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Archive for the ‘marokko’ Category

 30.11.08 agdz

neben uns auf dem camping hat es ein deutsch-marokanisches ehepaar, nora und max, mit denen wir  ins gespräch gekommen sind und wir machen für den Nachmittag ab um gemeinsam ins städchen zu fahren. (unser auto dient als wäscheleinenpfosten J).

Wir trinken in der stadt gemütlich minzetee an der sonne, wie sich das für marokko gehört. Danach gehen wir auf dem markt noch einkaufen 00 und kochen dann für max und nora einen feinen znacht. Nanuk geniesst es richtig wieder mal gäste zum essen zu haben.

Da max von nora arabisch unterricht bekommt, wird so einiges sprachliches besprochen. Ich versteh nicht mal bahnhof aber stefan kann einige fragen klären.

 

1.12.08

das erste kalendertörchen bescheerte uns herrliches sonnenscheinwetter. Nanuk genoss es nur im body mit einer grossen gelte voll wasser zu götschen.

Ich hatte mal wieder einiges zu tun mit wäsche etc. (reisehaushalt eben).

Zum zmittag waren wir bei nora und max im wohnwagen zu einem marokkanischen linseneintopf eingeladen. Nanuk fands super im „restaurant“ zu essen. Als wir vorgängig schon mal seinen teller rüberbrachten, konnte er es kaum noch erwarten bis wir endlich hingingen.

Zum zvieri waren wir dann noch zu „msimmen“essen eingeladen. Das ist hauchdünner pizzateig, clever gefaltet, dass es wie ein blätterteig wird und das ist man dann mit confi oder honig. Mmh sehr lecker, den znacht sparten wir uns, wir waren so satt. 013

Stefan und max gingen noch in den hamam und wir frauen quatschten etwas bei uns im auto, während nanuk in seinem bettchen schlief.

 

2.12.08

heute wars etwas windig, daher gingen max und nora nicht wie geplant mit ihrem schlauchboot auf die draa den fluss der hier durchfliesst. Stattdessen machten sie mit uns einen spaziergang zum fluss. Der weg direkte weg führte quer durch die palmenoase, das war gar nicht so einfach den weg durch dieses labyrinth zu finden, ohne quer durch die felder zu stampfen. Dafür wars angenehm ruhig, keine händler die einem unbedingt zum tee also zum etwas kaufen überreden wollen. (das kann mit der zeit ganz schön nerven.). 02a 02b

wir spazierten gemütlich etwas dem fluss entlang, der für diese jahreszeit aussergewöhnlich viel wasser führt, und wieder zurück zur oase. Hier waren einige bauern gerade beim dattel ernten und max kaufte gleich ein paar kilo.

Nanuk durfte eine runde mit dem maultierkarren fahren, mit dem sie später die ernte in die stadt bringen. Das gefiel ihm natürlich sehr. 032

Zurück auf dem camping assen wir einen kleinen zmittag und dann fuhr ich mit nora und max in die stadt, ich wollte nämlich endlich mal aufs internet. Ich ging also ins cybercafe und sie ins restaurant. Dort wollten wir uns wieder treffen oder falls sie eher fertig waren würden sie mich im netcafe holen. Als ich zurück zum restaurant ging, waren sie nicht dort. Ich nahm an, dass sie noch was einkaufen gingen und tat dies daher auch. Also ich aus dem markt kam, sah ich gerade noch wie sie mit dem auto zurück zum camping fuhren. Es blieb mir nun also nichts anderes überig als zu laufen. Kein problem, doch hätt ich das vorher gewusst hätt ich vielleicht ein paar kilo gemüse weniger gekauft.

Als ich nach einer halben stunde marsch auf dem camping ankam, war nanuk gerade dabei dem „bauarbeiter“ zu helfen, alle schlaglöcher mit schutt zu füllen. Als ich wegfuhr hatte er geweint und nun beachtete er mich vor lauter arbeit gar nicht. 😉

 

3.12.08

heute wollen nora und max ihre 2.bootstour auf dem fluss machen. Stefan hat ihnen angeboten, sie hinzufahren und auch wieder abzuholen. Also fuhren wir sie mit ihrem auto zu einer geeigneten einstiegsstelle. Wir waren kaum angekommen, da kamen schon die ersten „gaffer“ und es wurden noch einige mehr. Schon lustig, wie neugierig die leute hier sind. Und sie genieren sich dann auch nicht richtig zu gucken. Sie kommen stellen sich neben dich und schauen ganz genau was du machst. Bei uns würde man aus der ferne und halb versteckt mal schauen was da vor sich geht. Hier stehen sie einem fast auf die füsse. J 03a

als dann das boot endlich aufgepumpt und max und nora davonpaddelten, hätte ich grosse lust gehabt auch auf dem fluss dahinzupaddeln. (das war vor fast einer ewigkeit, 14 jahren in  schweden doch auch so toll. Christian du erinnerst dich?!) die zwei paddelten also davon und wir mit ihrem auto zurück auf den camping für Mittagessen und etwas wäsche machen und dann wars auch schon wieder zeit, die beiden abzuholen.wir sind einfach mal flussabwärts gefahren und schauten immer wenn der fluss von der strasse sichtbar war, ob wir die beiden sehen. Und tatsächlich entdeckten wir die zwei und fuhren noch weiter bis zu einer geeigneten ausstiegsstelle.

Auf dem rückweg hat stefan unter fachkundigerberatung von nora uns noch einen taginetopf gekauft. Welchen wir fürs abendessen gleich einweihten.

Stefan ging wieder mit max ins hamam und wir frauen quatschten

 

4.12.08

heute war wochenmarkt im dorf und wir fuhren mit max und nora bis ins dorf wo sie uns absetzen, da sie für erledigungen nach ourzazate fuhren. Der markt war etwas ausserhalb und wir spazierten gemütlich dorthin.

Nanuk hatte grossen plausch an all den eseln, welche rund um den marktplatz parkiert waren und darauf warteten, dass sie abends mit schwer bepackten taschen oder den karren wieder heimwärts ziehen  können. Auch gabs viele ziegen und vor allem schafe (bald ist das hammelfest) zu bestaunen. Und er sagte kräftig „määää“. 041

Beim gemüseeinkauf half er auch kräftig mit und bekam überall eine clementine oder eine banane geschenkt.

Wir hatten ordentlich grünfutter eingekauft und waren extrem beladen und wollten daher ein taxi ins dorf nehmen. Aber leider war keines auzutreiben. Also liefen wir mal bis ins dorf. Aber auch dort schienen die taxis mangelware oder man bekam nur horrendteure angebote. Wir liefen mal in richtung camping aber noch immer we it und breit nichts von taxis. Stefan hatte kaum noch blut in den fingern, da die unpraktischen plastiktüten so einschnitten, als wir einen hübschen eselkarren erspähten. Wir fragten ob er uns zum camping fahren könne. der lief schnell weg und holte seinen chef, der freute sich riesig als er stefan sah und fuhr uns gerne. Es war nämlich der bademeister vom hamam, der sowieso grad zurück wollte. (der hamam ist gleich neben dem camping).

Nanuk fand die fahrt super. Wir wurden bis direkt vor unser auto gefahren und nanuk fing an zu weinen als der karren wieder wegfuhr.

Als nora zurückkam, waren dann wir frauenn mal an der reihe für den hamam. Es gibt hier nämlich nur einen und so sind morgens und abends die männer dran, und nachmittags die frauen.

Nanuk kam natürlich auch mit. Es ist nämlich so üblich, dass die buben bis ca. 6 jahre mit den müttern mitgehen.

Also der hamam ist nicht so luxuriös und nicht zu vergleichen mit dem in zürich, aber dafür ist das wasser schön heiss im gegensatz zu den laukalten duschen auf dem camping ist das ein traum.

Mit nora als marokkanerin dabei hatte ich meine persönliche fremdenführerin und so konnte sie mir alles zeigen, wie man das so macht.

Also als erstes zieht man sich in der umkleideraum aus, nur nicht die unterhose, schliesslich sind wir in einem muslimischen land. Dann schnappt man sich einige eimer und holt sich im hintersten, also  3. raum wasser, dass brühend heiss aus der leitung kommt. Dieses mischt man mit wasser vom kaltwasserhahn bis es eine erträgliche temperatur hat.

So füllt man sich einige eimer und installiert sich in einem der räume. (wobei je nach entfernung zum heissen wassertrog die temperatur natürlich kühler oder heisser ist.) wir entschieden uns für die goldene mitte.

Als erstes spülten wir den boden mit einem eimer brühend heissem wasser, damit der auch ja sauber ist. (den anschein macht er nicht, und die büschel haare, welche die frauen nach der intimrasur hinterlassen hatten sind auch nicht so einladend. L )

Aber nora ist natürlich ausgerüstet und hatt eine gummimatte wo wir uns draufsetzen können.

Nun wird ordendlich eingeseift und geschruppt (vorzugsweise mit einem peelinghandschuh) und dann mit wasser, dass man mit kleinen beckeli aus den kübeln schöpft, abgespühlt.

Nanuk hab ich seine badegelte mitgenommen und mit warmem wasser gefültt und neben uns gestellt, wo er zufrieden götschte.

 

Als wir zurückkamen war die tagine fertig und nach dem znacht gingen wir alle so richtig schön sauber und müde ins bett.

 

5.12.08

nora und max haben uns eingeladen, mit ihnen im ihrem schlauchboot eine tour auf dem fluss zu machen. Bevor wir losfuhren überprüfte unser mechaniker noch den ölstand. 04x1

Wir fuhren also mit beiden autos zur ausstiegsstelle, parkten dort unseren elefant und fuhren alle flussaufwärts zur einstiegsstelle. Nanuk hat diesmal im gegensatz zu östreich zu beginn unserer reise, nicht reklamiert als er die schwimmweste anziehen musste. Freudestrahlend stieg er ins boot. Stefan war vorne der (motor)paddler, max hinten der steuerpaddler und nora und ich übernahmen das fotografieren und nanuk beaufsichtigen in der mitte.

Es war toll so die landschaft an einem vorbeiziehen zu lassen. Man sieht zwar nicht viel mehr als vom auto auf der strasse, dafür ist man absolut allein und an der ruhe und allein. (abgesehen von ein paar waschfrauen, welche ihre wäsche waschen.) auch wenn einem hier nämlich jemand entdecken würde und zu einem tee oder teppichhandel einladen wollen würde, so hätte er keine chance und würde einem in ruhe lassen, da sie ja nicht schwimmen können . und so hat man hier wirklich seine ruhe.

Es war eine super tolle fahrt nanuk hats mega spass gemacht und uns auch. Vielen vielen dank max und nora! 051

 

6.12.08

heute haben wir als erstes nach dem frühstück mal den onkel fabian angerufen und zum geburtstag gratuliert. Nanuk hat lange geplaudert und geplappert, verstanden hat zwar niemand was, aber es war mega süss.

Gegen Mittag bin ich mit nanuk im kinderwagen los in die stadt spaziert um einige einkäufe zu tätigen.  Hui wir sind wohl nun definitv das stadtgespräch mit unserem veloanhängerwagen, sowas haben die hier noch nicht gesehen.

Nach getaner arbeit auf dem gemüsemarkt, liess ich mich doch tatsächlich wieder von einem tuaregg bequatschen und eh ich michs versah sass ich in seinem laden zum tee. Nanuk war voll begeistert von den kleinen kamelen und spielte freudig damit. Der händler machte mit und so veranstalteten sie ein kamelrennen durch den laden, während wir auf den tee warteten. 061

Als dieser dann fertig war, ging der handel los und er zeigte mir allerlei tuareggschmuck. Sobald er mir ein stück jedoch hinlegte, schnappte sich nanuk dieses und versorgte es sogleich wieder in der schatulle wo der händler es zuvor rausgeholt hatte. also versuchte der händler sein glück mit turbantüchern und wickelte nanuk einen turban.071

 Da wir in der schweiz ja aber eher selten sandstürme haben brauchen wir so ein ding ja nicht. Doch kam mir in den sinn, dass es eigentlich genau die richtige grösse für unsere küchengestell hätte, wo wir schon lange ein tuch vorne hinspannen wollten. Also wollte ich den preis wissen und dann natürlich ordentlich handeln. Jaja nichts zu machen, es wäre schon ein freundschaftspreis, bla bla.. ok ich hab bestimmt zuviel bezahlt aber was solls. Ich will also gerade gehen, da drückt doch ein anderer typ dem nanuk ein kästchen in die hand, wo eine schlange rausspringt, wenn man es öffnet. Das findet er natürlich toll und will es nun nicht mehr hergeben. Ich erklär nanuk lang und breit, dass es dem mann gehört und er es dalassen muss. Der kleine eisbär stellt sich aber stur, schliesslich hat er ja bis jetzt erfahren, dass ihm die leute die dinge immer schenken, wenn er sich stur stellt. Aber oho, nanuk kennt scheinbar die geschäftstüchtigkeit von den tuaregg noch nicht. Der nennt mir nämlich sofort den preis und beendet den satz, dass die kinder doch das wertvollste der welt seien. Ich erklär also nanuk nochmals auf französisch, damits der tuaregg auch versteht, das wir das nicht brauchen, da er ja genug spielsachen hätte und es sowieso viel zu teuer sei. Der  tuaregg wiederum meint dass man doch den kindern ihre wünsche erfüllen müsse und ich erkläre ihm, dass nanuk es wolle, weil er überall etwas geschenkt bekäme und er nun denkt hier sei es auch so. er müsse aber lernen, dass das nicht immer so ist. Nun lässt sich auch das tuareggherz etwas erweichen und er halbiert den preis, natürlich nur mit der randbemerkung, dass er nun gewaltig drauflege und nichts mehr daran verdiene aber nanuk sei ja so ein süsser kerl. Also gut dann bezahlt ich halt den sicher immer noch zu hohen preis und nanuk kriegt eine schlangenschatulle statt tirggel, zimmetstern und griiitibenz vom samichlaus der dieses jahr ausnahmsweise in blau als tuaregg verkleidet ist. J

Nun mussten wir nur noch datteln kaufen um unsere mission zu erfüllen. Ich probiere mich wacker durchs sortiment und fang dann tüchtig an zu märten. Bei 25.- dirham pro kilo schlag ich zu, da  ich stolz bin einen solchen preis bekommen zu haben ich dachte nämlich gestern hätten wir 30.—bezahlt.

Zurück auf dem camping sagt mir stefan dann, dass wir gestern nur 15.- bezahlt hätten und ein anderer auf dem camping sagt uns, dass also datteln nicht mehr als 10.- kosten dürfen. Tja, wenn frauen shoppen gehen, dann wird’s teuer! J J J

(liebe anne-c. heute abend hab ich dein mail gelesen mit euren erfahrungen mit den preisen in indien. Ich musste herzhaft lachen, ich weiss genau was du meinst.)

 

0812.08

heute morgen wachte ich mit kopfschmerzen auf und bis zum frühstück entwickelte sich das zu ner migräne wie ich’s schon seit 10jahren nicht mehr hatte.

stefan richtete mir die hängematte an einem ruhigen plätzchen in der oase ein und so konnte ich ein halbes stündchen ausruhen, dann kam aber nanuk wieder, er kann halt nicht mehr ohne mama sein. (die ist ja immer da!)

damit ich aber trotzdem etwas ruhe hatte, machte stefan sein velo und den anhänger für nanuk bereit und ging mit harald (campingnachbar) los zu einer velotour zum wasserfall.081

So konnte ich einen erholsamen, ruhigen Nachmittag verbringen und meine kopfschmerzen lösten sich auch schon bald auf. (dank den homöopathischen kügeli).

Als die männer später zufrieden aber völlig eingestaubt zurückkamen, erzählten sie von einem tollen ausflug, aber bis zum wasserfall hätten sie es nicht geschafft. Janu.

Ich machte nochmals los mit nanuk in den hamam. Die berberinnen schauten schon etwas ab uns 2 bleichgesichtern, doch wir taten nichts dergleichen, wussten wir ja jetzt wie alles funktioniert und so wars toll und wir wieder sauber.

 

09.12.08

heute ist „leyk kebir“ oder auch hammelfest, der höchste feiertag im islam. Von gaelle der französischen frau vom campingplatz, wurden wir eingeladen, zu ihnen in die kasbah zu kommen und dem beizuwohnen.

Wir kramten also einige luftballons für die kinder hervor und opferten unsere letzte lindtschokolade als gastgeschenke.

Die marokkanischen frauen waren alle in glitzernden kleidern und die männer in schönen hellen djelabas gekleidet. Die mädchen hatten weisse rüschenröcken wie wir sie von italienischen 1.kommunionen kennen und die buben hatten einfach sonst neue kleider an. Gaelle erklärte uns, dass die kinder zu diesem fest von den verwandten neue kleider geschekt kriegen und die kinder diese dann gleich anziehen.

Zuerst gabs kuchen und tee im salon und nanuk spielte derweil im hof mit den jungs fussball. Ich glaub es endete marokko 0:0 schweiz (sie hatten ja auch keine tore) J. 091

Als dann der metzger kam und die 3 hammel in den garten zum schlachten geführt wurden, ging ich mit nanuk spazieren, das wollten wir ihm nicht zeigen.

Nanuk schlief im wägeli schnell ein und so sah ich noch wie sie den letzten hammel töteten. Ich wollte es eigentlich nicht sehen, aber nun fand ich’s gar nicht so schlecht, ich hatte es mir nämlich viel schlimmer vorgestellt. Aber trotzdem find ich’s schon krass, wenn man da diesen lebendigen hammel sieht und dann murgs und tot ist er nur damit man fleisch essen kann.

Vom tier wird alles verwertet, von den innereien bis zum fell und auch beim kopf werden die haare über dem feuer abgebrannt und dann kommt er in die suppe. En guete!101 10a

An den 3 hammeln wird die familie die nächsten wochen zu essen haben. Den ersten happen gabs heute aber für uns gabs reis.

 

11.12.08 agdz à zagora

so heute verlassen wir also unser liebes agdz. Bis wir parat sind ist es 14uhr und wir nehmen christian den deutschen fotografen mit, der hier ein zimmer in der kasbah hat. Er will in zagora nämlich in ein museum.

Die fahrt dauerte aber länger als wir dachten, es war ein ziemliches gegurcke durch all die ortschaften und so ist es bereist 16uhr bis wir beim museum vor zagora ankommen. Wir setzten also christian ab und hoffen fest er hat noch eine rückfahrgelegenheit gefunden. Für alle fälle haben wir ihm den namen unseres campingplatzes gegeben.

Als wir beim camping ankamen, wies uns der wächter in einen platz mit besonders viel sonne zu, wir waren gerade am parken, da hupte es hiner uns —max und nora— nun kommt uns auch der wohnwagen neben uns bekannt vor. So trifft man sich wieder!

 

12.12.08 zagoraà m’hamid

so heute wollen wir unser grosses wüsentour projekt in angriff nehmen. Darum erst mal vorräte auffüllen in der stadt. Aber oh mann schon beim 2. stand bin ich total abgenervt, das ständige handeln um die preise und dann doch immer das gefühl zu haben unter dem hämischen blick des verkäufers, dass es immer noch zuviel ist nervt langsam richtig! Stefan hat heute aber einen super tag und er ist besonders lieb zu mir und so fange ich mich auch bald wieder. J

wir fahren also weiter nach m’hamid, vonwo wir durch die wüste über eine piste bis nach fumzguid fahren wollen.

Auf dem weg kommt uns harald von der velotour entgegen, er meint die leute in mhamid seien das schlimmste an aufdringlichkeit, dass er je erlebt habe und er hätte nun genug von marokko und mache los nördlich nach spanien. Oha, da  hat wohl noch einer einen schlechten tag.

Nun gut wir fahren weiter und lassen uns schlauerweise auf dem campingplatz eines holländers kurz vor m’hamid nieder. Wir geniessen die vollkommene ruhe, denn wir sind die einzigen gäste. (seit 2 wochen, scheinbar ist dieses jahr kaum was los. Haben wir auch schon gemerkt, scheinbar wirkt sich die finanzkrise doch aus).

 

13.12.08

s’gotti von nanuk hat heute geburtstag, darum rufen wir gleich nach dem aufstehen in die schweiz an und wecken sie mit eisbärengeplauder. Sie freut sich sehr und wir uns noch mehr J.

 

Da es hier so schön ruhig ist, beschliessen wir noch einen tag hierzubleiben und so geniessen wir die sonne, nanuk den endlos sandkasten rundumunsherum.

 

14.12.08 m’hamidàirgendwo in der wüste an der grenze zu algerien

wir kamen früh los und merkten nichts von den angeblich mühsamen bevölkerung in m’hamid. Aber wir liessen ihnen auch keine chance und sind ohne die geschwindigkeit zu reduzieren durchgefahren und direkt in die wüste.

Auf den ersten passagen hatte es viele kleine sanddünen. Es ist toll auf sand zu fahren, so schön weich, etwa wie mit dem snowboard im tiefschnee. Auch nanuk hats gefallen. 112

Wir werden von einem marokkanischen offroader überholt, der später wierder anhält und als wir aufholen, steht ein europäer mit filmkamera neben dem auto und filmt uns im vorbeifahren. Das macht er noch 2mal, keine ahnung was das soll entweder es war doch kein europäer und er wollte uns dann nacher den film verkaufen, oder wir kommen dann doch mal noch im fernsehen. Haltet also ausschau nach dem roten elefant bei der nächsten reisesendung.

Als wir Mittagsrast machen, merken wir, dass es nanuk nicht so gut geht und er fieber hat. Während wir essen kommt auch immer mehr wind auf und wir beschliessen nicht in den erg, also die grossen sanddünen, zu fahren sondern den anderen weg durch die steinwüste zu nehmen.  121

Das entpuppt sich als weiser entscheid, denn bei dem vielen wind der dann noch aufkam, hätten wir wohl nichts mehr gesehen im sand.

Aber auch auf diesem weg ist die landschaft wunderschön und einsam. Bei unsersem nachtlager, stellen wir uns in den schutz eines berges doch als wir in der nacht erwachen, ist der wind so stark geworden, dass es den elefant mächtig hinundherschaukelt. Unsere velos werden wohl am heck gerade sandgestrahlt.

 

15.12.08 wüsteàfoum zguidà tata

 als wir heute morgen aufwachten, stellen wir fest, dass wohl auch die dichteste seite unseres autos, welche wir wohlweislich in den wind gestellt haben, nicht ganz dicht war. Nanuk kann heute also schon im bett sändelen. 😉

auch geht’s ihm wieder besser und sein fieber ist weg.

Wir fahren wieder viel geholper und als wir dann endlich in der zivilisation zurück sind, also in foum zguid, ist mein popo  ganz froh, mal wieder eine geteerte strasse unter den rädern zu haben, obwohl die landschaft natürlich unvergleichlich schön war.

Foum zguid lädt nicht zum verweilen ein und so fahren wir gleich weiter nach tata. Auf dem weg dorthin ist die landschaft auch wunderschön. Komisch dass wir das noch von niemand gehört haben.

In tata auf dem camping sind wir umgeben von französischen rentnern in hymermobilen :-­­{

Abends hat nanuk grosse mühe beim einschlafen und nachts schläft er auch sehr schlecht.

 

16.12.08

als wir morgens erwachen hat nanuk wieder hohes fieber und einen komischen ausschlag im gesicht. Nach kontaktieren verschiedener bücher, nehmen wir an es sind die röteln. Zudem hat er vermutlich noch eine blasenentzündung.

Wir beschliessen daher hier zu bleiben bis er ganz gesund ist. (auch soll es hier für den notfall ein sehr gutes spital haben.)

Im verlauf des tages geht es nanuk immer besser und auch sein ausschlag verschwindet wieder. War wohl falscher alarm. Oder nanuk ist ein schnellheiler 😉

 

17.12.08

nanuk ist wieder komplett gesund und munter. Dafür erwacht stefan mit gliederschmerzen wir entschliessen uns aber trotzdem zur weiterfahrt. Nachdem wir abreisefertig sind gehe ich mit  nanuk noch schnell orangen kaufen gehe. Als wir zurückkommen liegt stefan fiebrig im auto. Also nichts mit abreisen. Ich richte ihm vorne auf den fahrsitzen ein bett ein, damit er wenigstens etwas ruhe von uns hat.

 

20.12.08

puh das waren lange tage für mich und wohl auch für stefan. Mit hohem fieber lag er die ganze zeit in seinem „krankenzimmer“ während ich mit nanuk den reisealltag managte.

Heute fühlt er sich aber viel besser und wir fahren weiter.

Doch schon am Mittag fühlt sich stefan wieder schlecht und die weiterreise wird sehr anstrengend.

Gegen abend finden wir 15km ausserhalb von agadir eine maison dhaute mit campingmöglichkeit. Alles ist extrem schön gemacht und sauber. (wird von franzosen geführt.)

Damit stefan in ruhe mal schlafen kann, nimmt er sich ein zimmer und ich und nanuk schlafen im elefant. (hui endlich mal platz zum drehen im bett 😉 )

 

21.12.08 nähe agadir

stefan konnte nicht schlafen dafür haben wir alle die luxusdusche in seinem zimmer genossen. hach es ist schon etwas tolles, so ein satter wasserstrahl, heisses wassser das nie endet. Dazu in einer sauberen umgebung wo man keine badelatschen tragen muss und auch die frischen kleider  mangels ablagefläche nicht nass werden. Also was ich neben euch liebenn freunden und verwandten am meisten vermisse, ist unser bett, die badewanne und die waschmaschine. Wenn’s grad mal wieder sch…wetter ist bei euch und ihr neidisch an uns denkt, dann geniesst doch ein heisses bad, lasst in der zeit eure wäsche von der maschine waschen und legt euch anschliessend in euer weiches bett, dass immer und jederzeit bereitsteht und ihr nicht vorher aufbauen müsst. J

 

da stefan noch immer fieber und kopfschmerzen hat,bleiben wir hier und er behält das zimmer, dass er mal richtig ruhe zum genesen hat. Nanuk und ich kruschen so vor uns hin und kümmern uns fürsorglich um den papa.

 

Dabei entdecken wir noch einen langvermissten kameraden. Baldingers hausmonster war schon ewig verschollen und tauchte hier an einem nomadenzelt wieder auf. Ist wohl in der wüste mit einer karawane abgehauen und hat uns wieder eingeholt. 133

 

23.12.08

so, stefan hat 3 tage und nächte im bett in seinem zimmer mit luxuriösheisser dusche verbracht hat, fühlt er sich heute morgen besser, so dass wir weiterfahren. Wir  schaffen es bis marakesch, wo wir auf den nicht hübschen campingplatz gehen. Hier hat es eine deutsche familie mit 3 kindern in einem vw-bus. Wir stauenen wie die das mit dem platz schaffen.

24.12.08 heiligabend

nanuk hat sich gleich mit den buben vom deutschen vwbus angefreundet und mit ihnen fussballgespielt. Die jungs waren auch ganz angetan von ihm, heben sie doch einen nachbar der genauso heisst. Sie zeigten ihm dann noch wo es einen grossen sandhaufen hat und dann haben alle friedlich „gesändelet“. Ich durfte sogar zurück zum auot und nauk blieb friedlich dort.

Doch den heiligabend wollten wir nicht an enem so trostlosen platz nahe der schnellstrasse verbringen und so gings schon bald wieder weiter.

Wir sind alles autobahn gefahren, die ist hier super und nach all den schlaglochstrassen ein traum.  Gegen 18uhr finden wir in moulay bousselham einen campingplatz.

Ich bereite das festmahl vor, währen stefan mit nanuk etwas spazieren geht. Die jungs kommen dann mit einem „bürdeli“ holz zurück und entfachen ein lagerfeuer. (tannenbaum und adventskranz haben wir ja nicht.).

Das essen hab ich auch schon fertig und heute gibt’s sogar tischdecke und servietten. (also turbantuch und zewawischundweg, man nimmt was man hat. Maria und josef gings ja nicht besser. J )

Nach dem essen darf nanuk seine geschenke auspacken, stefan und ich haben unsere ja schon längst bekommen. Nanuk freut sich sehr  über  sein bilderbuch von den tieren aus der polargegend und seinen tierstickern. (ganz bescheiden, aber die freude  ist riesig.) 141 14a

Nachdem wir nanuk ins bett gebracht haben sitzen stefan und ich noch ein ganzes weilchen am feuer und geniessen so unseren lodernden weihnachtsbaum.

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marokko, 1.etappe

im rifgebirge

13.11.08

nachdem gestern wäscheabhol und erledigungstag war, geht es heute los nach afrika!

Also alles zusammenpacken und noch einige vorräte einkaufen. Natürlich müssen auch alle wasserkanister wieder mit trinkwasser (welches wir nicht trinken,dafür kaufen wir mineralwasser) aufgefüllt werden. Laurent weiss da ein plätzchen am strand wo man dies kostenlos tun kann. Nach dem Mittagessen fahren wir also los nach algeciras, dort soll der günstigste fährtarif sein. Na ja, soviel günstiger wars nun auch nicht, aber janu. Um 16:30 fahren wir auf die fähre, wären allerdings fast nochmals raus aus dem hafen gefahren, da uns die hafenpolizistin in die falsche richtung gewunken hat. Zum glück sind wir mit unserem auto sehr auffällig und der typ vom billetschalter hat dann ganz aufgeregt in die andere richtung gewunken.

Als wir in ceuta von bord gehen sind wir geografisch gesehen schon in afrika, politisch aber noch in spanien. Zollfrei, darum wird der dieseltank nochmals randvoll gemacht. (bei unserer abfahrt dachten wir, dass wir wegen des ständig steigenden dieselpreises wohl nicht so lang wie geplant unterwegs sein können. Un d nun ist er widererwarten stetig gesunken. J ).

Nun aber hopp über die grenze nach marokko. Das hopp ist aber ein flopp. Laurent und stefan müssen ewig warten bei dem schalter für formalitäten. Aller drängeln und ständig werden andere vorgewunken. (da waren wohl einige euros unter den pass gelegt worden!) 2stunden später, es ist längst dunkel haben auch wir es geschafft.

Auf direktem weg fahren wir der küste entlang nach martil, kurz vor tetuan, auch den campingplatz, wo wir alle obwohl es schon sehr spät ist im restaurant eine feine tagine (gemüseschmortopf) essen gehen. Nanuk benimmt sich vorzügliche obwohl er eigentlich todmüde sein müsste.

 

14.11.08

stefan kommt happy von den duschen zurück. Das wasser ist schön heiss. Juhee, freudig mache auch ich mich auf den weg, mal wieder den dreck loszuwerden. Aber ohweh. Die marokkaner sind nicht gerade zimperlich mit ihren frauen. Von 10 duschen hat nur eine einen warmwasserhahn, und dieser funktioniert nicht! Pah, da geh ich doch frech zu den männern rüber!

Als ich zurückkomme kommt mir gerade ein angestellter mit dem rasenmäher entgegen. Christoph, das wär doch was für deine nachbarn. Der macht zwar auch ab und zu ein geräusch, doch lässt sich das mähäää ziemlich gut aushalten finden wir. J 01

Nach grosser wäsche (von hand) sind wir alle mit dem weissen iveco (die haben noch 3 zusätzliche sitzplätze am tisch, rückwärts zur fahrrichtung eingetragen) in die stadt nach tetouan.

An einer grossen kreuzung werden wir von einem marokkaner heftig bewunken und er rennt uns nach. (der muss gute augen haben und das nummernschild gelesen, denn sonst fällt laurents auto in marokko nicht auf. J ). Er will uns zum parkplatz füren.. doch das tor des platzes ist zu niedrig, da  laurent ja noch das beiboot, die fahrräder und das surfbrett auf dem dach hat. Also weiter zum nächsten platz. Irgendwann ist der marokkaner aber zu müde um uns vorauszurennen und er springt einfach rein und quetscht sich zwischen virginie und den kindersitz von zephyr und lotzt uns zum nächsten parkplatz.

Nanuk schläft noch aber das ist kein problem, denn stefan und laurent müssen erst die scheibe an der fahrertür reparieren. Als laurent diese nämlich beim zuschliesen hochkurbeln will, klappt das nicht mehr. Als dann alle wach und fertig repariert ist, und der marokkaner nicht müde geworden ist sich uns als guide anzubieten gehen wir los in die medina. (altstadt).

Mehrmals viersichern wir dem guide, dass wir ihn nicht brauchen und auch nicht wollen doch er bleibt. Wir geben nach und denken uns; behalten wir diesen, haben wir ruhe von den anderen! J

Er verspricht uns einiges was er uns zeigen will. Schlussendlich sind wir im haus eines teppichhändlers gelandet, der uns aber netterweise auf seine terasse bringt wo wir eine tolle aussicht geniesen und nur einmal fragt ob wir einen teppich möchten. Beim kräutermann werden uns einige sachen gezeigt und wie in einer show angepriesen. Der typ war glaub ich mal zauberer oder so, war sehr witzig wie er das gemacht hat.02

 Schlussendlich waren wir überall nur nicht dort wo wir eigentlich hinwollten. Aber wir hatten ruhe von guides welche sich uns anpreisen wollten. J

 

Zurück auf dem camping steht für nanuk noch baden auf dem programm. Er hat nun seine eigene badewanne.031

 

Während ich am abend nanuk ins bett bringe, bespricht stefan mit laurent die weiteren pläne. Es sieht so aus als würden sie es schön finden, wenn wir bis nach senegal mitkämen. Stefan meint dort könnte man unser auto nach hamburg verschiffen wir wären dann aber einiges früher als geplant wieder zuhause.

Mich reizt momentan aber weder mauretanien noch senegal. Sowieso haben wir ja im februar ein date mit meinen eltern in marokko. Also ich denke wohl eher nicht.

 

15.11.08

der plan war nach chefchouen zu fahren und unterwegs in oued laou, wo heute souk (also markt) ist einzukaufen. Aber es kam so:

die route der küste entlang war super. Wunderbar und unverbaut, aber oje die ersten grossen bautafeln und bagger für so richtig grässliche bunker stehen schon. In 10 jahren ists hier wohl so schlimm wie überall am meer wos mal sooo schön und idyllisch war. 04

Die strasse ist nicht so toll, darum dauert es etwas länger bis wir in oued laou ankommen und die händler packen schon wieder ein. Er reicht geradenoch für den kauf von oliven (juhuuu, endlich. Wie lange haben wir uns doch auf die  besten oliven der welt gewartet!) und einen teppich für den aussenbereich von unseren nachbarn.

Nach ca. 10km entschliessen wir uns bei einem parkplatz in der nähe der strasse zu nächtigen, da es schon bald dunkel wird und der weg nach chefchouen sehr weit.

 

16.11.08

heute ist Sonntag, doch die buben müssen auch heute ihre schulstunde abhalten, dass sie mit dem stoff durchkommen. ich bin gerade am rumkruschen im auto, da kommt stefan der draussen ein ruhiges plätzchen suchen wollte um etwas arabisch zu büffeln, humpelnd zum auto.anscheinend ist er am hang ausgerutsch, als er nanuk beim aufstehen helfen wollte und hat sich dabei sehr heftig das knie an einem stein aufgeschlagen. Virginie und ich verarzten ihn. Dabei staunt virginie nicht schlecht über das viele material das stefan dabei hat. Sie meint, wir seien ja nun wirklich gut versorgt. Im weissen iveco eine ärztin (sie) und im roten iveco stefan als rettungsanitäter. (dazu noch laurent und ich, welche immer alles besser wissen J ).

Es sah schlimmer aus als es war. Doch fahre heute trotzdem ich, damit stefan sich etwas ausruhen kann. Weit kommen wir allerdings nicht. Das liegt aber nicht an meinem fahrstil sondern wir entdecken schon nach ca. 16km dass es an den felsen entlang der strasse kletterrouten hat. Wir halten, holen unsere sachen und klettern. Es kommen auch gleich einige männer aus dem dorf, die hier scheinbar das klettern etwas organisieren und informieren uns, wo man hier überall klettern kann.05

Als timothey dann nach laurent, virginie und mir eine route klettern will, fallen plötzlich steine runter. Es ist aber kein steinschlag wie sich herausstellt, sondern die ziegen, welche oben auf dem fels sich ziemlich weit vorwagen. Wir warten, doch die gräser dort scheinen sehr zum verweilen einzuladen. Also essen auch wir zmittag..als die ziegen und wir fertig sind, klettern wir noch etwas und gehen dann in abdullahs (der kletterfritz) restaurant vorbei. Er hat hier die klettersache und laut einem anderen auch die drogen in der hand. (davon wollen wir allerdings nichts wissen.) man wird hier sehr oft angesporchen ob man nicht hasch kaufen will. Aber wenn man klar verneint ist es kein problem und man wird in ruhe gelassen. In abdullahs restaurant ist gerade alles im umbau, daher trinken wir nur einen tee und wollen einen anderen platz suchen. Abdullah empfiehlt uns einen platz am see. Und da wir ja nun unter seinem schutz stehen haben wir keine bedenken dort wild zu campen. So  ist es auch und wir geniessen eine sternenklare nacht. Nanuks kommentar zum sternenhimmel war: „waaaaoooouuuuu“!

 

17.11.08

wir bleiben etwas länger liegen und bis wir aufstehen sind die weissen ivecos schon alle frisch gebadet vom fluss zurück. (puh also das wäre mir zu kalt und mit all den dörfern drumrum wohl auch etwas zu dreckig. Aber bon, jeder wie er will.)

da es hier wohl noch 2std dauern wird bis die sonne kommt wollen wir ein schönes plätzchen an der sonne suchen.

Wir parken in der nähe von der strasse bei ein paar häusern und wollen eigentlich zum kleterfelsen der aussieht wie ein gesicht. 06

Die weissen ivecos gehen voraus, sie hatten nämlich nicht nur gebadet sondern auch schon gefrühstückt. (die haben uns heute also einiges voraus.) wir frühstücken, während einige kinder um die autos schleichen. Ein ganz frecher haut ans auto und verlangt geld, velos oder stylos. Wir geben weder das eine noch das andere. Ich würde den kindern ja gerne etwas geben, ich hab ja wirklich mehr als genug von allem im vergleich mit ihnen. Doch denke ich, dass das ständige verteilen von dingen auch nicht die lösung sein kann. Nun erwarten sie von jedem der kommt, dass sie selbstverständlich etwas kriegen. Die jungs werden immer frecher und als wir auch zum kletterfelsen gehen, lassen wir das auto nicht mit einem guten gefühl zurück.

Die strasse zum felsen ist gerade im bau und der bauherr meint zu uns, wir könnten ohne probleme mit unserem auto trotzdem durchfahren. Wir fragen ob unser auto denn dort oben nicht sicher sei. Die arbeiter aus dem dorf meinen es sei besser wir holen das auto, wenn die kinder schon so frech waren. Also tun wir dies. Als stefan abfährt werfen die frechen bengel mit steinen nach dem auto.

Stefans knie geht es besser und er klettert auch eine route. 07

Gegen 14uhr machen wir los und schaffens heute tatsächlich nach chefchouen.

Wir finden sogleich den campingplatz welcher sehr schön über der stadt am berghang gelegen ist.08

Nachdem die wäsche vorerst eingeweicht ist, machen wir gleich los in die medina um gemüse und früchte zu kaufen. (heute ohen guide!)

Wir kommen an vielen souvenirläden vorbei die allerlei hippiezeugs verkaufen, das wohl kaum einen marokkanischen ursprung hat.

In einer alten kasbah hats ein ethnologisches museum, wie im führer steht und dieses  besuchen wir. Es werden ein paar traditionelle kleider und alltagsgegenstände gezeigt. Die beschriftung ist nicht sehr detailliert. So steht zum beispiel bei einem bemalten teller: teller, traditionell bemalt. Oder bei einer waffe: antike waffe. Aha!

Nachdem wir neben all den souvenirs doch noch einiges grünzeugs finden, essen wir in einem einfachen restaurant tagine und couscous.

Nach dem steilen aufstieg zum camping freuen wir uns aufs bett.

 

18.11.08

auf dem camping hätte es eigentlich eine waschmaschine, die ist allerdings dauernd besetzt. Daher entschliesse ich mich die wäsche von hand zu erledigen. Macht hier ja schliesslich die mehrheit der frauen auch so. ich sage also stefan bevor wir los in die stadt gehen, dass ich noch „schnell“ die wäsche machen werde.

Uff! Die waschmaschine ist wahrlich eine der tollsten erfindungen die es gibt! 2std. später ist alles gewaschen, obs auch wirklich sauber ist, will ich gar nicht wissen.

Stefan ist mittlerweile alleine in die stadt los, damit der schreiner nicht schon wieder geschlossen hat. Er will nämlich für nanuk ein bett über dem beifahrersitz bauen. So können wir abends noch am tisch sitzen wenn er schon schläft. (es ist nämlich nicht so gemütlich ab 19:30 alles im engen bett machen zu müssen 😉

Fürs Mittagessen treffen wir uns in der stadt. Damit wir nicht zu lange aufeinander warten müssen, haben wir vereinbart, dass ich stefan auf dem handy anrufe, „hallo ich komme jetzt“ sage und uns dann am grossen platz treffen. So haben wirs gemacht. Kosten für die 4 worte; fr. 4.30!

Wir treffen uns also und gehen fein was zu Mittag essen. Stefan hat nicht nur holz sondern auch früchte und eine marokkanische handykarte besorgt. (super, denn mit dem schweizerhandy ists wahrlich der ruin.)

Nach der feinen tagine ächtsen schwerbeladen den steilen „stutz“ zum camping zurück. Hier ist wieder hausarbeit angesagt. Stefan wäscht das gemüse und ich den nanuk.

Abends machten wir ein feuer und assen gemütlich mit den „weissen ivecos“ bei lagerfeuerromantik „zancht“. 09

 

19.11.08

heute sind wir früh los, in die stadt für kleinere erledigungen welche wir gestern nicht geschafft haben. Als wir dann wieder zurück den berg hinaufliefen, kletterte gerade eine ziege bis zuoberst auf einen grossen busch, um dort an die saftigen blätter zu kommen. Nanuk dachte wohl es sei ein kunsstück, denn er machte bravo und klatschte in die hände. Als dann kurz darauf der muezzin zum gebet rief, sag er andächtig mit: „alllaaaah, aaaaaa!“

 

stefan baute den ganzen Nachmittag fleissig an nanuks bett. Als es dann endlich fertig war, genoss nanuk seine neue höhle richtig und spielte zufrieden darin. Leider kann er von der höhe her nicht sitzen, sonst hätter er es auch tagsüber als spielecke nutzen können. (kam uns vorher leider nicht in den sinn. Hätte man es anders konstruiert, wär das durchaus möglich gewesen.) 10

 

nach dem abendessen ist nanuk bei mir am tisch beim stillen eingeschlafen und ich konnte ihn in sein neues bett legen, wo er einige stunden friedlich schlief. Als er aufwachte war er etwas verwirrt wo er ist, aber das wird sich sicher auch noch bessern.

 

Da wir sehr müde waren haben wir heute den tisch gar nicht so richtig geniessen können, denn wir waren soo müde, dass wir kurz nach nanuk auch schon ins bett gingen.

 

20.11.08

was für ein tag! Wir habens überstanden und uns fest vorgenommen, so nicht mehr!

 

Da die route laut laurents (weisser iveco) guide sehr schön sein soll, haben wir uns für die östliche strasse von chefchaouen über ketama nach fes entschieden.

Mir  und stefan und vielleicht auch den anderen, war aber nicht wirklich bewusst, wie weit durch kurvige, schlechte bergstrassen das wirklich ist. Sonst hätten wir mit sicherheit anders entschieden.

 

Der hacken am ganzen ist nämlich, dass man auf dieser strecke nicht übernachten und auch sonst kaum stehen bleiben kann. Das ganze gebiet in den rif bergen lebt vom cannabisanbau und das wollen sie einem unbedingt verkaufen. Wegen diesen belästigungen kommen nur noch wenige touristen und bei denen die kommen, wird angenommen, dass sie genau deswegen kommen.

Es wird einem daher dauernd mit haschischklumpen zugewinkt und noch mühsamer mit autos verfolgt und ausgebremst. Verneint man dann vehement, stösst man auf absolutes unverständnis.

 

Die route wäre landschaftlich wirklich super schön gewesen, doch die dauernden belästigungen waren sehr nervig. Und wir kamen daher und auch wegen der strasse nur langsam voran. Nanuk hielt super durch und nach 8uhr abends waren wir endlich in fes, nachdem wir durch eine mehr oder weniger irrfahrt durch die stadt den campingplatz gefunden haben. Die irrfahrt kommt daher, dass es  zwei campings gibt und diese einander gegenseitig die beschilderung abmontieren! 111

 

Unterwegs haben wir noch den tourbus von marokko sucht den superstar ürholt. 12

 

fes

21.11.08

das motto von heute lautete, alles nur nicht Auto fahren.

Wir kruschen gemütlich auf dem camping rum und gingen gegen 15uhr los in die stadt. Mit dem bus!

Hier kommt man der bevölkerung tatsächlich näher. Der klapperbus erinnerte mich sehr an meine reisezeit in südamerika. Es holpert und quietsch der bus, dass man meint er fällt gleich auseinander. Die menschen quetschen sich rein obwohl eigentlich längs kein platz mehr ist und es duftet nach allerlei „menschlichkeit“.

Gleich bei der busendstation in der neustadt finden wir eine post. Da wir noch briefmarken brauchen und ein kleines paket aufgeben müssen, ziehen wir brav eine nummer. 225 und wir warten und warten und warten nach ca. 40min sind wir endlich bei 224 und dann springts direkt auf 229! – aha, es gibt da wohl verschiedene nummern für verschiedene geschäfte. 15min später kommt dann doch noch die langersehnte 225.

Angesichts der späten stunde entschliessen wir uns, heute nicht mehr weiter in die medina (altstadt) zu fahren. Sondern suchen noch eine bücherei, für den schnellleser timoté und trinken minzetee im cafe, bevor wir wieder die lustige busfahrt antreten.

Zum abendessen gingen wir wieder in den weissen iveco, wo die pläne für morgen geschmiedet wurden: früh aufstehen und früh los in die medina, evtl. mit guide.

 

22.11.08

wir sind also wirklich früh aufgestanden und schon vor 11uhr abmarschbereit. Dann warten wir 45min auf den bus, der laut auskunft alle 20min fährt. J

von der endstation in der neustadt geht es weiter mit dem petit taxi bis zum bab boujeloud (tor) wo wir in die medina und somit in eine ganz andere welt eintreten.13

Heute morgen haben wir beschlossen es ohne guide zu versuchen und lassen uns nun treiben und schlendern durch die verwinkelten gassen.

Vergleichbar mit südamerika , aber irgendwie doch ganz anders, da alles in ganz engen gassen ist, wird hier alles und wirklich alles angeboten. Wobei es hier quartiere für das jeweilige handwerk gibt.

Als erstes sind wir in der lederabteilung, wo wir in der werkstätte vorbeischauen, wo alles von hand geschnitten, gepresst und genäht wird. 14

(mirjam traf hier sogar das christkindli, welches ihr eine ziegenleder handtasche erfeilschte.)

dann ging die suche nach einem restaurant los. Eins mit einer terasse soll es sein, die küche möglichst sauber und der preis fern vom touristenwucher.

Mit hilfe eines marokkaners fanden wir eines das mehr oder weniger alles erfüllte und wir assen gemütlich in der sonne mit ausblick auf die stadt und das meer der sattelitenempfänger.

 

Am Nachmittag entdeckten wir noch was auf den ersten blick nach einer bäckerei duftete und aussah. Wir erfuhren dann aber, dass hier nur der holzofen ist, wo die familien ihren eigenen teig zum ofenmeister bringen, welcher ihnen das brot bäckt. (so ist man dann ganz sicher dass die haare im teig in der familie bleiben J). 15

Weiter endteckten wir noch die ledergerberei, wo in mühseliger handarbeit von 250 familien das leder in aufwändigen prozessen gegerbt und gefärbt wird. Die familien arbeiten jedoch nicht alle miteinander, sondern man teilt sich die tage auf. Der einzige fortschritt der totalen handarbeit ist, dass die häute zum waschen nicht mehr mit den füssen gestampft werden, sondern man hat nun ein riesiges holzfass als waschmaschine. 16

Im angrenzenden laden fand auch stefan noch das christkindli, welches ihm edle kamellederfinken bescherte.

Auch eine art kindergarten oder wohl eher schule, die kinder schrieben alle buchstaben (römische) endteckten wir. Stefan durfte an der tafel einige arabische buchstaben lesen und wurde von der lehrerin sehr gelobt. 17

Es war schon dunkel als wir durch die verwinkelten gassen wieder den weg zum bab boujeloud fanden und uns dort ein petit taxi nahmen.

Abendessen gabs im ivecorouge und dann müde von all den eindrücken früh ins bett.

 

23.11.08

brr es ist kalt, da der himmel bedeckt isr und keine sonne scheint. Wir „troolen“ noch lange im bett herum, da die kälte uns nicht zum rausgehen einlädt. Als wir endlich doch aufstehen sind die weissen ivecos schon längst mit frühstück und schule fertig. Sie wollen nach dem Mittagessen weiter nach volubilis, der ältesten römischen stadt, und dann weiter südlich.

Da wir überhaupt noch nicht abfahrbereit sind und volubilis bei einem unseren früheren marokkobesuchen schon gesehen haben, entschliessen wir uns hier zu bleiben. Also trennen sich hier unsere wege. Wir verabschieden uns schweren herzens, denn es war wirklich eine tolle zeit mit den weissenivecos.

-liebe starcks, es war eine tolle zeit mit euch, vielen dank. Für eure weiterreise per land nach senegal wünschen wir euch alles gute und für eure segelreise, welche euch noch viel weiter bringt ganz viel wind und sowieso per land oder see eine handvoll wachsame schutzengel.-

 

wir machen bei uns im roten iveco mal wieder grossen putz und gehen am Nachmittag in den grossen suprmarche um noch einige vorräte für den süden zu kaufen. Zurück auf dem camping steht ein duro mit zürcher kennzeichen neben uns. Wi r geniessen es mal endlich wieder schweizerdeutsch zu hören.

 

zeida

24.11.08

heute geht es weiter aber wir kommen erst gegen 13uhr los. Nanuk schläft sogleich ein. Heute ist wunderbares wetter, das perfekte fotolicht. So kommen wir nur langsam voran, da wir öfters einen fotostopp einlegen. Aber das tempo ist angenehm so.

18

es war doch eine ganz schön lange strecke. Erst gegen 19uhr, nanuk wurde gerade unruhig, erreichen wir endlich unseren geliebten camping timney in zeida.

Es hat sich viel verändert. Die kasbah ist immer noch oder schon wieder im umbau. Leider ist der nachtwächter, mit dem sich stefan zu gut verstand auch nicht mehr da.. dafür ist das essen im restaurant immer noch so gut wenn nicht sogar besser.

 

25.11.08

neben uns stand schon gestern ein holländer mit seinem unimog mit motorschaden (er ist schon seit 5 wochen da und wartet auf einen neuen motor) (liebe bettina da kommen errinnerungen an australien, wo wir eine woche in kingstontown mit motorschaden festsassen). Heute morgen wurde nun der motor angeliefert. Nanuk und ich bestaunen gerade durchs fenster (es ist nämlich extrem kalt) wie sie das riesending nur mit manneskraft vom laster hiefen, da steht plötzlich laurent vom weissen iveco in unserem vorgarten.

Sie haben in den bergen übernachtet und ziemlich gefroren, am morgen hatte es sogar schnee und dachten sich als sie hier vorbeikamen, sie schauen mal ob wir hier sind. Voila! Also frühstück für alle bei uns im roten iveco.

Sie wollen gleich weiterfahren und fragen ob wir mitkommen. Wir brauchen aber erst mal eine pause, die etappe gestern war wirklich sehr lang und nanuk braucht mal wieder zeit zum rumtoben. Also ziehen sie weiter und wir machen uns ready für einen spaziergang ins dorf zum einkaufen.

Und wir laufen und laufen und laufen und das dorf kommt nicht. Haben wir uns tatsächlich so arg verschätzt mit der distanz? Als wir zur tafel kommen wo nach 1h marsch dann die tankstelle vor dem dorf mit 5km angezeigt wird, machen wir kehrt. Dass wäre ne tagestour. Aber der spaziergang war trotzdem schön und die aussicht auf den verschneiten atlas war toll. Es weckt so richtig die lust auf einen tag auf der piste. 192

Zurück auf dem camping gönnen wir uns ein Mittagessen im restaurant. Der nette kellner von gestern bringt nanuk gleich sein spielzeuglastwagen, den er scheinbar gestern liegengelassen hat.

Als wir mit dem essen fertig sind gehen wir ein paar tische näher zum fernseher umd das wetter zu schauen. Da beobachte ich, wie der andere kellner beim tischabräumen ganz heimlich den spielzeuglastwagen in seiner hand verschwinden lässt. (ja so ist marokko, wie bei uns: der eine trägt dir deine sachen nach, ein anderer beklaut dich.) beim zahlen spreche ich den typ auf den lastwagen an und der will sich doch tatsächlich noch dumm stellen. Schliesslich kann er meinen bösen blicken nicht widerstehen und holt ihn.

Tja  sehr schade, wir mochten diesen camping wirklich, nun hat er aber etwas von seinem zauber eingebüsst.

Nanuk hats gut, er kann im warmen auto in seiner badewanne baden, während wir in die zugige dusche müssen… 20

 

Zeida à meski, source bleu

26.11.08

wir kommen sehr früh los, für unsere verhältnisse. Wir fahren auch zügig, das wetter lädt nicht zum verweilen ein. Es ist kalt, windig und bedeckt.

Als ich gerade beim hassanstaudamm, der erstaunlich viel wasser hat, ein foto machen will, da sind doch schon wieder die immergleichen französischen touristen im bild. Am ufer steht tatsächlich der weisse iveco. Wir fahren natürlich gleich runter und robinson kommt uns schon freudig entgegengerannt.

Sie haben hier gestern einen wunderbaren tag mit tollem wetter verbracht und anschliessend hier geschlafen. Wir essen zmittag und plaudern und fahren dann gemeinsam nach errachidia weiter, wo wir alle noch etwas einkaufen müssen.

In errachidia machen wir dann aber aus, das beide familien ihre dinge erledigen gehen, und inschalah (so gott will) wir uns unterwegs wieder treffen.

Wir gehen also zum markt und werden von ben aschah (oder so) zum tee eingeladen. Er war vor 3 monaten einen freund in der schweiz besuchen und erzählt uns nun vom globus in zürich und dem fondue in fribourg dass er grauslich fand. J

Als wir dann endlich loskommen, fahren wir auch noch 15km in die falsche richtung bis wir den lapsus bemerken. Also alles wieder zurück. Es ist aber schon dunkel und nachts wollen wir in marokko nicht fahren. (zu viele spezialisten ohne licht!) (dafür sehen wir noch die beleuchtung die uns in weihnächtliche stimmung versetzt, hier ist es allerdings für den könig.) 211

daher machen wir beim ersten camping halt. Er soll eigentlich ganz schön sein, da er in einer oase mit eigener quelle (source bleue) ist.

Aber es ist etwas merkwürdig, ausser uns ist niemand da (seien alle wegen des wetters abgereist). Nach 5minuten kommen die ersten kinder welche stylos wollen. Die reception ist schon geschlossen aber der eine jugendliche, der sohn vom campingpächter, sagt wir sollen das morgen machen und gleich noch zum tee kommen. Wir verschieben den tee auf morgen und gehen mit einem nicht so tollen gefühl schlafen.

 

Meski à merzouga

27.11.08

es hat viel geregnet in der nacht und wir sind früh wach. Wir nutzen die gunst der frühen stunde und schauen uns die oase in ruhe an. Aber denkste, der junge vom camping ist auch schon wach und will uns nun zum tee einladen. Wir gehen nach dem frühstück und natürlich läuft es auf ein geschäft raus. Es wird ziemlich mühsam und kaufen dann halt die cd seiner band (welche wir eigentlich gar nicht wollen) und kamelsticker fürs auto für einen viel zu hohen preis, den er natürlich viel zu tief findet.

Wir lassen das hinter uns und fahren bis erfoud, wo sich die wege nach merzouga gabeln. Der eine geht geterrt über rissani und der andere direkt nach merzouga allerdings ist nach einigen kilometern die strasse zuende.

Wir würden gerne die direkte piste nehmen, doch hat es ja viel geregnet und die zementfurt durch den fluss ist nun total im fluss. Wir beobachten einige marokkanische klapperkisten bei der durchquerung, bis wir uns ein herz fassen und es auch versuchen. War gar nicht wild, hat halt nur tief ausgesehen. 22

Auch das pistenfahren ist kein problem, nanuk schläft sogar bei dem geholper. Die sanddünen des erg chebbi sind sehr imposant, doch was hier mit tourismus abgeht ist absolut abstossend. 23

Da reiht sich ein hotel ans andere und alle haben ihre schlepper welche einem in ihres zerren wollen. Wir steigen nicht mal aus und fahren durch um uns ausserhalb in der steinwüste ein ruhiges plätzchen zu suchen.

Das finden wir auch und schlafen unter einem prächtigen sternenhimmel mausbeinalleine und in frieden.

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Merzouga à alnif

28.11.08

es war sehr kalt in der nacht und wir erwachen früh. Wir machen vorwärts, um vor den schleppern am see, den es dank des vielen regens gegeben hat, zu sein. Es soll hier flamingos haben. Die wollen wir dem nanuk zeigen. (gibt’s zwar gleich beim eingang des zürizoos auch aber so in freier natur ist das doch viel toller.)

als wir halten kommen schon die ersten turbanfritzen auf ihren töfflis und packen ihren schmuckbazaar aus. Wir probieren die taktik; ignorieren. Funktioniert gut, doch widerstrebt es mir eigentlich so unfreundlich zu sein.

Nanuk findets auch komisch, als er nämlich vom see zum auto zurückgeht um seine sändelisachen zu holen, getraut er sich nicht an den männern vorbei.

Ach ja flamingos hats keine gehabt, dafür  hat nanuk ausgiebig im sand und steinen gespielt.

25Die turbanos haben lange ausgeharrt, aber wir blieben auch stur und haben nichts gekauft.

Wir fahren also weiter und das grosse ziel ist die küste, wir wollen jetzt endlich mal warm. Es ist aber noch ein langer weg dahin und so ist das tagesziel agdz. (hier waren wir schon mal und es hatte uns sehr gefallen.)

Wir kommen bis alnif, wo gerade markt ist. Wir werden aber noch bevor wir aussteigen können schon wieder zum fossilienanschauen (kaufen,kaufen) angequatscht. –das nervt langsam-!

Wir gehen auf den markt, wo stefan noch einen ölfilterschlüssel suchen will, der ihm fehlt um beim auto das öl zu wechseln. Bei der ersten garage ists nichts dafür haben wir nun einen guide, der mit uns von hinz nach kunz geht, bis wir in einer garage mit ziegen im vorgarten fündig werden.  Nun noch etwas gemüse und waschbrett (juhee fast wie ne waschmaschine) gekauft und zurück zum auto. (der ölfilterschlüssel passt nicht, also bringen wir ihn zurück).

 

Wir fahren noch ein kurzes stück, bis wir uns dieses tolle nachtplätzchen suchen.26

Widererwarten sind wir die ganze nacht ganz allein und keine berber kommen zum tee oder fossielenverkaufen. Das tut gut.

 

Alnif à agdz

29.11.08

wir erwachen mit toller laune. Das ist doch wirklich das was wir suchen. Ruhe, tolle landschaft etc. es kommt zwar schon wieder ein berber, aber der will nur etwas quatschen und geht dann wieder. (so ists ok. Ich find das ja auch spannend wenn sie interessiert sind und vorbeikommen, aber wenn’s dann immer in einem gehandel um etwas das man weder will noch braucht, dann nervt das gehörig.)

nun aber los nach agdz, wo wir am frühen Nachmittag ankommen. Hier ist alles noch so toll und freundlich wie vor 3jahren. Doch sei es auch hier viel zu kalt für die jahreszeit. (aha alle anderen haben bis jetzt gesagt, das sei normal).

 

30.11.08   1.advent

juhee endlich scheint die sonne und es ist richtiges tischiiiwetter, sodass wir statt uns an der wärme der adventskranzkerze zu wärmen, in der sonne frühstücken. 27

Und nochmals juheee die campingbesitzerin (eine französisin mit einem marokkaner verheiratet), lässt mich ihre waschmaschine benutzen. (gelegenheiten um mein neues waschbrett auszuprobieren gibt’s ja sicher noch genug.)

 

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