter teilweise verbesserungswürdigen hygienischen Verhältnissen.

 

„Das optimale Reisefahrzeug muss erst noch erfunden werden – ohne Kompromisse geht es nicht – sonst bleibe lieber zu hause – wenn das nicht so ein schlechter Kompromiss wäre“

 

Loblied auf den Elefant

Was hat er uns im Vorfeld doch Nerven und auch bares gekostet unser lieber Elefant. Da was kaputt und dort wieder was. Doch wir sind ihm treu geblieben obwohl oft wars auf der Kippe und das Vertrauen zu seiner Zuverlässigkeit hatte arg gelitten. Doch oh du lieber Elefant warst uns ein gutes, sicheres Zuhause, und liefst und liefst und liefst und läufst auch jetzt noch immer treu und zuverlässig. Motorhaubetätschel!!!

 

Reisezeit

 

Wir hatten viel schönes Wetter und Sonne, doch der Winter kam zu früh und zu heftig. Wir empfehlen die Reisezeit so zu wählen, dass es sicher noch warm ist auf der gesamten Reiseroute. Das macht es einfacher, da vor dem Auto ein grosses Wohn- und Spielzimmer ist.

Aufgrund des frühzeitigen Wintereinbruchs bzw. zum Saisonende hatten viele Campingplätze geschlossen, sodass wir Trinkwasser, Wäschewaschen, Duschen … selbst organisieren mussten. Nanuk hätte sicher auch mehr Spielkameraden gefunden, wenn mehr Reisende Familien unterwegs gewesen wären. Oft war es zum Reiseende hin in der Nacht und am Morgen sehr kalt.

 

Reiseorganisation

 

Der Unterschied zwischen Reisen und Ferien – dies können wir jetzt genau unterscheiden.

Reisen ist Abenteuer, jeden Tag neu organisieren, unter einfachen Verhältnissen leben, wenig Zeit zum Erholen und Entspannen. Viele Eindrücke und Erlebnisse.

Deshalb ist es wichtig immer wieder Ruheoasen anzufahren um sich dort neue Kraft zu holen.

Wir hatten  Camping- und Stellplätze wo wir uns zuhause gefühlt haben und länger blieben. Dies war auch für Nanuk wichtig, damit er richtig ausgelassen spielen konnte, sich „daheim“ fühlte und sich auskannte, evtl. sogar Freunde fand.

 

Wir würden mit Freunden oder befreundeten Familien zusammen reisen. Dies bringt unseres Erachtens zahlreiche Vorteile. Im Verbund lassen sich einsame Streckenabschnitte (Wüste…) sicherer befahren. Der Austausch der Eindrücke erfolgt mit mehreren Personen. Bei Problemen kann sich gegenseitig geholfen werden. Die Kinderbetreuung kann auch mal aufgeteilt werden. Die Kinder können miteinander spielen und voneinander lernen.

 

Ja, und der Nanuk? (Mirjams Pädagogischer Exkurs)

Da gabs ja so einige Kommentare und manchmal wohl auch nur Gedanken, welche nicht ausgesprochen wurden, als wir verkündeten, dass wir mit dem Kleinen losziehen, oder eben er mit uns mitkommen muss. Hier unser Fazit, wie wir es sehen, der Nanuk kann sich ja noch nicht in Worten äussern, doch sprechen wohl die Fotos auch Bände (es gibt kaum eins wo er nicht übers ganze Gesicht strahlt und lacht.)

 

Als erstes denken wir, hat er’s genossen soviel Zeit mit Mama und Papa zu verbringen. 5 Monate à 24 Stunden. Man könnte nun sagen, dadurch wird er ein Mamitit, aber wir haben festgestellt, dass er nun eigentlich viel offener auf andere Menschen zugeht. Der ständige Wechsel von Personen um uns herum hat ihn scheinbar gelernt auf diese zuzugehen und sich schnell wieder auf Andere einzustellen. Wobei er schon unterschied und  nicht alle waren in seiner Gunst.

Ebenso war es mit der Umgebung, klar ein Kind braucht Konstanz um Sicherheit und Halt zu haben, das würde ich sofort unterschreiben. Die Sicherheit und Konstanz waren wir Eltern die ständig da waren und der Elefant als konstantes Umfeld, hat sich nie geändert und war sehr überschaubar. Das ständig wechselnde Umfeld, Campingplätze, Ortschaften etc. hat er gut gemeistert, ich war oft erstaunt wie rasch er sich an einem neuen Ort auskannte und den Weg zb. Von der Dusche allein zum Auto fand.

Motorisch dünkt es mich hat er sehr profitiert, wir waren viel in der Natur und im Gelände unterwegs und  in Marokko gibt es keine ebenplanierte Strassen oder Plätze geschweige denn Spielplätze wo man nicht stolpern kann und falls doch auf weichen Fallschuztmatten landet. Schlaglöcher immer und überall, Bauschutt der keiner wegräumt etc. Auch gabs einiges zu überwinden in unserem Elefanten. Die Leiter am Eingang war nur der Anfang und die meisterte er schon in der ersten Woche. Ich kann nur sagen unser Nanuk ist nun mindestens so geländegängig wie unser Auto. J

Wo es ein bisschen mangelte und ich Nanuk ein grösseres Übungsfeld gewünscht hätte, das war der soziale Umgang mit anderen Kindern und auch ungefähr Gleichaltrigen. Da hat er noch einiges zu üben. Zb. Teilen, etc. Wie schon erwähnt waren hauptsächlich Rentner unterwegs und wir haben unser Bestes versucht Nanuk soviel Kontankt wie möglich zu Kindern zu ermöglichen. Wir hoffen er kann noch einiges  nachholen und üben wenn wir wieder in unserer Wohnung sind, wo die Nachbarschaft an Kindern ja stetig wächst. Hier im Dorf in den Bergen hats ja auch keine Kinder mehr, nur noch eine Handvoll Jugendliche.

 

Alles in Allem hat er sicher viel Profitiert und wenn er sich wohl später kaum aktiv an diese Zeit erinnern wird so hat es ihn sicher geprägt und ich kann mit gutem gewissen sagen es hat ihm nicht geschadet. Und die daheim hat er auch nicht vergessen die Momma war sogleich erkannt.

 

 

Das war  eine Auswahl unserer Verbesserungsvorschläge für eine Langzeitreise mit Kind.

 

 

So, wir geniessen jetzt die Zeit in den Bündner Bergen. Besuchen Ende Januar meine Familie in Deutschland und feiern den 40sten Geburtstag meiner Schwester. Im Februar sind wir erstmal wieder in den Bergen und wenn es klappt noch 3 Wochen irgendwo in der Wärme (Ferien ;-)). Ab vielleicht schon wieder in einen Job eingebunden, wer weiss?

 

Meldet Euch – wir würden Euch gerne alle mal wieder sehen!

 

Liebe Grüsse

Stefan Mirjam Nanuk und der Elefant

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