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So nun gleich vorweg, den einen sind wir ja schon begegnet, ja wir sind wieder auf schweizer boden. wer unseren ort der weihnachtsfeier und auch agadir auf der karte gesucht hat, wird sich wohl schon gewundert haben, warum wir denn nun plötzlich gegen norden fahren. Aber wir habens schon in tata beschlossen, wir fahren heimwärts.

Aber liest selbst wie alles kam:

 

25.dezember’08 moulay bousselmam à tarifa (spanien)

wir sind also schon seit tata auf dem nachhauseweg. Warum? Werdet ihr euch fragen. Nun ja, wir haben einfach gemerkt: es ist gut. Wir sind übervoll mit eindrücken und können eigentlich gar nichts neues mehr aufnehmen und da wäre es schade, all an den tollen orten nur vorbei zu gehen. Wir kommen lieber ein anderes mal wieder, wenn wir wieder bereit dafür sind.

 

Also gut unser ziel heute: spanien!

Um 10uhr kommen wir los und fahren wieder zügig autobahn. Zwar peage, aber hey ohne schlaglöcher und kaum autos. (man fühlt sich kaum  noch wie in marokko). Nanuk beweist sitzleder und um 13uhr sind wir an der grenze. Es ist kaum was los. Der weihnachtsfeiertag scheint eine gute wahl zu sein um über die grenze zu gehen, es hat keine turisten unterwegs. Ich erledige diesmal die zollformalitäten. Ich muss weder anstehen noch gibt’s sonst irgendwelche probleme. Der zöllner will auch gar  nicht in unser autoschauen nachdem er nanuks bekanntschaft gemacht hat, sondern löst stefan beim zmittagfüttern ab und macht sonst noch scherze mit ihm.

Am hafen das selbe es ist  kaum wer unterwegs und die fähre mehr als halbleer. Aber es hat gehörigen wellengang und die matrosinnen sind gut beschäftigt mit ko—tüten leeren.

Nanuk spielt quitschtvergnügt und muss sich dann auch plötzlich übergeben, lässt sich aber nichts anmerken und spielt fröhlich weiter, nachdem wir ihn „geputzt“ haben. Meine übelkeit ist auch gleich verschwunden, als ich die putzpflichten zusammen mit Stefan übernehmen musste.

Als wir algeciras erreichen, entscheiden wir uns erstmal nach tarifa zu fahren. Aber hier sind natürlich feiertage und alles hat zu und es ist absolut nichts los im städtchen. Aber im gegensatz zu marokko ist alles schön weihnachtlich geschmückt und so langsam merken auch wir, dass tatsächlich weihnachten war. 😉

Obwohl wir mit der guardiazivil am meer ja schlechte erfahrungen gemacht haben, stellen wir uns doch dorthin und gehen auf einen „afft“ (saft) ins restaurant.

Nach einem strandspaziergang am meer mit riesigen wellen, gehen wir alle gleich mit nanuk ins bett. Es war ein strenger tag mit soviel fahren.

 

26.12.08 betis

da schon frühmorgens bauarbeiter anfahren und irgendeinen zaun oder so was aufstellen, nehmen wir an, dass in spanien der stefanstag kein feiertag ist und machen los um endlich wieder mal in einem bioladen und ohne feilschen einzukaufen.

Auf dem rückweg fahren wir gleich weiter nach betis zum klettergarten oberhalb tarifa wo wir schon auf der hinreise waren.

Da aber unsere klettersachen ziemlich weit unten verstaut sind, machen wir nur einen spaziergang um den einen kletterort abzuchecken um dann morgen zu gehen.

Der felsen ist schön an der sonne und die kletterer sind sogar im t-shirt, also nehmen wir uns für morgen vor auch noch ein paar routen zu erklimmen.

 

27.12.08 betis àalhama de granada

die sonne ist noch nicht da als wir erwachen, obwohl es schon halb 9 ist. Der himmel ist wolkenbedeckt und es weht ein kalter wind.

Nach dem frühstück hole ich unser klettersachen und sändele mit nanuk etwas draussen, da stefan sich noch etwas ausruhen möchte. 01 (er ist noch immer in der rekonvaleszenz.) auch nach dem Mittagessen ist stefan noch nicht so fit und so gehe ich erstmal mit nanuk spazieren. Als wir zurückkommen wäre stefan bereit zum klettern, doch ich rate ihm ab. Es ist eisig kalt und absolut kein kletterwetter. Also beschliessen wir gleich weiter nach alhama de granada zu fahren, wo wir in der heissen quelle baden können.

Aber oho, in unserer erinnerung war es nur ein katzensprung bis alhama doch nun zieht sich der weg ganz schön hin. Um 18uhr sind wir endlich dort  und ich belohne nanuk für sein ausharren mit einem ausgedehnten spielplatzbesuch, während stefan das abendessen macht. Danach sind wir schon wieder so müde, dass wir alle miteinander schlafen gehen und den besuch bei paco und lola und bruno (dem arabischfreund von stefan, der ja jetzt hier in seiner ferienwohnung sein müsste) auf morgen verschieben.

 

28.12.08 alhama de granada à irgendwo vor valencia

auch hier ist es grausliches wetter und eisig kalt. Nach dem frühstück versuchen wir bruno zu erreichen, doch es klappt  nicht. Also gehen wir bei paco und lola vorbei um zu erfahren, wo sein haus ist, um gleich persönlich vorbeizugehen.

Welch ein pech! Paco sagt uns, das bruno heute morgen im morgengrauen in die schweiz zurückgefahren ist. Nach einem gemütlichen kaffee bei paco entschliessen wir uns auch zur weiterfahrt, da das wetter hier wirklich nicht zum bleiben einlädt. Nicht aber ohne vorher nochmals im heissen fluss zu baden.

 

Nun hat uns definitiv das soschnellwiemöglichheimfahrfieber gepackt. Überall ist es kalt und regnets und so fahren und fahren wir. Machen einen abendessen und spielplatzactionstopp und kommen heute sogar bis kurz vor valencia, wo wir auf einer raststätte übernachten. Auch hier grauslich kalt und grau.

 

29.12.08 vor valencia à vilanova i el geltru

auch heute schlimmstes novemberwetter (ich dachte immer in spanien sei es auch im winter angenehm warm).

Wir fahren und fahren bis nach vilanova wo wir auch schon auf unserer hinreise waren. (nun kennen wir ja schon gute übernachtungsplätze und müssen wenigsten nicht mehr suchen.).und auch heute lasse ich nanuk nach dem vielen fahren den spielplatz geniessen, während stefan das abendessen macht.

 

30.12.08 – 05.01.09

so wie ich gerade feststelle haben meine tagebucheinträge hier geendet, darum muss ich jetzt mal die letzten tage aus dem gedächnis abrufen.

 

Wir sind also täglich viel gefahren und das wetter wurde auch in frankreich nicht besser. (sonst wären wir liebe andrea, noch in toulon bei euch vorbeigekommen und auch im piemont bei den lieben egglis). Aber so sind wir zügig weitergefahren und stellten bald fest, dass unsere schweizerkarte im rucksack steckt den wir bei bruno in alhama deponiert haben und jetzt evtl. schon wieder in der schweiz ist. Zum glück ist auf unserer frankreichkarte doch noch ein eckchen schweiz drauf und wir rätseln über den besten und schnellsten weg, da ja wohl doch einige pässe gesperrt sein werden. Hmm, unsere karte endet beim oberalp und wir rätseln obs dort nun einen autoverlad gibt oder nicht. Wir sind geteilter meinung und so kontaktieren wir meinen bruder, der ja bereits in unser heimreisegeheimniss eingeweiht ist, da wir ja wissen mussten wie lange die grosseltern denn noch im ferienhaus sind. Mein bruder erweist sich als super telefonjoker, denn er befindet sich gerade auf der heimreise vom ferienhaus meiner eltern und hat selbst noch überlegt über den oberalp zu gehen. Also autozug ja, aber nur mit reservation und evtl. langen wartezeiten. Wir entschliessen uns für den weg über turin und dann san bernardino.

Oy oy oy bereits in frankreich schneit es und hats vor dem frejustunnel viel schnee und in italien noch viel mehr. Zum glück ist die strasse geräumt sonst hätten wir noch ketten montieren müssen.

Die sylvesternacht verbringen wir also bei schnee und eisigerkälte auf einem rastplatz und erwachen dank laut krachendem feuerwerk um uns im halbschlaf ein gutes neues zu wünschen und gleich wieder weiter zu schlummern.

 

01.01.09 zurück in der schweiz

das neue jahr beginnen wir mit schneesändele auf der raststätte 02 und  mit der rückkehr in die schweiz. Och wie schön, das wetter beschert uns strahlenden sonnenschein und so geniessen wir die fahrt durch die verschneiten landschaften.03 Auch nach dem san bernardino noch immer strahlendes wetter (das ist ja meist nicht so). am Nachmittag erreichen wir tersnaus, wo meine eltern ein ferienhaus haben und laut meinem bruder noch dort in den ferien sind. Ich bin ganz kribbelig, ich hab mich nämlich extrem darauf gefreut meine eltern zu überraschen und ihnen ein sooo baldiges wiedersehen mit ihrem so sehr vermissten nanuk zu bescheren.

Wir halten also vor dem haus und hupen einige male.    — nichts—! Also steigen wir aus und klingeln. Die überraschung ist gelungen. Meine mama hat zwar geahnt, dass wir wohl nicht mehr sooo lange unterwegs sein werden aber mit einem so baldigen wieder sehen hat sie nicht gerechnet. Am meisten freute sie sich natürlich, dass nanuk sie sogleich erkannte und mit momma ansprach.

 

02.01.09

hui ui ui, es ist ganz schön kalt hier und wir sind überhaupt nicht dafür ausgerüstet. Nanuk hat nur sommerschuhe und natürlich auch keinen skianzug.

Also ab in die stadt (ilanz) um nanuk winterfest auszustatten. Aber oje hier ist bereits ausverkauf und nanuks grösse nicht verfügbar. Aber wir finden ein paar „rutscherli“ also schuppenskis, die mima und mipa dem nanuk nun nachträglich zur weihnacht schenken. Schliesslich gibt es in der familie haag eine lange tradition von sehr sehr frühem skifahren. Momentan halt ich den rekord mit 3jahren mit der familie auf der piste mitzufahren.

Leider kann er die skis aber wegen mangelnder kleiderausrüstung im schnee noch nicht ausprobieren.041

 

03.01.09

wow, auch heute prächtigtes bilderbuchwetter, aber eisig kalt. Minus 10 grad!

Also mach ich los nach chur um nanuk endlich warm auszustatten. Da ich aber absolut keine lust auf Auto fahren habe, machen wir ein schönes reisli mit posti und rätischer bahn. Nanuk ist wie das wetter wie aus dem bilderbuch. Sitzt zufrieden im posti und schaut zum fenster raus. Auch im zug, kein „rumgestägere“.

Ich schaff es gerade noch ihm winterschuhe und moonboots zu kaufen und anzuprobieren, bevor er einschläft und dann fast den ganzen lädelinamitag zu verschlafen. Aber auch hier in chur ist es gar nicht einfach was zu finden schlussendlich lande ich dort wo ich angefangen habe und kaufe einen halt etwas teuren aber dafür passenden und funktionalen skianzug.

 

Mitten in der stadt habe ich noch conny eine kg-kollegin von wallisellen getroffen. Und welch gute nachricht, sie meinte ich hätte sicher keine probleme eine stelle zu finden, da es momentan plötzlich zu wenig kindergärtnerinnen hätte. Wow super, das hätt ich mir nicht geträumt, das gabs ja seit 30 jahren nicht mehr.

 

04.01.09

der grosse tag auf zwei brettern!

Nachdem wir nanuk schon mit tv-skirennen auf die praxis vorbereitet haben, (er hat nämlich an den skier überhaupt kein interesse gezeigt, nur an den stöcken die kennt er ja vom wandern, aber skifahrer hat er ja noch gar nie gesehen.) geht’s also los hinters haus.

 

Ich trample mit angezogenen zehen in den skischuhen meiner mutter mit ihren skiern eine piste und nehme nanuk zwischen die beine und starte die erste abfahrt. Nanuk quietscht vor freude und wir auch.

Bei den ersten eigenen gehversuchen landet er natürlich bald auf dem hosenboden. Aber ich denke auch hier wird ein bischen übung noch einen meister machen.

Da unsere wohnung momentan noch untervermietet ist, sind wir ja noch ein weilchen hier und nanuk kann noch üben soviel er will.

 

05.01.09

so, für viele von euch hat der alltag wieder begonnen und wir wünschen euch einen guten start und alles Gute für 2009! Wir werden morgen mal „schüch“ nach zürich schleichen, um auch uns grossen wintertauglich auszurüsten und so einiges aus unserem keller holen. Das wird bestimmt komisch in zürich zu sein. Hier oben fühlen wir uns eigentlich wie an einem weiteren etappenort aber halt sehr heimisch. In zürich zu sein wird aber bestimmt komisch. Mal schauen…vorerst ist das unsere Aussicht

 

 

Die Reisekurzzusammenfassung (von Stefan)

 

Die Fakten

 

5 Monate……11 Länder……15.000 km………2 Kontinente……2 Kulturkreise……

Temp. Min. – 7° C…Temp. Max. + 28° C…..Nordsee, Ostsee, Mittelmeer und Atlantik

Alpen, Pyrenäen und Atlas

 

Wir haben viel gesehen und viel erlebt! Es gab wie im richtigen Leben viele Facetten an Gefühlen und Erlebnissen. Doch wir würden wieder aufbrechen zu solch einer Reise und einiges anders machen. Damit alle die auch so ein Projekt planen etwas von unseren Erfahrungen profitieren können, schreibe ich einige Punkte mit Optimierungspotential auf.

 

Fahrzeugwahl

 

Der Elefant hat sich technisch bewährt. Sowohl auf Landstrassen, Autobahnen, Geröllpisten, im Schlamm, bei Flussdurchfahrten und im Sand war er stets gut zu fahren. Der Verbrauch lag zwischen 10,5 (Landstrasse) und 14,5 (schwieriges Gelände) Litern Diesel.

Der Innenausbau hat den Belastungen standgehalten und funktionierte tadellos. Durch die kompakten Abmessungen (wodurch er sehr wendig und geländegängig ist) hatten wir für eine Langzeitreise zu Dritt zu wenig Platz bzw. hätten wir ein anderes Raumkonzept benötigt. Optimal wäre eine Trennung von Schlaf- und Essbereich. Ideal wäre auch eine kleine Spielecke für Nanuk. Das tägliche Umbauen vom Schlaf- und Essbereich kostet Zeit und ist nicht immer einfach wenn Nanuk dabei noch mittendrin spielen will oder schon übermüdet ist. Deshalb würden wir für eine Langzeitreise ein Schlafhubdach montieren oder eine längere Ausführung des Basisfahrzeuges wählen. Ideal wäre ein Doppelkabine mit Wohnaufsatzkabine. Ich denke für 2 Personen ist der Elefant ideal für eine Reise um die Welt, doch mit Kind ist der Platz ein wenig zu knapp.

Wenn Marokko oder Länder mit teilweise niedrigem Standard bei Campingplätzen gewählt werden ist es wichtig eine Dusche zu haben. In Marokko funktionierten auf Campingplätzen teilweise die Duschen nicht richtig, hatten nur eiskaltes Wasser oder nur brühheisses unter teilweise verbesserungswürdigen hygienischen Verhältnissen.

 

„Das optimale Reisefahrzeug muss erst noch erfunden werden – ohne Kompromisse geht es nicht – sonst bleibe lieber zu hause – wenn das nicht so ein schlechter Kompromiss wäre“

 

Loblied auf den Elefant

Was hat er uns im Vorfeld doch Nerven und auch bares gekostet unser lieber Elefant. Da was kaputt und dort wieder was. Doch wir sind ihm treu geblieben obwohl oft wars auf der Kippe und das Vertrauen zu seiner Zuverlässigkeit hatte arg gelitten. Doch oh du lieber Elefant warst uns ein gutes, sicheres Zuhause, und liefst und liefst und liefst und läufst auch jetzt noch immer treu und zuverlässig. Motorhaubetätschel!!!

 

Reisezeit

 

Wir hatten viel schönes Wetter und Sonne, doch der Winter kam zu früh und zu heftig. Wir empfehlen die Reisezeit so zu wählen, dass es sicher noch warm ist auf der gesamten Reiseroute. Das macht es einfacher, da vor dem Auto ein grosses Wohn- und Spielzimmer ist.

Aufgrund des frühzeitigen Wintereinbruchs bzw. zum Saisonende hatten viele Campingplätze geschlossen, sodass wir Trinkwasser, Wäschewaschen, Duschen … selbst organisieren mussten. Nanuk hätte sicher auch mehr Spielkameraden gefunden, wenn mehr Reisende Familien unterwegs gewesen wären. Oft war es zum Reiseende hin in der Nacht und am Morgen sehr kalt.

 

Reiseorganisation

 

Der Unterschied zwischen Reisen und Ferien – dies können wir jetzt genau unterscheiden.

Reisen ist Abenteuer, jeden Tag neu organisieren, unter einfachen Verhältnissen leben, wenig Zeit zum Erholen und Entspannen. Viele Eindrücke und Erlebnisse.

Deshalb ist es wichtig immer wieder Ruheoasen anzufahren um sich dort neue Kraft zu holen.

Wir hatten  Camping- und Stellplätze wo wir uns zuhause gefühlt haben und länger blieben. Dies war auch für Nanuk wichtig, damit er richtig ausgelassen spielen konnte, sich „daheim“ fühlte und sich auskannte, evtl. sogar Freunde fand.

 

Wir würden mit Freunden oder befreundeten Familien zusammen reisen. Dies bringt unseres Erachtens zahlreiche Vorteile. Im Verbund lassen sich einsame Streckenabschnitte (Wüste…) sicherer befahren. Der Austausch der Eindrücke erfolgt mit mehreren Personen. Bei Problemen kann sich gegenseitig geholfen werden. Die Kinderbetreuung kann auch mal aufgeteilt werden. Die Kinder können miteinander spielen und voneinander lernen.

 

Ja, und der Nanuk? (Mirjams Pädagogischer Exkurs)

Da gabs ja so einige Kommentare und manchmal wohl auch nur Gedanken, welche nicht ausgesprochen wurden, als wir verkündeten, dass wir mit dem Kleinen losziehen, oder eben er mit uns mitkommen muss. Hier unser Fazit, wie wir es sehen, der Nanuk kann sich ja noch nicht in Worten äussern, doch sprechen wohl die Fotos auch Bände (es gibt kaum eins wo er nicht übers ganze Gesicht strahlt und lacht.)

 

Als erstes denken wir, hat er’s genossen soviel Zeit mit Mama und Papa zu verbringen. 5 Monate à 24 Stunden. Man könnte nun sagen, dadurch wird er ein Mamitit, aber wir haben festgestellt, dass er nun eigentlich viel offener auf andere Menschen zugeht. Der ständige Wechsel von Personen um uns herum hat ihn scheinbar gelernt auf diese zuzugehen und sich schnell wieder auf Andere einzustellen. Wobei er schon unterschied und  nicht alle waren in seiner Gunst.

Ebenso war es mit der Umgebung, klar ein Kind braucht Konstanz um Sicherheit und Halt zu haben, das würde ich sofort unterschreiben. Die Sicherheit und Konstanz waren wir Eltern die ständig da waren und der Elefant als konstantes Umfeld, hat sich nie geändert und war sehr überschaubar. Das ständig wechselnde Umfeld, Campingplätze, Ortschaften etc. hat er gut gemeistert, ich war oft erstaunt wie rasch er sich an einem neuen Ort auskannte und den Weg zb. Von der Dusche allein zum Auto fand.

Motorisch dünkt es mich hat er sehr profitiert, wir waren viel in der Natur und im Gelände unterwegs und  in Marokko gibt es keine ebenplanierte Strassen oder Plätze geschweige denn Spielplätze wo man nicht stolpern kann und falls doch auf weichen Fallschuztmatten landet. Schlaglöcher immer und überall, Bauschutt der keiner wegräumt etc. Auch gabs einiges zu überwinden in unserem Elefanten. Die Leiter am Eingang war nur der Anfang und die meisterte er schon in der ersten Woche. Ich kann nur sagen unser Nanuk ist nun mindestens so geländegängig wie unser Auto. J

Wo es ein bisschen mangelte und ich Nanuk ein grösseres Übungsfeld gewünscht hätte, das war der soziale Umgang mit anderen Kindern und auch ungefähr Gleichaltrigen. Da hat er noch einiges zu üben. Zb. Teilen, etc. Wie schon erwähnt waren hauptsächlich Rentner unterwegs und wir haben unser Bestes versucht Nanuk soviel Kontankt wie möglich zu Kindern zu ermöglichen. Wir hoffen er kann noch einiges  nachholen und üben wenn wir wieder in unserer Wohnung sind, wo die Nachbarschaft an Kindern ja stetig wächst. Hier im Dorf in den Bergen hats ja auch keine Kinder mehr, nur noch eine Handvoll Jugendliche.

 

Alles in Allem hat er sicher viel Profitiert und wenn er sich wohl später kaum aktiv an diese Zeit erinnern wird so hat es ihn sicher geprägt und ich kann mit gutem gewissen sagen es hat ihm nicht geschadet. Und die daheim hat er auch nicht vergessen die Momma war sogleich erkannt.

 

 

Das war  eine Auswahl unserer Verbesserungsvorschläge für eine Langzeitreise mit Kind.

 

 

So, wir geniessen jetzt die Zeit in den Bündner Bergen. Besuchen Ende Januar meine Familie in Deutschland und feiern den 40sten Geburtstag meiner Schwester. Im Februar sind wir erstmal wieder in den Bergen und wenn es klappt noch 3 Wochen irgendwo in der Wärme (Ferien ;-)). Ab vielleicht schon wieder in einen Job eingebunden, wer weiss?

 

Meldet Euch – wir würden Euch gerne alle mal wieder sehen!

 

Liebe Grüsse

Stefan Mirjam Nanuk und der Elefant

 30.11.08 agdz

neben uns auf dem camping hat es ein deutsch-marokanisches ehepaar, nora und max, mit denen wir  ins gespräch gekommen sind und wir machen für den Nachmittag ab um gemeinsam ins städchen zu fahren. (unser auto dient als wäscheleinenpfosten J).

Wir trinken in der stadt gemütlich minzetee an der sonne, wie sich das für marokko gehört. Danach gehen wir auf dem markt noch einkaufen 00 und kochen dann für max und nora einen feinen znacht. Nanuk geniesst es richtig wieder mal gäste zum essen zu haben.

Da max von nora arabisch unterricht bekommt, wird so einiges sprachliches besprochen. Ich versteh nicht mal bahnhof aber stefan kann einige fragen klären.

 

1.12.08

das erste kalendertörchen bescheerte uns herrliches sonnenscheinwetter. Nanuk genoss es nur im body mit einer grossen gelte voll wasser zu götschen.

Ich hatte mal wieder einiges zu tun mit wäsche etc. (reisehaushalt eben).

Zum zmittag waren wir bei nora und max im wohnwagen zu einem marokkanischen linseneintopf eingeladen. Nanuk fands super im „restaurant“ zu essen. Als wir vorgängig schon mal seinen teller rüberbrachten, konnte er es kaum noch erwarten bis wir endlich hingingen.

Zum zvieri waren wir dann noch zu „msimmen“essen eingeladen. Das ist hauchdünner pizzateig, clever gefaltet, dass es wie ein blätterteig wird und das ist man dann mit confi oder honig. Mmh sehr lecker, den znacht sparten wir uns, wir waren so satt. 013

Stefan und max gingen noch in den hamam und wir frauen quatschten etwas bei uns im auto, während nanuk in seinem bettchen schlief.

 

2.12.08

heute wars etwas windig, daher gingen max und nora nicht wie geplant mit ihrem schlauchboot auf die draa den fluss der hier durchfliesst. Stattdessen machten sie mit uns einen spaziergang zum fluss. Der weg direkte weg führte quer durch die palmenoase, das war gar nicht so einfach den weg durch dieses labyrinth zu finden, ohne quer durch die felder zu stampfen. Dafür wars angenehm ruhig, keine händler die einem unbedingt zum tee also zum etwas kaufen überreden wollen. (das kann mit der zeit ganz schön nerven.). 02a 02b

wir spazierten gemütlich etwas dem fluss entlang, der für diese jahreszeit aussergewöhnlich viel wasser führt, und wieder zurück zur oase. Hier waren einige bauern gerade beim dattel ernten und max kaufte gleich ein paar kilo.

Nanuk durfte eine runde mit dem maultierkarren fahren, mit dem sie später die ernte in die stadt bringen. Das gefiel ihm natürlich sehr. 032

Zurück auf dem camping assen wir einen kleinen zmittag und dann fuhr ich mit nora und max in die stadt, ich wollte nämlich endlich mal aufs internet. Ich ging also ins cybercafe und sie ins restaurant. Dort wollten wir uns wieder treffen oder falls sie eher fertig waren würden sie mich im netcafe holen. Als ich zurück zum restaurant ging, waren sie nicht dort. Ich nahm an, dass sie noch was einkaufen gingen und tat dies daher auch. Also ich aus dem markt kam, sah ich gerade noch wie sie mit dem auto zurück zum camping fuhren. Es blieb mir nun also nichts anderes überig als zu laufen. Kein problem, doch hätt ich das vorher gewusst hätt ich vielleicht ein paar kilo gemüse weniger gekauft.

Als ich nach einer halben stunde marsch auf dem camping ankam, war nanuk gerade dabei dem „bauarbeiter“ zu helfen, alle schlaglöcher mit schutt zu füllen. Als ich wegfuhr hatte er geweint und nun beachtete er mich vor lauter arbeit gar nicht. 😉

 

3.12.08

heute wollen nora und max ihre 2.bootstour auf dem fluss machen. Stefan hat ihnen angeboten, sie hinzufahren und auch wieder abzuholen. Also fuhren wir sie mit ihrem auto zu einer geeigneten einstiegsstelle. Wir waren kaum angekommen, da kamen schon die ersten „gaffer“ und es wurden noch einige mehr. Schon lustig, wie neugierig die leute hier sind. Und sie genieren sich dann auch nicht richtig zu gucken. Sie kommen stellen sich neben dich und schauen ganz genau was du machst. Bei uns würde man aus der ferne und halb versteckt mal schauen was da vor sich geht. Hier stehen sie einem fast auf die füsse. J 03a

als dann das boot endlich aufgepumpt und max und nora davonpaddelten, hätte ich grosse lust gehabt auch auf dem fluss dahinzupaddeln. (das war vor fast einer ewigkeit, 14 jahren in  schweden doch auch so toll. Christian du erinnerst dich?!) die zwei paddelten also davon und wir mit ihrem auto zurück auf den camping für Mittagessen und etwas wäsche machen und dann wars auch schon wieder zeit, die beiden abzuholen.wir sind einfach mal flussabwärts gefahren und schauten immer wenn der fluss von der strasse sichtbar war, ob wir die beiden sehen. Und tatsächlich entdeckten wir die zwei und fuhren noch weiter bis zu einer geeigneten ausstiegsstelle.

Auf dem rückweg hat stefan unter fachkundigerberatung von nora uns noch einen taginetopf gekauft. Welchen wir fürs abendessen gleich einweihten.

Stefan ging wieder mit max ins hamam und wir frauen quatschten

 

4.12.08

heute war wochenmarkt im dorf und wir fuhren mit max und nora bis ins dorf wo sie uns absetzen, da sie für erledigungen nach ourzazate fuhren. Der markt war etwas ausserhalb und wir spazierten gemütlich dorthin.

Nanuk hatte grossen plausch an all den eseln, welche rund um den marktplatz parkiert waren und darauf warteten, dass sie abends mit schwer bepackten taschen oder den karren wieder heimwärts ziehen  können. Auch gabs viele ziegen und vor allem schafe (bald ist das hammelfest) zu bestaunen. Und er sagte kräftig „määää“. 041

Beim gemüseeinkauf half er auch kräftig mit und bekam überall eine clementine oder eine banane geschenkt.

Wir hatten ordentlich grünfutter eingekauft und waren extrem beladen und wollten daher ein taxi ins dorf nehmen. Aber leider war keines auzutreiben. Also liefen wir mal bis ins dorf. Aber auch dort schienen die taxis mangelware oder man bekam nur horrendteure angebote. Wir liefen mal in richtung camping aber noch immer we it und breit nichts von taxis. Stefan hatte kaum noch blut in den fingern, da die unpraktischen plastiktüten so einschnitten, als wir einen hübschen eselkarren erspähten. Wir fragten ob er uns zum camping fahren könne. der lief schnell weg und holte seinen chef, der freute sich riesig als er stefan sah und fuhr uns gerne. Es war nämlich der bademeister vom hamam, der sowieso grad zurück wollte. (der hamam ist gleich neben dem camping).

Nanuk fand die fahrt super. Wir wurden bis direkt vor unser auto gefahren und nanuk fing an zu weinen als der karren wieder wegfuhr.

Als nora zurückkam, waren dann wir frauenn mal an der reihe für den hamam. Es gibt hier nämlich nur einen und so sind morgens und abends die männer dran, und nachmittags die frauen.

Nanuk kam natürlich auch mit. Es ist nämlich so üblich, dass die buben bis ca. 6 jahre mit den müttern mitgehen.

Also der hamam ist nicht so luxuriös und nicht zu vergleichen mit dem in zürich, aber dafür ist das wasser schön heiss im gegensatz zu den laukalten duschen auf dem camping ist das ein traum.

Mit nora als marokkanerin dabei hatte ich meine persönliche fremdenführerin und so konnte sie mir alles zeigen, wie man das so macht.

Also als erstes zieht man sich in der umkleideraum aus, nur nicht die unterhose, schliesslich sind wir in einem muslimischen land. Dann schnappt man sich einige eimer und holt sich im hintersten, also  3. raum wasser, dass brühend heiss aus der leitung kommt. Dieses mischt man mit wasser vom kaltwasserhahn bis es eine erträgliche temperatur hat.

So füllt man sich einige eimer und installiert sich in einem der räume. (wobei je nach entfernung zum heissen wassertrog die temperatur natürlich kühler oder heisser ist.) wir entschieden uns für die goldene mitte.

Als erstes spülten wir den boden mit einem eimer brühend heissem wasser, damit der auch ja sauber ist. (den anschein macht er nicht, und die büschel haare, welche die frauen nach der intimrasur hinterlassen hatten sind auch nicht so einladend. L )

Aber nora ist natürlich ausgerüstet und hatt eine gummimatte wo wir uns draufsetzen können.

Nun wird ordendlich eingeseift und geschruppt (vorzugsweise mit einem peelinghandschuh) und dann mit wasser, dass man mit kleinen beckeli aus den kübeln schöpft, abgespühlt.

Nanuk hab ich seine badegelte mitgenommen und mit warmem wasser gefültt und neben uns gestellt, wo er zufrieden götschte.

 

Als wir zurückkamen war die tagine fertig und nach dem znacht gingen wir alle so richtig schön sauber und müde ins bett.

 

5.12.08

nora und max haben uns eingeladen, mit ihnen im ihrem schlauchboot eine tour auf dem fluss zu machen. Bevor wir losfuhren überprüfte unser mechaniker noch den ölstand. 04x1

Wir fuhren also mit beiden autos zur ausstiegsstelle, parkten dort unseren elefant und fuhren alle flussaufwärts zur einstiegsstelle. Nanuk hat diesmal im gegensatz zu östreich zu beginn unserer reise, nicht reklamiert als er die schwimmweste anziehen musste. Freudestrahlend stieg er ins boot. Stefan war vorne der (motor)paddler, max hinten der steuerpaddler und nora und ich übernahmen das fotografieren und nanuk beaufsichtigen in der mitte.

Es war toll so die landschaft an einem vorbeiziehen zu lassen. Man sieht zwar nicht viel mehr als vom auto auf der strasse, dafür ist man absolut allein und an der ruhe und allein. (abgesehen von ein paar waschfrauen, welche ihre wäsche waschen.) auch wenn einem hier nämlich jemand entdecken würde und zu einem tee oder teppichhandel einladen wollen würde, so hätte er keine chance und würde einem in ruhe lassen, da sie ja nicht schwimmen können . und so hat man hier wirklich seine ruhe.

Es war eine super tolle fahrt nanuk hats mega spass gemacht und uns auch. Vielen vielen dank max und nora! 051

 

6.12.08

heute haben wir als erstes nach dem frühstück mal den onkel fabian angerufen und zum geburtstag gratuliert. Nanuk hat lange geplaudert und geplappert, verstanden hat zwar niemand was, aber es war mega süss.

Gegen Mittag bin ich mit nanuk im kinderwagen los in die stadt spaziert um einige einkäufe zu tätigen.  Hui wir sind wohl nun definitv das stadtgespräch mit unserem veloanhängerwagen, sowas haben die hier noch nicht gesehen.

Nach getaner arbeit auf dem gemüsemarkt, liess ich mich doch tatsächlich wieder von einem tuaregg bequatschen und eh ich michs versah sass ich in seinem laden zum tee. Nanuk war voll begeistert von den kleinen kamelen und spielte freudig damit. Der händler machte mit und so veranstalteten sie ein kamelrennen durch den laden, während wir auf den tee warteten. 061

Als dieser dann fertig war, ging der handel los und er zeigte mir allerlei tuareggschmuck. Sobald er mir ein stück jedoch hinlegte, schnappte sich nanuk dieses und versorgte es sogleich wieder in der schatulle wo der händler es zuvor rausgeholt hatte. also versuchte der händler sein glück mit turbantüchern und wickelte nanuk einen turban.071

 Da wir in der schweiz ja aber eher selten sandstürme haben brauchen wir so ein ding ja nicht. Doch kam mir in den sinn, dass es eigentlich genau die richtige grösse für unsere küchengestell hätte, wo wir schon lange ein tuch vorne hinspannen wollten. Also wollte ich den preis wissen und dann natürlich ordentlich handeln. Jaja nichts zu machen, es wäre schon ein freundschaftspreis, bla bla.. ok ich hab bestimmt zuviel bezahlt aber was solls. Ich will also gerade gehen, da drückt doch ein anderer typ dem nanuk ein kästchen in die hand, wo eine schlange rausspringt, wenn man es öffnet. Das findet er natürlich toll und will es nun nicht mehr hergeben. Ich erklär nanuk lang und breit, dass es dem mann gehört und er es dalassen muss. Der kleine eisbär stellt sich aber stur, schliesslich hat er ja bis jetzt erfahren, dass ihm die leute die dinge immer schenken, wenn er sich stur stellt. Aber oho, nanuk kennt scheinbar die geschäftstüchtigkeit von den tuaregg noch nicht. Der nennt mir nämlich sofort den preis und beendet den satz, dass die kinder doch das wertvollste der welt seien. Ich erklär also nanuk nochmals auf französisch, damits der tuaregg auch versteht, das wir das nicht brauchen, da er ja genug spielsachen hätte und es sowieso viel zu teuer sei. Der  tuaregg wiederum meint dass man doch den kindern ihre wünsche erfüllen müsse und ich erkläre ihm, dass nanuk es wolle, weil er überall etwas geschenkt bekäme und er nun denkt hier sei es auch so. er müsse aber lernen, dass das nicht immer so ist. Nun lässt sich auch das tuareggherz etwas erweichen und er halbiert den preis, natürlich nur mit der randbemerkung, dass er nun gewaltig drauflege und nichts mehr daran verdiene aber nanuk sei ja so ein süsser kerl. Also gut dann bezahlt ich halt den sicher immer noch zu hohen preis und nanuk kriegt eine schlangenschatulle statt tirggel, zimmetstern und griiitibenz vom samichlaus der dieses jahr ausnahmsweise in blau als tuaregg verkleidet ist. J

Nun mussten wir nur noch datteln kaufen um unsere mission zu erfüllen. Ich probiere mich wacker durchs sortiment und fang dann tüchtig an zu märten. Bei 25.- dirham pro kilo schlag ich zu, da  ich stolz bin einen solchen preis bekommen zu haben ich dachte nämlich gestern hätten wir 30.—bezahlt.

Zurück auf dem camping sagt mir stefan dann, dass wir gestern nur 15.- bezahlt hätten und ein anderer auf dem camping sagt uns, dass also datteln nicht mehr als 10.- kosten dürfen. Tja, wenn frauen shoppen gehen, dann wird’s teuer! J J J

(liebe anne-c. heute abend hab ich dein mail gelesen mit euren erfahrungen mit den preisen in indien. Ich musste herzhaft lachen, ich weiss genau was du meinst.)

 

0812.08

heute morgen wachte ich mit kopfschmerzen auf und bis zum frühstück entwickelte sich das zu ner migräne wie ich’s schon seit 10jahren nicht mehr hatte.

stefan richtete mir die hängematte an einem ruhigen plätzchen in der oase ein und so konnte ich ein halbes stündchen ausruhen, dann kam aber nanuk wieder, er kann halt nicht mehr ohne mama sein. (die ist ja immer da!)

damit ich aber trotzdem etwas ruhe hatte, machte stefan sein velo und den anhänger für nanuk bereit und ging mit harald (campingnachbar) los zu einer velotour zum wasserfall.081

So konnte ich einen erholsamen, ruhigen Nachmittag verbringen und meine kopfschmerzen lösten sich auch schon bald auf. (dank den homöopathischen kügeli).

Als die männer später zufrieden aber völlig eingestaubt zurückkamen, erzählten sie von einem tollen ausflug, aber bis zum wasserfall hätten sie es nicht geschafft. Janu.

Ich machte nochmals los mit nanuk in den hamam. Die berberinnen schauten schon etwas ab uns 2 bleichgesichtern, doch wir taten nichts dergleichen, wussten wir ja jetzt wie alles funktioniert und so wars toll und wir wieder sauber.

 

09.12.08

heute ist „leyk kebir“ oder auch hammelfest, der höchste feiertag im islam. Von gaelle der französischen frau vom campingplatz, wurden wir eingeladen, zu ihnen in die kasbah zu kommen und dem beizuwohnen.

Wir kramten also einige luftballons für die kinder hervor und opferten unsere letzte lindtschokolade als gastgeschenke.

Die marokkanischen frauen waren alle in glitzernden kleidern und die männer in schönen hellen djelabas gekleidet. Die mädchen hatten weisse rüschenröcken wie wir sie von italienischen 1.kommunionen kennen und die buben hatten einfach sonst neue kleider an. Gaelle erklärte uns, dass die kinder zu diesem fest von den verwandten neue kleider geschekt kriegen und die kinder diese dann gleich anziehen.

Zuerst gabs kuchen und tee im salon und nanuk spielte derweil im hof mit den jungs fussball. Ich glaub es endete marokko 0:0 schweiz (sie hatten ja auch keine tore) J. 091

Als dann der metzger kam und die 3 hammel in den garten zum schlachten geführt wurden, ging ich mit nanuk spazieren, das wollten wir ihm nicht zeigen.

Nanuk schlief im wägeli schnell ein und so sah ich noch wie sie den letzten hammel töteten. Ich wollte es eigentlich nicht sehen, aber nun fand ich’s gar nicht so schlecht, ich hatte es mir nämlich viel schlimmer vorgestellt. Aber trotzdem find ich’s schon krass, wenn man da diesen lebendigen hammel sieht und dann murgs und tot ist er nur damit man fleisch essen kann.

Vom tier wird alles verwertet, von den innereien bis zum fell und auch beim kopf werden die haare über dem feuer abgebrannt und dann kommt er in die suppe. En guete!101 10a

An den 3 hammeln wird die familie die nächsten wochen zu essen haben. Den ersten happen gabs heute aber für uns gabs reis.

 

11.12.08 agdz à zagora

so heute verlassen wir also unser liebes agdz. Bis wir parat sind ist es 14uhr und wir nehmen christian den deutschen fotografen mit, der hier ein zimmer in der kasbah hat. Er will in zagora nämlich in ein museum.

Die fahrt dauerte aber länger als wir dachten, es war ein ziemliches gegurcke durch all die ortschaften und so ist es bereist 16uhr bis wir beim museum vor zagora ankommen. Wir setzten also christian ab und hoffen fest er hat noch eine rückfahrgelegenheit gefunden. Für alle fälle haben wir ihm den namen unseres campingplatzes gegeben.

Als wir beim camping ankamen, wies uns der wächter in einen platz mit besonders viel sonne zu, wir waren gerade am parken, da hupte es hiner uns —max und nora— nun kommt uns auch der wohnwagen neben uns bekannt vor. So trifft man sich wieder!

 

12.12.08 zagoraà m’hamid

so heute wollen wir unser grosses wüsentour projekt in angriff nehmen. Darum erst mal vorräte auffüllen in der stadt. Aber oh mann schon beim 2. stand bin ich total abgenervt, das ständige handeln um die preise und dann doch immer das gefühl zu haben unter dem hämischen blick des verkäufers, dass es immer noch zuviel ist nervt langsam richtig! Stefan hat heute aber einen super tag und er ist besonders lieb zu mir und so fange ich mich auch bald wieder. J

wir fahren also weiter nach m’hamid, vonwo wir durch die wüste über eine piste bis nach fumzguid fahren wollen.

Auf dem weg kommt uns harald von der velotour entgegen, er meint die leute in mhamid seien das schlimmste an aufdringlichkeit, dass er je erlebt habe und er hätte nun genug von marokko und mache los nördlich nach spanien. Oha, da  hat wohl noch einer einen schlechten tag.

Nun gut wir fahren weiter und lassen uns schlauerweise auf dem campingplatz eines holländers kurz vor m’hamid nieder. Wir geniessen die vollkommene ruhe, denn wir sind die einzigen gäste. (seit 2 wochen, scheinbar ist dieses jahr kaum was los. Haben wir auch schon gemerkt, scheinbar wirkt sich die finanzkrise doch aus).

 

13.12.08

s’gotti von nanuk hat heute geburtstag, darum rufen wir gleich nach dem aufstehen in die schweiz an und wecken sie mit eisbärengeplauder. Sie freut sich sehr und wir uns noch mehr J.

 

Da es hier so schön ruhig ist, beschliessen wir noch einen tag hierzubleiben und so geniessen wir die sonne, nanuk den endlos sandkasten rundumunsherum.

 

14.12.08 m’hamidàirgendwo in der wüste an der grenze zu algerien

wir kamen früh los und merkten nichts von den angeblich mühsamen bevölkerung in m’hamid. Aber wir liessen ihnen auch keine chance und sind ohne die geschwindigkeit zu reduzieren durchgefahren und direkt in die wüste.

Auf den ersten passagen hatte es viele kleine sanddünen. Es ist toll auf sand zu fahren, so schön weich, etwa wie mit dem snowboard im tiefschnee. Auch nanuk hats gefallen. 112

Wir werden von einem marokkanischen offroader überholt, der später wierder anhält und als wir aufholen, steht ein europäer mit filmkamera neben dem auto und filmt uns im vorbeifahren. Das macht er noch 2mal, keine ahnung was das soll entweder es war doch kein europäer und er wollte uns dann nacher den film verkaufen, oder wir kommen dann doch mal noch im fernsehen. Haltet also ausschau nach dem roten elefant bei der nächsten reisesendung.

Als wir Mittagsrast machen, merken wir, dass es nanuk nicht so gut geht und er fieber hat. Während wir essen kommt auch immer mehr wind auf und wir beschliessen nicht in den erg, also die grossen sanddünen, zu fahren sondern den anderen weg durch die steinwüste zu nehmen.  121

Das entpuppt sich als weiser entscheid, denn bei dem vielen wind der dann noch aufkam, hätten wir wohl nichts mehr gesehen im sand.

Aber auch auf diesem weg ist die landschaft wunderschön und einsam. Bei unsersem nachtlager, stellen wir uns in den schutz eines berges doch als wir in der nacht erwachen, ist der wind so stark geworden, dass es den elefant mächtig hinundherschaukelt. Unsere velos werden wohl am heck gerade sandgestrahlt.

 

15.12.08 wüsteàfoum zguidà tata

 als wir heute morgen aufwachten, stellen wir fest, dass wohl auch die dichteste seite unseres autos, welche wir wohlweislich in den wind gestellt haben, nicht ganz dicht war. Nanuk kann heute also schon im bett sändelen. 😉

auch geht’s ihm wieder besser und sein fieber ist weg.

Wir fahren wieder viel geholper und als wir dann endlich in der zivilisation zurück sind, also in foum zguid, ist mein popo  ganz froh, mal wieder eine geteerte strasse unter den rädern zu haben, obwohl die landschaft natürlich unvergleichlich schön war.

Foum zguid lädt nicht zum verweilen ein und so fahren wir gleich weiter nach tata. Auf dem weg dorthin ist die landschaft auch wunderschön. Komisch dass wir das noch von niemand gehört haben.

In tata auf dem camping sind wir umgeben von französischen rentnern in hymermobilen :-­­{

Abends hat nanuk grosse mühe beim einschlafen und nachts schläft er auch sehr schlecht.

 

16.12.08

als wir morgens erwachen hat nanuk wieder hohes fieber und einen komischen ausschlag im gesicht. Nach kontaktieren verschiedener bücher, nehmen wir an es sind die röteln. Zudem hat er vermutlich noch eine blasenentzündung.

Wir beschliessen daher hier zu bleiben bis er ganz gesund ist. (auch soll es hier für den notfall ein sehr gutes spital haben.)

Im verlauf des tages geht es nanuk immer besser und auch sein ausschlag verschwindet wieder. War wohl falscher alarm. Oder nanuk ist ein schnellheiler 😉

 

17.12.08

nanuk ist wieder komplett gesund und munter. Dafür erwacht stefan mit gliederschmerzen wir entschliessen uns aber trotzdem zur weiterfahrt. Nachdem wir abreisefertig sind gehe ich mit  nanuk noch schnell orangen kaufen gehe. Als wir zurückkommen liegt stefan fiebrig im auto. Also nichts mit abreisen. Ich richte ihm vorne auf den fahrsitzen ein bett ein, damit er wenigstens etwas ruhe von uns hat.

 

20.12.08

puh das waren lange tage für mich und wohl auch für stefan. Mit hohem fieber lag er die ganze zeit in seinem „krankenzimmer“ während ich mit nanuk den reisealltag managte.

Heute fühlt er sich aber viel besser und wir fahren weiter.

Doch schon am Mittag fühlt sich stefan wieder schlecht und die weiterreise wird sehr anstrengend.

Gegen abend finden wir 15km ausserhalb von agadir eine maison dhaute mit campingmöglichkeit. Alles ist extrem schön gemacht und sauber. (wird von franzosen geführt.)

Damit stefan in ruhe mal schlafen kann, nimmt er sich ein zimmer und ich und nanuk schlafen im elefant. (hui endlich mal platz zum drehen im bett 😉 )

 

21.12.08 nähe agadir

stefan konnte nicht schlafen dafür haben wir alle die luxusdusche in seinem zimmer genossen. hach es ist schon etwas tolles, so ein satter wasserstrahl, heisses wassser das nie endet. Dazu in einer sauberen umgebung wo man keine badelatschen tragen muss und auch die frischen kleider  mangels ablagefläche nicht nass werden. Also was ich neben euch liebenn freunden und verwandten am meisten vermisse, ist unser bett, die badewanne und die waschmaschine. Wenn’s grad mal wieder sch…wetter ist bei euch und ihr neidisch an uns denkt, dann geniesst doch ein heisses bad, lasst in der zeit eure wäsche von der maschine waschen und legt euch anschliessend in euer weiches bett, dass immer und jederzeit bereitsteht und ihr nicht vorher aufbauen müsst. J

 

da stefan noch immer fieber und kopfschmerzen hat,bleiben wir hier und er behält das zimmer, dass er mal richtig ruhe zum genesen hat. Nanuk und ich kruschen so vor uns hin und kümmern uns fürsorglich um den papa.

 

Dabei entdecken wir noch einen langvermissten kameraden. Baldingers hausmonster war schon ewig verschollen und tauchte hier an einem nomadenzelt wieder auf. Ist wohl in der wüste mit einer karawane abgehauen und hat uns wieder eingeholt. 133

 

23.12.08

so, stefan hat 3 tage und nächte im bett in seinem zimmer mit luxuriösheisser dusche verbracht hat, fühlt er sich heute morgen besser, so dass wir weiterfahren. Wir  schaffen es bis marakesch, wo wir auf den nicht hübschen campingplatz gehen. Hier hat es eine deutsche familie mit 3 kindern in einem vw-bus. Wir stauenen wie die das mit dem platz schaffen.

24.12.08 heiligabend

nanuk hat sich gleich mit den buben vom deutschen vwbus angefreundet und mit ihnen fussballgespielt. Die jungs waren auch ganz angetan von ihm, heben sie doch einen nachbar der genauso heisst. Sie zeigten ihm dann noch wo es einen grossen sandhaufen hat und dann haben alle friedlich „gesändelet“. Ich durfte sogar zurück zum auot und nauk blieb friedlich dort.

Doch den heiligabend wollten wir nicht an enem so trostlosen platz nahe der schnellstrasse verbringen und so gings schon bald wieder weiter.

Wir sind alles autobahn gefahren, die ist hier super und nach all den schlaglochstrassen ein traum.  Gegen 18uhr finden wir in moulay bousselham einen campingplatz.

Ich bereite das festmahl vor, währen stefan mit nanuk etwas spazieren geht. Die jungs kommen dann mit einem „bürdeli“ holz zurück und entfachen ein lagerfeuer. (tannenbaum und adventskranz haben wir ja nicht.).

Das essen hab ich auch schon fertig und heute gibt’s sogar tischdecke und servietten. (also turbantuch und zewawischundweg, man nimmt was man hat. Maria und josef gings ja nicht besser. J )

Nach dem essen darf nanuk seine geschenke auspacken, stefan und ich haben unsere ja schon längst bekommen. Nanuk freut sich sehr  über  sein bilderbuch von den tieren aus der polargegend und seinen tierstickern. (ganz bescheiden, aber die freude  ist riesig.) 141 14a

Nachdem wir nanuk ins bett gebracht haben sitzen stefan und ich noch ein ganzes weilchen am feuer und geniessen so unseren lodernden weihnachtsbaum.

marokko, 1.etappe

im rifgebirge

13.11.08

nachdem gestern wäscheabhol und erledigungstag war, geht es heute los nach afrika!

Also alles zusammenpacken und noch einige vorräte einkaufen. Natürlich müssen auch alle wasserkanister wieder mit trinkwasser (welches wir nicht trinken,dafür kaufen wir mineralwasser) aufgefüllt werden. Laurent weiss da ein plätzchen am strand wo man dies kostenlos tun kann. Nach dem Mittagessen fahren wir also los nach algeciras, dort soll der günstigste fährtarif sein. Na ja, soviel günstiger wars nun auch nicht, aber janu. Um 16:30 fahren wir auf die fähre, wären allerdings fast nochmals raus aus dem hafen gefahren, da uns die hafenpolizistin in die falsche richtung gewunken hat. Zum glück sind wir mit unserem auto sehr auffällig und der typ vom billetschalter hat dann ganz aufgeregt in die andere richtung gewunken.

Als wir in ceuta von bord gehen sind wir geografisch gesehen schon in afrika, politisch aber noch in spanien. Zollfrei, darum wird der dieseltank nochmals randvoll gemacht. (bei unserer abfahrt dachten wir, dass wir wegen des ständig steigenden dieselpreises wohl nicht so lang wie geplant unterwegs sein können. Un d nun ist er widererwarten stetig gesunken. J ).

Nun aber hopp über die grenze nach marokko. Das hopp ist aber ein flopp. Laurent und stefan müssen ewig warten bei dem schalter für formalitäten. Aller drängeln und ständig werden andere vorgewunken. (da waren wohl einige euros unter den pass gelegt worden!) 2stunden später, es ist längst dunkel haben auch wir es geschafft.

Auf direktem weg fahren wir der küste entlang nach martil, kurz vor tetuan, auch den campingplatz, wo wir alle obwohl es schon sehr spät ist im restaurant eine feine tagine (gemüseschmortopf) essen gehen. Nanuk benimmt sich vorzügliche obwohl er eigentlich todmüde sein müsste.

 

14.11.08

stefan kommt happy von den duschen zurück. Das wasser ist schön heiss. Juhee, freudig mache auch ich mich auf den weg, mal wieder den dreck loszuwerden. Aber ohweh. Die marokkaner sind nicht gerade zimperlich mit ihren frauen. Von 10 duschen hat nur eine einen warmwasserhahn, und dieser funktioniert nicht! Pah, da geh ich doch frech zu den männern rüber!

Als ich zurückkomme kommt mir gerade ein angestellter mit dem rasenmäher entgegen. Christoph, das wär doch was für deine nachbarn. Der macht zwar auch ab und zu ein geräusch, doch lässt sich das mähäää ziemlich gut aushalten finden wir. J 01

Nach grosser wäsche (von hand) sind wir alle mit dem weissen iveco (die haben noch 3 zusätzliche sitzplätze am tisch, rückwärts zur fahrrichtung eingetragen) in die stadt nach tetouan.

An einer grossen kreuzung werden wir von einem marokkaner heftig bewunken und er rennt uns nach. (der muss gute augen haben und das nummernschild gelesen, denn sonst fällt laurents auto in marokko nicht auf. J ). Er will uns zum parkplatz füren.. doch das tor des platzes ist zu niedrig, da  laurent ja noch das beiboot, die fahrräder und das surfbrett auf dem dach hat. Also weiter zum nächsten platz. Irgendwann ist der marokkaner aber zu müde um uns vorauszurennen und er springt einfach rein und quetscht sich zwischen virginie und den kindersitz von zephyr und lotzt uns zum nächsten parkplatz.

Nanuk schläft noch aber das ist kein problem, denn stefan und laurent müssen erst die scheibe an der fahrertür reparieren. Als laurent diese nämlich beim zuschliesen hochkurbeln will, klappt das nicht mehr. Als dann alle wach und fertig repariert ist, und der marokkaner nicht müde geworden ist sich uns als guide anzubieten gehen wir los in die medina. (altstadt).

Mehrmals viersichern wir dem guide, dass wir ihn nicht brauchen und auch nicht wollen doch er bleibt. Wir geben nach und denken uns; behalten wir diesen, haben wir ruhe von den anderen! J

Er verspricht uns einiges was er uns zeigen will. Schlussendlich sind wir im haus eines teppichhändlers gelandet, der uns aber netterweise auf seine terasse bringt wo wir eine tolle aussicht geniesen und nur einmal fragt ob wir einen teppich möchten. Beim kräutermann werden uns einige sachen gezeigt und wie in einer show angepriesen. Der typ war glaub ich mal zauberer oder so, war sehr witzig wie er das gemacht hat.02

 Schlussendlich waren wir überall nur nicht dort wo wir eigentlich hinwollten. Aber wir hatten ruhe von guides welche sich uns anpreisen wollten. J

 

Zurück auf dem camping steht für nanuk noch baden auf dem programm. Er hat nun seine eigene badewanne.031

 

Während ich am abend nanuk ins bett bringe, bespricht stefan mit laurent die weiteren pläne. Es sieht so aus als würden sie es schön finden, wenn wir bis nach senegal mitkämen. Stefan meint dort könnte man unser auto nach hamburg verschiffen wir wären dann aber einiges früher als geplant wieder zuhause.

Mich reizt momentan aber weder mauretanien noch senegal. Sowieso haben wir ja im februar ein date mit meinen eltern in marokko. Also ich denke wohl eher nicht.

 

15.11.08

der plan war nach chefchouen zu fahren und unterwegs in oued laou, wo heute souk (also markt) ist einzukaufen. Aber es kam so:

die route der küste entlang war super. Wunderbar und unverbaut, aber oje die ersten grossen bautafeln und bagger für so richtig grässliche bunker stehen schon. In 10 jahren ists hier wohl so schlimm wie überall am meer wos mal sooo schön und idyllisch war. 04

Die strasse ist nicht so toll, darum dauert es etwas länger bis wir in oued laou ankommen und die händler packen schon wieder ein. Er reicht geradenoch für den kauf von oliven (juhuuu, endlich. Wie lange haben wir uns doch auf die  besten oliven der welt gewartet!) und einen teppich für den aussenbereich von unseren nachbarn.

Nach ca. 10km entschliessen wir uns bei einem parkplatz in der nähe der strasse zu nächtigen, da es schon bald dunkel wird und der weg nach chefchouen sehr weit.

 

16.11.08

heute ist Sonntag, doch die buben müssen auch heute ihre schulstunde abhalten, dass sie mit dem stoff durchkommen. ich bin gerade am rumkruschen im auto, da kommt stefan der draussen ein ruhiges plätzchen suchen wollte um etwas arabisch zu büffeln, humpelnd zum auto.anscheinend ist er am hang ausgerutsch, als er nanuk beim aufstehen helfen wollte und hat sich dabei sehr heftig das knie an einem stein aufgeschlagen. Virginie und ich verarzten ihn. Dabei staunt virginie nicht schlecht über das viele material das stefan dabei hat. Sie meint, wir seien ja nun wirklich gut versorgt. Im weissen iveco eine ärztin (sie) und im roten iveco stefan als rettungsanitäter. (dazu noch laurent und ich, welche immer alles besser wissen J ).

Es sah schlimmer aus als es war. Doch fahre heute trotzdem ich, damit stefan sich etwas ausruhen kann. Weit kommen wir allerdings nicht. Das liegt aber nicht an meinem fahrstil sondern wir entdecken schon nach ca. 16km dass es an den felsen entlang der strasse kletterrouten hat. Wir halten, holen unsere sachen und klettern. Es kommen auch gleich einige männer aus dem dorf, die hier scheinbar das klettern etwas organisieren und informieren uns, wo man hier überall klettern kann.05

Als timothey dann nach laurent, virginie und mir eine route klettern will, fallen plötzlich steine runter. Es ist aber kein steinschlag wie sich herausstellt, sondern die ziegen, welche oben auf dem fels sich ziemlich weit vorwagen. Wir warten, doch die gräser dort scheinen sehr zum verweilen einzuladen. Also essen auch wir zmittag..als die ziegen und wir fertig sind, klettern wir noch etwas und gehen dann in abdullahs (der kletterfritz) restaurant vorbei. Er hat hier die klettersache und laut einem anderen auch die drogen in der hand. (davon wollen wir allerdings nichts wissen.) man wird hier sehr oft angesporchen ob man nicht hasch kaufen will. Aber wenn man klar verneint ist es kein problem und man wird in ruhe gelassen. In abdullahs restaurant ist gerade alles im umbau, daher trinken wir nur einen tee und wollen einen anderen platz suchen. Abdullah empfiehlt uns einen platz am see. Und da wir ja nun unter seinem schutz stehen haben wir keine bedenken dort wild zu campen. So  ist es auch und wir geniessen eine sternenklare nacht. Nanuks kommentar zum sternenhimmel war: „waaaaoooouuuuu“!

 

17.11.08

wir bleiben etwas länger liegen und bis wir aufstehen sind die weissen ivecos schon alle frisch gebadet vom fluss zurück. (puh also das wäre mir zu kalt und mit all den dörfern drumrum wohl auch etwas zu dreckig. Aber bon, jeder wie er will.)

da es hier wohl noch 2std dauern wird bis die sonne kommt wollen wir ein schönes plätzchen an der sonne suchen.

Wir parken in der nähe von der strasse bei ein paar häusern und wollen eigentlich zum kleterfelsen der aussieht wie ein gesicht. 06

Die weissen ivecos gehen voraus, sie hatten nämlich nicht nur gebadet sondern auch schon gefrühstückt. (die haben uns heute also einiges voraus.) wir frühstücken, während einige kinder um die autos schleichen. Ein ganz frecher haut ans auto und verlangt geld, velos oder stylos. Wir geben weder das eine noch das andere. Ich würde den kindern ja gerne etwas geben, ich hab ja wirklich mehr als genug von allem im vergleich mit ihnen. Doch denke ich, dass das ständige verteilen von dingen auch nicht die lösung sein kann. Nun erwarten sie von jedem der kommt, dass sie selbstverständlich etwas kriegen. Die jungs werden immer frecher und als wir auch zum kletterfelsen gehen, lassen wir das auto nicht mit einem guten gefühl zurück.

Die strasse zum felsen ist gerade im bau und der bauherr meint zu uns, wir könnten ohne probleme mit unserem auto trotzdem durchfahren. Wir fragen ob unser auto denn dort oben nicht sicher sei. Die arbeiter aus dem dorf meinen es sei besser wir holen das auto, wenn die kinder schon so frech waren. Also tun wir dies. Als stefan abfährt werfen die frechen bengel mit steinen nach dem auto.

Stefans knie geht es besser und er klettert auch eine route. 07

Gegen 14uhr machen wir los und schaffens heute tatsächlich nach chefchouen.

Wir finden sogleich den campingplatz welcher sehr schön über der stadt am berghang gelegen ist.08

Nachdem die wäsche vorerst eingeweicht ist, machen wir gleich los in die medina um gemüse und früchte zu kaufen. (heute ohen guide!)

Wir kommen an vielen souvenirläden vorbei die allerlei hippiezeugs verkaufen, das wohl kaum einen marokkanischen ursprung hat.

In einer alten kasbah hats ein ethnologisches museum, wie im führer steht und dieses  besuchen wir. Es werden ein paar traditionelle kleider und alltagsgegenstände gezeigt. Die beschriftung ist nicht sehr detailliert. So steht zum beispiel bei einem bemalten teller: teller, traditionell bemalt. Oder bei einer waffe: antike waffe. Aha!

Nachdem wir neben all den souvenirs doch noch einiges grünzeugs finden, essen wir in einem einfachen restaurant tagine und couscous.

Nach dem steilen aufstieg zum camping freuen wir uns aufs bett.

 

18.11.08

auf dem camping hätte es eigentlich eine waschmaschine, die ist allerdings dauernd besetzt. Daher entschliesse ich mich die wäsche von hand zu erledigen. Macht hier ja schliesslich die mehrheit der frauen auch so. ich sage also stefan bevor wir los in die stadt gehen, dass ich noch „schnell“ die wäsche machen werde.

Uff! Die waschmaschine ist wahrlich eine der tollsten erfindungen die es gibt! 2std. später ist alles gewaschen, obs auch wirklich sauber ist, will ich gar nicht wissen.

Stefan ist mittlerweile alleine in die stadt los, damit der schreiner nicht schon wieder geschlossen hat. Er will nämlich für nanuk ein bett über dem beifahrersitz bauen. So können wir abends noch am tisch sitzen wenn er schon schläft. (es ist nämlich nicht so gemütlich ab 19:30 alles im engen bett machen zu müssen 😉

Fürs Mittagessen treffen wir uns in der stadt. Damit wir nicht zu lange aufeinander warten müssen, haben wir vereinbart, dass ich stefan auf dem handy anrufe, „hallo ich komme jetzt“ sage und uns dann am grossen platz treffen. So haben wirs gemacht. Kosten für die 4 worte; fr. 4.30!

Wir treffen uns also und gehen fein was zu Mittag essen. Stefan hat nicht nur holz sondern auch früchte und eine marokkanische handykarte besorgt. (super, denn mit dem schweizerhandy ists wahrlich der ruin.)

Nach der feinen tagine ächtsen schwerbeladen den steilen „stutz“ zum camping zurück. Hier ist wieder hausarbeit angesagt. Stefan wäscht das gemüse und ich den nanuk.

Abends machten wir ein feuer und assen gemütlich mit den „weissen ivecos“ bei lagerfeuerromantik „zancht“. 09

 

19.11.08

heute sind wir früh los, in die stadt für kleinere erledigungen welche wir gestern nicht geschafft haben. Als wir dann wieder zurück den berg hinaufliefen, kletterte gerade eine ziege bis zuoberst auf einen grossen busch, um dort an die saftigen blätter zu kommen. Nanuk dachte wohl es sei ein kunsstück, denn er machte bravo und klatschte in die hände. Als dann kurz darauf der muezzin zum gebet rief, sag er andächtig mit: „alllaaaah, aaaaaa!“

 

stefan baute den ganzen Nachmittag fleissig an nanuks bett. Als es dann endlich fertig war, genoss nanuk seine neue höhle richtig und spielte zufrieden darin. Leider kann er von der höhe her nicht sitzen, sonst hätter er es auch tagsüber als spielecke nutzen können. (kam uns vorher leider nicht in den sinn. Hätte man es anders konstruiert, wär das durchaus möglich gewesen.) 10

 

nach dem abendessen ist nanuk bei mir am tisch beim stillen eingeschlafen und ich konnte ihn in sein neues bett legen, wo er einige stunden friedlich schlief. Als er aufwachte war er etwas verwirrt wo er ist, aber das wird sich sicher auch noch bessern.

 

Da wir sehr müde waren haben wir heute den tisch gar nicht so richtig geniessen können, denn wir waren soo müde, dass wir kurz nach nanuk auch schon ins bett gingen.

 

20.11.08

was für ein tag! Wir habens überstanden und uns fest vorgenommen, so nicht mehr!

 

Da die route laut laurents (weisser iveco) guide sehr schön sein soll, haben wir uns für die östliche strasse von chefchaouen über ketama nach fes entschieden.

Mir  und stefan und vielleicht auch den anderen, war aber nicht wirklich bewusst, wie weit durch kurvige, schlechte bergstrassen das wirklich ist. Sonst hätten wir mit sicherheit anders entschieden.

 

Der hacken am ganzen ist nämlich, dass man auf dieser strecke nicht übernachten und auch sonst kaum stehen bleiben kann. Das ganze gebiet in den rif bergen lebt vom cannabisanbau und das wollen sie einem unbedingt verkaufen. Wegen diesen belästigungen kommen nur noch wenige touristen und bei denen die kommen, wird angenommen, dass sie genau deswegen kommen.

Es wird einem daher dauernd mit haschischklumpen zugewinkt und noch mühsamer mit autos verfolgt und ausgebremst. Verneint man dann vehement, stösst man auf absolutes unverständnis.

 

Die route wäre landschaftlich wirklich super schön gewesen, doch die dauernden belästigungen waren sehr nervig. Und wir kamen daher und auch wegen der strasse nur langsam voran. Nanuk hielt super durch und nach 8uhr abends waren wir endlich in fes, nachdem wir durch eine mehr oder weniger irrfahrt durch die stadt den campingplatz gefunden haben. Die irrfahrt kommt daher, dass es  zwei campings gibt und diese einander gegenseitig die beschilderung abmontieren! 111

 

Unterwegs haben wir noch den tourbus von marokko sucht den superstar ürholt. 12

 

fes

21.11.08

das motto von heute lautete, alles nur nicht Auto fahren.

Wir kruschen gemütlich auf dem camping rum und gingen gegen 15uhr los in die stadt. Mit dem bus!

Hier kommt man der bevölkerung tatsächlich näher. Der klapperbus erinnerte mich sehr an meine reisezeit in südamerika. Es holpert und quietsch der bus, dass man meint er fällt gleich auseinander. Die menschen quetschen sich rein obwohl eigentlich längs kein platz mehr ist und es duftet nach allerlei „menschlichkeit“.

Gleich bei der busendstation in der neustadt finden wir eine post. Da wir noch briefmarken brauchen und ein kleines paket aufgeben müssen, ziehen wir brav eine nummer. 225 und wir warten und warten und warten nach ca. 40min sind wir endlich bei 224 und dann springts direkt auf 229! – aha, es gibt da wohl verschiedene nummern für verschiedene geschäfte. 15min später kommt dann doch noch die langersehnte 225.

Angesichts der späten stunde entschliessen wir uns, heute nicht mehr weiter in die medina (altstadt) zu fahren. Sondern suchen noch eine bücherei, für den schnellleser timoté und trinken minzetee im cafe, bevor wir wieder die lustige busfahrt antreten.

Zum abendessen gingen wir wieder in den weissen iveco, wo die pläne für morgen geschmiedet wurden: früh aufstehen und früh los in die medina, evtl. mit guide.

 

22.11.08

wir sind also wirklich früh aufgestanden und schon vor 11uhr abmarschbereit. Dann warten wir 45min auf den bus, der laut auskunft alle 20min fährt. J

von der endstation in der neustadt geht es weiter mit dem petit taxi bis zum bab boujeloud (tor) wo wir in die medina und somit in eine ganz andere welt eintreten.13

Heute morgen haben wir beschlossen es ohne guide zu versuchen und lassen uns nun treiben und schlendern durch die verwinkelten gassen.

Vergleichbar mit südamerika , aber irgendwie doch ganz anders, da alles in ganz engen gassen ist, wird hier alles und wirklich alles angeboten. Wobei es hier quartiere für das jeweilige handwerk gibt.

Als erstes sind wir in der lederabteilung, wo wir in der werkstätte vorbeischauen, wo alles von hand geschnitten, gepresst und genäht wird. 14

(mirjam traf hier sogar das christkindli, welches ihr eine ziegenleder handtasche erfeilschte.)

dann ging die suche nach einem restaurant los. Eins mit einer terasse soll es sein, die küche möglichst sauber und der preis fern vom touristenwucher.

Mit hilfe eines marokkaners fanden wir eines das mehr oder weniger alles erfüllte und wir assen gemütlich in der sonne mit ausblick auf die stadt und das meer der sattelitenempfänger.

 

Am Nachmittag entdeckten wir noch was auf den ersten blick nach einer bäckerei duftete und aussah. Wir erfuhren dann aber, dass hier nur der holzofen ist, wo die familien ihren eigenen teig zum ofenmeister bringen, welcher ihnen das brot bäckt. (so ist man dann ganz sicher dass die haare im teig in der familie bleiben J). 15

Weiter endteckten wir noch die ledergerberei, wo in mühseliger handarbeit von 250 familien das leder in aufwändigen prozessen gegerbt und gefärbt wird. Die familien arbeiten jedoch nicht alle miteinander, sondern man teilt sich die tage auf. Der einzige fortschritt der totalen handarbeit ist, dass die häute zum waschen nicht mehr mit den füssen gestampft werden, sondern man hat nun ein riesiges holzfass als waschmaschine. 16

Im angrenzenden laden fand auch stefan noch das christkindli, welches ihm edle kamellederfinken bescherte.

Auch eine art kindergarten oder wohl eher schule, die kinder schrieben alle buchstaben (römische) endteckten wir. Stefan durfte an der tafel einige arabische buchstaben lesen und wurde von der lehrerin sehr gelobt. 17

Es war schon dunkel als wir durch die verwinkelten gassen wieder den weg zum bab boujeloud fanden und uns dort ein petit taxi nahmen.

Abendessen gabs im ivecorouge und dann müde von all den eindrücken früh ins bett.

 

23.11.08

brr es ist kalt, da der himmel bedeckt isr und keine sonne scheint. Wir „troolen“ noch lange im bett herum, da die kälte uns nicht zum rausgehen einlädt. Als wir endlich doch aufstehen sind die weissen ivecos schon längst mit frühstück und schule fertig. Sie wollen nach dem Mittagessen weiter nach volubilis, der ältesten römischen stadt, und dann weiter südlich.

Da wir überhaupt noch nicht abfahrbereit sind und volubilis bei einem unseren früheren marokkobesuchen schon gesehen haben, entschliessen wir uns hier zu bleiben. Also trennen sich hier unsere wege. Wir verabschieden uns schweren herzens, denn es war wirklich eine tolle zeit mit den weissenivecos.

-liebe starcks, es war eine tolle zeit mit euch, vielen dank. Für eure weiterreise per land nach senegal wünschen wir euch alles gute und für eure segelreise, welche euch noch viel weiter bringt ganz viel wind und sowieso per land oder see eine handvoll wachsame schutzengel.-

 

wir machen bei uns im roten iveco mal wieder grossen putz und gehen am Nachmittag in den grossen suprmarche um noch einige vorräte für den süden zu kaufen. Zurück auf dem camping steht ein duro mit zürcher kennzeichen neben uns. Wi r geniessen es mal endlich wieder schweizerdeutsch zu hören.

 

zeida

24.11.08

heute geht es weiter aber wir kommen erst gegen 13uhr los. Nanuk schläft sogleich ein. Heute ist wunderbares wetter, das perfekte fotolicht. So kommen wir nur langsam voran, da wir öfters einen fotostopp einlegen. Aber das tempo ist angenehm so.

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es war doch eine ganz schön lange strecke. Erst gegen 19uhr, nanuk wurde gerade unruhig, erreichen wir endlich unseren geliebten camping timney in zeida.

Es hat sich viel verändert. Die kasbah ist immer noch oder schon wieder im umbau. Leider ist der nachtwächter, mit dem sich stefan zu gut verstand auch nicht mehr da.. dafür ist das essen im restaurant immer noch so gut wenn nicht sogar besser.

 

25.11.08

neben uns stand schon gestern ein holländer mit seinem unimog mit motorschaden (er ist schon seit 5 wochen da und wartet auf einen neuen motor) (liebe bettina da kommen errinnerungen an australien, wo wir eine woche in kingstontown mit motorschaden festsassen). Heute morgen wurde nun der motor angeliefert. Nanuk und ich bestaunen gerade durchs fenster (es ist nämlich extrem kalt) wie sie das riesending nur mit manneskraft vom laster hiefen, da steht plötzlich laurent vom weissen iveco in unserem vorgarten.

Sie haben in den bergen übernachtet und ziemlich gefroren, am morgen hatte es sogar schnee und dachten sich als sie hier vorbeikamen, sie schauen mal ob wir hier sind. Voila! Also frühstück für alle bei uns im roten iveco.

Sie wollen gleich weiterfahren und fragen ob wir mitkommen. Wir brauchen aber erst mal eine pause, die etappe gestern war wirklich sehr lang und nanuk braucht mal wieder zeit zum rumtoben. Also ziehen sie weiter und wir machen uns ready für einen spaziergang ins dorf zum einkaufen.

Und wir laufen und laufen und laufen und das dorf kommt nicht. Haben wir uns tatsächlich so arg verschätzt mit der distanz? Als wir zur tafel kommen wo nach 1h marsch dann die tankstelle vor dem dorf mit 5km angezeigt wird, machen wir kehrt. Dass wäre ne tagestour. Aber der spaziergang war trotzdem schön und die aussicht auf den verschneiten atlas war toll. Es weckt so richtig die lust auf einen tag auf der piste. 192

Zurück auf dem camping gönnen wir uns ein Mittagessen im restaurant. Der nette kellner von gestern bringt nanuk gleich sein spielzeuglastwagen, den er scheinbar gestern liegengelassen hat.

Als wir mit dem essen fertig sind gehen wir ein paar tische näher zum fernseher umd das wetter zu schauen. Da beobachte ich, wie der andere kellner beim tischabräumen ganz heimlich den spielzeuglastwagen in seiner hand verschwinden lässt. (ja so ist marokko, wie bei uns: der eine trägt dir deine sachen nach, ein anderer beklaut dich.) beim zahlen spreche ich den typ auf den lastwagen an und der will sich doch tatsächlich noch dumm stellen. Schliesslich kann er meinen bösen blicken nicht widerstehen und holt ihn.

Tja  sehr schade, wir mochten diesen camping wirklich, nun hat er aber etwas von seinem zauber eingebüsst.

Nanuk hats gut, er kann im warmen auto in seiner badewanne baden, während wir in die zugige dusche müssen… 20

 

Zeida à meski, source bleu

26.11.08

wir kommen sehr früh los, für unsere verhältnisse. Wir fahren auch zügig, das wetter lädt nicht zum verweilen ein. Es ist kalt, windig und bedeckt.

Als ich gerade beim hassanstaudamm, der erstaunlich viel wasser hat, ein foto machen will, da sind doch schon wieder die immergleichen französischen touristen im bild. Am ufer steht tatsächlich der weisse iveco. Wir fahren natürlich gleich runter und robinson kommt uns schon freudig entgegengerannt.

Sie haben hier gestern einen wunderbaren tag mit tollem wetter verbracht und anschliessend hier geschlafen. Wir essen zmittag und plaudern und fahren dann gemeinsam nach errachidia weiter, wo wir alle noch etwas einkaufen müssen.

In errachidia machen wir dann aber aus, das beide familien ihre dinge erledigen gehen, und inschalah (so gott will) wir uns unterwegs wieder treffen.

Wir gehen also zum markt und werden von ben aschah (oder so) zum tee eingeladen. Er war vor 3 monaten einen freund in der schweiz besuchen und erzählt uns nun vom globus in zürich und dem fondue in fribourg dass er grauslich fand. J

Als wir dann endlich loskommen, fahren wir auch noch 15km in die falsche richtung bis wir den lapsus bemerken. Also alles wieder zurück. Es ist aber schon dunkel und nachts wollen wir in marokko nicht fahren. (zu viele spezialisten ohne licht!) (dafür sehen wir noch die beleuchtung die uns in weihnächtliche stimmung versetzt, hier ist es allerdings für den könig.) 211

daher machen wir beim ersten camping halt. Er soll eigentlich ganz schön sein, da er in einer oase mit eigener quelle (source bleue) ist.

Aber es ist etwas merkwürdig, ausser uns ist niemand da (seien alle wegen des wetters abgereist). Nach 5minuten kommen die ersten kinder welche stylos wollen. Die reception ist schon geschlossen aber der eine jugendliche, der sohn vom campingpächter, sagt wir sollen das morgen machen und gleich noch zum tee kommen. Wir verschieben den tee auf morgen und gehen mit einem nicht so tollen gefühl schlafen.

 

Meski à merzouga

27.11.08

es hat viel geregnet in der nacht und wir sind früh wach. Wir nutzen die gunst der frühen stunde und schauen uns die oase in ruhe an. Aber denkste, der junge vom camping ist auch schon wach und will uns nun zum tee einladen. Wir gehen nach dem frühstück und natürlich läuft es auf ein geschäft raus. Es wird ziemlich mühsam und kaufen dann halt die cd seiner band (welche wir eigentlich gar nicht wollen) und kamelsticker fürs auto für einen viel zu hohen preis, den er natürlich viel zu tief findet.

Wir lassen das hinter uns und fahren bis erfoud, wo sich die wege nach merzouga gabeln. Der eine geht geterrt über rissani und der andere direkt nach merzouga allerdings ist nach einigen kilometern die strasse zuende.

Wir würden gerne die direkte piste nehmen, doch hat es ja viel geregnet und die zementfurt durch den fluss ist nun total im fluss. Wir beobachten einige marokkanische klapperkisten bei der durchquerung, bis wir uns ein herz fassen und es auch versuchen. War gar nicht wild, hat halt nur tief ausgesehen. 22

Auch das pistenfahren ist kein problem, nanuk schläft sogar bei dem geholper. Die sanddünen des erg chebbi sind sehr imposant, doch was hier mit tourismus abgeht ist absolut abstossend. 23

Da reiht sich ein hotel ans andere und alle haben ihre schlepper welche einem in ihres zerren wollen. Wir steigen nicht mal aus und fahren durch um uns ausserhalb in der steinwüste ein ruhiges plätzchen zu suchen.

Das finden wir auch und schlafen unter einem prächtigen sternenhimmel mausbeinalleine und in frieden.

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Merzouga à alnif

28.11.08

es war sehr kalt in der nacht und wir erwachen früh. Wir machen vorwärts, um vor den schleppern am see, den es dank des vielen regens gegeben hat, zu sein. Es soll hier flamingos haben. Die wollen wir dem nanuk zeigen. (gibt’s zwar gleich beim eingang des zürizoos auch aber so in freier natur ist das doch viel toller.)

als wir halten kommen schon die ersten turbanfritzen auf ihren töfflis und packen ihren schmuckbazaar aus. Wir probieren die taktik; ignorieren. Funktioniert gut, doch widerstrebt es mir eigentlich so unfreundlich zu sein.

Nanuk findets auch komisch, als er nämlich vom see zum auto zurückgeht um seine sändelisachen zu holen, getraut er sich nicht an den männern vorbei.

Ach ja flamingos hats keine gehabt, dafür  hat nanuk ausgiebig im sand und steinen gespielt.

25Die turbanos haben lange ausgeharrt, aber wir blieben auch stur und haben nichts gekauft.

Wir fahren also weiter und das grosse ziel ist die küste, wir wollen jetzt endlich mal warm. Es ist aber noch ein langer weg dahin und so ist das tagesziel agdz. (hier waren wir schon mal und es hatte uns sehr gefallen.)

Wir kommen bis alnif, wo gerade markt ist. Wir werden aber noch bevor wir aussteigen können schon wieder zum fossilienanschauen (kaufen,kaufen) angequatscht. –das nervt langsam-!

Wir gehen auf den markt, wo stefan noch einen ölfilterschlüssel suchen will, der ihm fehlt um beim auto das öl zu wechseln. Bei der ersten garage ists nichts dafür haben wir nun einen guide, der mit uns von hinz nach kunz geht, bis wir in einer garage mit ziegen im vorgarten fündig werden.  Nun noch etwas gemüse und waschbrett (juhee fast wie ne waschmaschine) gekauft und zurück zum auto. (der ölfilterschlüssel passt nicht, also bringen wir ihn zurück).

 

Wir fahren noch ein kurzes stück, bis wir uns dieses tolle nachtplätzchen suchen.26

Widererwarten sind wir die ganze nacht ganz allein und keine berber kommen zum tee oder fossielenverkaufen. Das tut gut.

 

Alnif à agdz

29.11.08

wir erwachen mit toller laune. Das ist doch wirklich das was wir suchen. Ruhe, tolle landschaft etc. es kommt zwar schon wieder ein berber, aber der will nur etwas quatschen und geht dann wieder. (so ists ok. Ich find das ja auch spannend wenn sie interessiert sind und vorbeikommen, aber wenn’s dann immer in einem gehandel um etwas das man weder will noch braucht, dann nervt das gehörig.)

nun aber los nach agdz, wo wir am frühen Nachmittag ankommen. Hier ist alles noch so toll und freundlich wie vor 3jahren. Doch sei es auch hier viel zu kalt für die jahreszeit. (aha alle anderen haben bis jetzt gesagt, das sei normal).

 

30.11.08   1.advent

juhee endlich scheint die sonne und es ist richtiges tischiiiwetter, sodass wir statt uns an der wärme der adventskranzkerze zu wärmen, in der sonne frühstücken. 27

Und nochmals juheee die campingbesitzerin (eine französisin mit einem marokkaner verheiratet), lässt mich ihre waschmaschine benutzen. (gelegenheiten um mein neues waschbrett auszuprobieren gibt’s ja sicher noch genug.)

 

03.11.08

bevor wir la manga verlassen sind noch einige sachen zu erledigen. Während stefan auf dem interntet einiges erledigt gehe  ich mit nanuk in den kinderschuhladen um ihm neue schuhe zu kaufen. Dort fängt er an zu weinen, als ihm die verkäuferin seine alten schuhe auszieht und weigert sich die neuen anzuziehen und zeigt immer wieder auf seine alten schuhe. Er hat wohl wie bei seinen spielsachen angst, dass er sie hierlassen muss. 😉

die verkäuferin ist aber sehr einfühlsam und der kauf klappt dann doch noch. Auf dem rückweg entecken wir noch ein kuriosum. Es sieht aus wie getränkeautomat aber dieser hier ist nicht mit getränken gefüllt, sondern mit würmern zum fischen!

 

Bis wir dann endlich loskommen ist es bereits 16uhr, aber wir wollen unbedingt heute noch weg hier. Also fahren wir bis 18uhr, halten an einer raststätte für den znacht und machen das auto und nanuk bettfertig und fahren weiter. beim  fahren fallen  nanuk  mmer wieder die augen zu aber er schläft trotzdem nicht ein. Er ist fasziniert von der strassennachtwelt mit den vielen lichtern. Darum halten wir bei der nächsten raststätte und schlafen dort.

 

04.11.08

der tanktstellenshop auf der raststätte hat keine zeitungen, aber uns fällt ein, dass wir ja auch radio hören können und vernehmen, dass obama präsident ist. Hoffentlich dreht nun der wind!

 

Gegen 13uhr erreichen wir granada. Aber was für ein gewimmel und verkehr in dieser stadt. Aussichtslos fürs elefäntli.erst hoch über der stadt, mit super aussicht über diese und auf die verschneite sierrea nevada, finden wir ein plätzchen.

Mit nanuk in der kraxe und dem gps in der hand machen wir uns auf den weg für die bioladensuche. Natürlich haben beide geschlossen. Die spanier haben auch im winter siesta. Und so müssen wir bis 17uhr warten. Wir „vertörlen“ uns die zeit ein bischen in der stadt und machen anschliessend einen grosseinkauf in einem wirklich netten, superkleinen, schnuckligen laden.

Für den rückweg leisten wir uns ein taxi, da wir keine lust haben, den steilen weg mit sack und pack und nanuk dort hoch zu keuchen und das auto zu suchen.

Wie gestern, machen wir znacht, auto und nanuk bettfertig und fahren weiter. Diesmal hat nanuk kein problem mit einschlafen, ich habe ihn mit einem bilderbuch vom verkehr und den lichtern abgelenkt. In santa cruz, kurz vor dem ort wo stefans freund, bruno, ein haus hat, finden wir auf dem dorfplatz gerade neben dem spielplatz einen super nachtparkplatz. Das wir eine tolle überraschunf für nanuk wenn er aus dem fenster schaut.

 

05.11.08

nanuk wacht auf, schaut zum seitenfenster raus und entdeckt sofort den spielplatz.überraschung gelungen! Während wir frühstücken wir rund um uns herum langsam der dorfmarkt aufgebaut. Stefan ist sehr beeindruckt von der spanischen reizwäsche. (die frage ist nur was da gereizt wird.) 011

die fahrt nach alhama de granada da uert nur eine viertelstunde und wir finden einen tollen platz neben dem brunnen bei der plattform, wo man einen tollen blick in die schlucht herunter hat.

In der touriinfo erfahre ich, dass es hier heisse quellen hat. Und so machen wir uns auf den weg zum besagten ort. Wir unterdrücken unsere vorfreude allerdings noch, da wir in frankreich zu oft enttäuscht wurden mit den thermen.

Aber endlich klappts. Das heisse wasser wird zum glück mit dem kalten wasser vom fluss gemischt, sonst wäre es zu heiss. Aber so ist es ideal. Die einheimischen waschen hier sich und ihre wäsche. Es hat 3 pools und wenn sich jemand wäscht oder rasiert, macht er das im untersten pool und bittet die anderen einen pool höher zu gehen.

Hach tut das gut. Wir geniessen es richtig. Auch nanuk findent es toll in der grossen badewanne mit all den anderen leuten. Wir bleiben sehr lange, denn das rauskommen ist nicht gerade einladend und es sind doch einige meter bis zum auto. 021

Zum abendessen sind wir von bruno im restaurant von seinen freunden, paco und lola, eingeladen. Wir geniessen einen wundervollen ruhigen abend dort. Vielen, vielen dank!

 

06.11.08

wir haben mit bruno abgesprochen, dass wir einige dinge die wir nicht mehr benötigen, bei ihm hier in alhama de granada lassen können und er sie uns dann im august, wenn er mit dem lkw hier ist zurück in die schweiz nimmt. Also ist heute morgen grosses umräumen angesagt. Hui es kommt so einiges zusammen, dass wir dann alles zu paco bringen, der es so lange hütet, bis bruno komm.

Am Nachmittag waren wir nochmals sehr lange in den heissen pools.

 

07.11.08

nach einem kleinen frühstück gehen wir nochmals zu paco, er hat uns zum kaffee eingeladen, und wir werden danach sehr herzlich wie alte freunde verabschiedet. Wir versprechen auf unsererr heimreise nochmals vorbeizukommen. Es ist wirklich ein tolles fleckchen hier. 031

In malaga machen wir einen zwischenstopp bei iveco um noch öle für einen kleinen service zu organiesieren. Nanuk bekommt einen spielzeug ivecolastwagen geschenkt.

Mit znachtstopp und bettfertig wie schon vor einigen tagen, fahren wir durch bis nach tarifa. Unser plätzchen am kitesurfstrand gibt es noch.es ist zwar etwas schmaler, aber trotz campingverbotstafel hat es einige die hier mit ihren autos über nacht stehen.

 

08.11.08

heute ist „räbechilbi“ und als richterswilerin hab ich das natürlich nicht vergessen und bin so gut wies geht vorbereitet. Ich hab zwar ein sehr kleines, aber ich hab ein räbli. Und ich habe eine kerze die ich zum rechaudkerzli umfunktionieren kann. Und im carrefour hatte es auch einen räbenhöhler.Manderinli welche beim nanukgotti traditionell ab heute in rauen mengen verspeisst werden essen wir schon lange. (Wir sind ja  im samichlausland. Ich denke nämlich schon seit einiger zeit, dass das mit der hütte im wald ein märchen ist. Ich glaube eher der gute alte chlaus iste eher ein juan und ist von hier von andalusien. Wir haben sooo viele orangen- und manderinlibäume gesehen und dann heisst es doch auch spanischnüssli und dattelpalmen und esel gibt’s hier auch ganz viele. Darum hab ich schon gut geschaut ob ich nicht irgendwo einen roten mantel vorbeihuschen sehe aber bisher war ich erfolglos.)

 

also nun sind wir aber erstmal in tarifa und das räbli wird ja erst am abend benötigt. Ich mache frühstück und stefan geht mit nanuk raus. Schon bald holt er mich. Neben uns steht nämlich eine französische familie auch mit einem iveco.. das vorgängermodell vom elefant.  Wir plaudern gemütlich, während die kinder schön spielen. Laurent und virginie haben 3 söhne: timothey(9), robinson (6)und zephyr (13mt). Sie sind ebenfalls auf dem weg nach marokko wollen von dort dann aber noch bis nach senegal wo ihr segelschiff ist, mit dem sie dann noch weiter wollen.

 

Wir verbringen einen sehr schönen tag mit ihnen. Es tut sehr gut sich mit einer anderen reisefamilie auszutauschen und zu sehen, dass sie ähnliche troubles haben. Wäsche schmutzig,- die lavanderia zu, kinder leeren dauernd an den dümmsten orten was aus etc etc. 042

Am abend schwingt nanuk freudig sein räbeliechtli und auch die anderen buben haben freude daran. Das abendessen geniessen wir gemeinsam bei ihnen in ihrem iveco. 051

 

09.11.08

kurz nach dem aufstehen bemerken wir, das die polizei mal wieder da ist. Sie fuhr auch gestern mehrere male hier vorbei sagte aber nichts wegen dem camingverbot. Heute efahren wir von einem wegfahrenden auto, dass sie kontrollen machen. Da  wir keine lust auf eine busse haben, packen wir zusammen und fahren weg.

Laurent und seine familie waren leider nicht schnell genug. Wir warten auf der anderen seite der strasse auf sie. Als sie endlich kommen, merken wir schon von weitem, dass etwas gar nicht gut ist. Laurent sieht nicht happy aus. Sie erzählen uns, dass sie wegfahen wollten, die polizisten sie aber zum anhalten aufgefordert haben. Als laurent anhält und aussteigt, tritt einer der guardias ihn gegen das schienbein. Da er scheinbar schon mal zum halten aufgefordert wurde, laurent hat das aber nicht gesehen. Auf laurents frage was das soll, meint der guardia, er habe nichts gemacht, laurent hätte sich am auto gestossen. Laurent fragt nach dem namen und dann werden sie netter. Sie müssen alle papiere zeigen und der guardia der ihn getreten haben soll, nimmt sogar zephyr auf den arm und ist entzückt von dem precioso pequenio. Zssss.  Gar nicht schön solche sachen.

 

Trotz des schlechten morgens lassen wir uns die laune nicht verderben und machen wie verabredet los zu den felsen über tarifa zum klettern.

Es ist aber gar nicht so einfach den ort mit der beschreibung aus dem führer zu finden. Daher landen wir zuerst bei einem anderen felsen wo wir in der sonne frühstücken und den geiern zusschauen wie sie um den fels in der luft ihre kreise ziehen. 061

Den richtigen platz finden wir dann auch noch und wir verbringen einen schönen Nachmittag beim klettern. Am abend essen wir alle bei uns. Doch oh schreck, als laurent sich setzt rollt plötzlich unser auto doch stefan springt schnell auf um die handbremse zu ziehen. Scheinbar ist der gang rausgesprungen, als jemand was nach vorne gelegt oder geholt hat.

 

10.11.08

heute möchten wir nochmals klettern gehen. Wir müssen aber endlich mal unsere wäsche in die lavanderia bringen. Also müssen wir wieder zurück nach tarifa fahren. Das trifft sich aber gut, denn die beiden buben timothey und robinson müssen noch 2 stunden in die schule. (also bei papa).

Wir fahren also runter in die stadt,w ährend die anderen schüelerlen. In der lavanderia erwartet uns swissquality von eduard aus bern. Leider hat er aber viel zu tun und unsere wäsche wird heute nicht mehr fertig.

Also fahren wir wieder zurück und treffen die anderen am fels, wo wir auch noch ein paar routen klettern. 072

Unten auf dem parkplatz treffen wir 2 kletterer von hier. Wir plaudern etwas und fragen obs in tarifa einen klettershop gibt. (laurent braucht neue kletterfinken). Sie erklären uns den weg, es ist ganz einfach: gegenüber der gurardia civil. Wir müssen alle lachen und wir erzählen die story von laurent. Der eine ist sehr brüskiert und sagt nein das könne er nicht glauben. Es kommt aus er ist polizist. Er empfiehlt ihm eine meldung zu machen. Aber laurent will nicht.

Abendessen gibt’s wieder bei unseren nachbarn im weissen iveco.

 

11.11.08

einen böög haben wir keinen gesehen und auch keineguggemusig gehört.dafür von allerlei anderen viechern besuche gekriegt. 081 und wir haben unsere wäsche wäsche sein lassen, (holen sie dann morgen) und sind nochmals alle zusammen klettern gegangen. (natürlich erst nach der schule). Abendessen wieder bei den nachbarn drüben. 091

27.10.08

wir habens so richtig genossen in leucate. Zum teil wars zwar sehr windig, so dass nanuk fast gleichgewichtsprobleme hatte und man ihn richtig warm einpacken musste.

morgens um halb 9 hatten wir jeweils dass „tersnaus-feeling“, wenn der bäcker hupend zwischen den wohnmobilen durchfuhr und dann auf dem dorfplatz seine croissants und baghette aus dem auto verkaufte.

aber es gab auch tage da war es windstill und richtig tiischii-wetter. (wir waren wohl die einzigen im surfercamp die freude an der flaute hatten.)  

als ich nach der hausfrauenarbeit (waschsalon) mit dem ganzen kinderwagen randvoll mit unserer frischen wäsche zurück zum auto kam, hatte nanuk einen spielkameraden aus östereich gefunden. Leider blieb es nur bei einem gemütlchen Nachmittag, da sie weiterzogen.  (es gibt also doch noch andere junge paare mit kind unterwegs.  Meist sind es doch die rentner welche auf der piste sind.)

 

für die nächsten tage ist kaltes, schlechtes wetter angesagt, darum beschlossen wir weiter zu ziehen.

 

28.10.08

und es wurde tatsächlich kalt. Kurz vor den pyrenäen machten wir nocheinmal halt in vernetlesbains, wo wir spät ankamen aber das universum uns einen spielplatz direkt neben dem parkplatz schenkt. So ist nanuk happy und wir auch.

Wir dachten uns wir nehmen mal den direkten weg nach s panien und unser gps schlug uns einen weg über die berge auf einer unbefestigten strasse vor. Ist ja kein problem für uns. Nach ca. 1std fahrt standen wir dann vor einer schranke. Der weg würde zwar schon direkt nach spanien führen ist aber für autos gesperrt. (müssen beim navi wohl das nächste mal nicht nur direktester sondern auch direktester weg mit dem auto eingeben. Dachten das wär bei einem autonavi klar 😉

Also machten wir kehrt und fuhren halt auf umwegen über die berge nach spanien. Es war richtiges huddelwetter oder wie wir es nennen: fahrwetter. Auf den bergen oben fing es dann tatsächlich an zu schneien. Wir kamen gerade noch ohne ketten durch. Später erfuhren wir, dass es dort oben ganz schön viel schnee gegeben hat.

 

29.10.08

eigentlich wollten wir nach barcelona. Wir waren auch da, aber wir kurvten und kurvten und fanden einfach keinen platz wo wir uns hätten hinstellen können. Nach einigem suchen fanden wir dann vor einem fitnesscenter einen parkplatz wo schon ein paar andere büssli standen, doch wir warteten und warteten und es wurde einfach nichts mehr frei. Wir kurvten weiter und hielten dann mal in der blauen zone für den zmittag aber zum stehen bleiben war das ja nix. Die temperaturanzeige verriet uns was ich ahnte: 5°C. brr! Nicht gerade toll um eine stadt anzusehen. Also hopp und weiter geht’s. in vilanueva fanden wir einen parkplatz wieder am,wie nanuk sagt: määä. (meer). Aber noch immer eher kühl und nass.

 

30.10.08

das wetter wird langsam besser doch es hat noch so einige überbleibsel von den starken regenfällen. Nanuk geniesst dies in vollen zügen. Wir bekommen so einige verwunderte blicke von passanten zu spüren. Die warteten wohl alle bis wir nanuk zurechtweisen, dass er sich nicht nass machen soll. Wir fandens toll wie er seinen spass hatte, zogen ihm dann halt seine nasse hose aus und wickelten ihn in das badetuch dass er als sitzpolster in seinem wägeli hat.

 

31.10.08

wir wollen jetzt endlich wieder mal tischiwetter und ein bischen konstanz. Also mal einen tollen ort zum bleiben und nicht jeden abend was neues suchen müssen. Darum wollen wir so schnell es geht nach la manga. Dort soll es laut einem herrn den wir auf dem zigeunersurferplatz in leucate getroffen haben einen ähnlichen platz wie eben diesen in leucate geben. Das wär was!

Wir fahren viel und kommen bis torreblanca wo wir einen hässlichen aber geöffneten camping finden. Wir bleiben dort um uns und auch unsere wäsche zu waschen.

Die duschen sind schön heiss und für nanuk hats sogar ein babybad (improvisiert mit sitzbadewanne auf podest, aber voll gut) was er total geniesst. (würd ich auch wenn ich mal wieder ne badewanne geniessen könnte.). die waschmaschine allerdings ist zwar neu, aber jemand hat den griff an der türe abgerissen nun kann man nur noch 35min kalt waschen und dann muss man genau nach 35min bei der maschine sein, denn dann hat man 5min zeit die tür zu öffnen, bevor sie total blockiert wird. Das ist ja noch witztig (abgesehen davon dass die wäsche mit kalt halt nicht wirklich sauber wird.) als dann aber der tumbler nur unserer euro frisst und die wäsche weiterhin feucht bleibt ists dann schon etwas nervig. Also wäscheleine gespannt und über nacht trocken.

 

01.11.08

wir fahren viel und kommen bis nach alicante wo wir in einem kleinen ort am meer in einer sackgasse parken und übernachten.

Auch heute haben wir das abenteuer kürzestes strecke (gps) unternommen.

02.11.08

bei unserer losfahrt freuen wir uns richtig. Bis nach la manga ist es nur noch ein katzensprung und dann endlich mal wieder etwas bleiben.

Tja, la manga ist beherrscht von riesigen bunkern. Wirklich wie im kühnsten ferienalbtraum. Wir fahren den riesigen ort rauf und runter und suchen den prophezeiten platz. Nach ca. 1std. suchen finde ich bei der kiteschule ein plätzchen mit wohnmobilen. Hier wars vor jahren sicher mal idyllisch aber jetzt ist das nicht mehr als ein nachtlager für einen nacht. Enttäuscht beschliessen wir für einen nacht zu bleiben und dann halt zügig nach tarifa weiter zu fahren, wo wir noch ein tolles plätzchen wissen.

Stefan telefoniert noch mit bruno einem, arabischkursfreund, der hat in der nähe von granada ein häuschen. Dann könnten wir dort noch vorbei. Leider ist bruno erst ende november wieder dort. Doch wir seien trotzdem herzlich willkommen. Also steht unser plan: granada – tarifa.

Während stefan am Nachmittag arabisch büffelt, gehe ich mit nanuk auf einen der spielplätze. Die spielplatzdichte in spanien ist wirklich beeindruckend. Und alle in topzustand. Wir müssen manchmal wirklich sehr erfinderisch im ablenken sein, damit wir nicht auf alle müssen an denen wir vorbeikommen.

Endlich das mittelmeer

21.10.08

wir habens nun schliesslich doch noch ans mittelmeer geschafft. (!reise rund ums mittelmeer!?) man hätte schon bald denken können, wir machen eine reise rundherum nur nicht ans mittelmeer.

 

Heute gingen wir mit nanuk ins grosse aquarium, mare nostrum. Die idee des konzepts alle meere der erde zu präsentieren etc. war eigentlich sehr gut aber für liebhaber des details war die umsetzung etwas dürftig. Styroporfelsen und plastikpflanzen find ich nicht so toll!

Aber nanuk war beeindruckt und ohweh dem eskimo gefielen besonders die pinguine. (tja eisbären hatte es ja keine.)

Als die  pinguine vom styroporfelsen ins wasser sprangen zählte er für sie: „saääiii-sss, zssswääiii….“

 

Den rest des tages verbrachten wir mit gaskartuschen, für unseren herd, suchen. Unglaublich da kommen die colemankartuschen doch aus frankreich aber kaufen kann man überall nur campingaz. Nach etlichen irrfahrten haben wir dann endlich gefunden. Halleluja!!!

 

Trotz der fortgeschrittenen stunde wollten wir noch weiter bis nach sète. Mama wendente trick 77 an und nanuk hielt durch, bis wir um 19uhr endlich einen tollen platz ausserhalb von sète am strand gefunden hatten.

 

22.10.08

das wasser wäre eigentlich gar nicht so kalt gewesen, doch das rauskommen danach in den kalten wind hielt mich von einem schwumm zurück. (nicht so die hippymutter vom auto nebenan, die sprang füdliblutt hinein). Ach, was sind wir warmduschen geworden.!!!

Aber dafür haben wir ausgiebig mit nanuk gesändelet. Stefan hat ihm sogar eine insel gebuddelt.

 

Am Nachmittag furhen wir weiter wo wir dank einem tipp von rolli, einen tollen platz an einem see in der nähe von der küste fanden. Ist ein richtiges zigeunerlager, einfach surfer statt zigeuner, hier.

 

Der ausflug ins städtchen hat uns sehr gefallen, ein wahres bijou mit enorm viel charme. Hier könnte man direkt eine weile bleiben, wenn das wetter mitspielen würde.

 

Ihm gehört die welt 

Frankreich le deuxieme

14.10.08

tja, eigentlich wollte ich es ja heute in der therme geniessen. Gestern war ich ja um 12uhr vor geschlossener tür gestanden.

Heute kam ich bis in den vorraum, wo ich dann dieses schild lesen durfte: „leute welche nicht in der kur sind, können nur mit reservierung am nachmitag das bad besuchen“. (also so in etwa auf französisch). Dann halt nicht! L

 

Da das wetter schlecht war beschlossen wir weiter zu fahren. Wir haben dann ein tolles plätzchen in den bergen auf einem langlaufloipenparkplatz gefunden. Mit nanuk in der kraxe sind wir noch etwas spaziert.

 

Als wir gerade das bett aufbauten kam die gendarmerie angefahren, und mir wurde schon mulmig und dachte ok die schimpfen jetzt mit uns wegen wildem camping und schicken uns weg. Aber nein, sie waren freundlich, haben gefragt ob wir ferien machen und wollten die fahrzeugpapiere sehen. Dann gaben sie uns noch den Tipp, dass wir uns unten im dorf bei der kirche mit frischem wasser eindecken können und auch unser schmutzwasser dort losbringen können. Zum abschied liessen sie für nanuk noch das blaulicht laufen, was ihm natürlich sehr gefiehl. Sagt er doch seit hamburg schön: „üüü-daa“ wenn er so was sieht!

 

15.10.08

auch heute war das wetter nicht sehr „bleibig“. Als ich nach dem aufwachen für nanuk den rollladen hochmachte schaute er raus und sagte: „heiss“! (eigentlich wars sehr kalt mit viel nebel!)

in voller regenmontur ging ich trotz wind und wetter mit nanuk zum bach zum plantschen und überliess stefan den haushalt in der wärme.

 

Wir fuhren weiter und landeten schliesslich in chaudes aigues (hört sich doch wohlig thermisch an). Dem war auch so, hier sprudelt das wasser 80°c heiss aus dem brunnen.

 

Auf einem riesigen parkplatz mit angrenzendem spielplatz (solche sachen sind sehr wichtig, glaubt mir) stellten wir uns für die nacht hin. Es war auch schon ein wohnmobil von solothurn dort. Als wir an ihnen vorbeifuhren zum parkieren, konnte ich von ihren lippen lesen, dass sie es nicht so toll fanden andere schweizer zu treffen. Sie grüssten dann auch nicht. (tz, tz also von allen nationalitäten sind die schweizer bisher wirklich die knurrigsten. Schämt euch!)

 

Auf dem abendspatziergang durchs städtchen fand stefan mit nanuk heraus, dass es hier auch eine therme gibt, wo wir aber leider nur ohne nanuk hinkönnen. (immerhin!)

 

16.10.08

heute ist also das projekt; therme im schichtbetrieb dran. (nanuk darf ja nicht). Aber oh weh, als wir bei der therme ankommen sagt uns die nette frau, dass der teil der therme wo auch normale menschen (also solche ohne rheuma) , noch nicht eröffnet ist. Also wieder nichts.!

 

Dabei gings ja nicht nur ums wellnessen, wir sollten wirklich mal wieder duschen. Aufmerksame leser haben bestimmt bemerkt, dass wir schon länger auf keinem camping mehr wahren, da diese ja geschlossen sind.

Wenigstens konnten wir im waschsalon im ort unsere wäsche waschen, dann sind wenigstens unsere kleider sauber.

 

Da das wetter auch nicht zum bleiben einlud, fuhren wir nach einem ausgiebigen spielplatzbesuch weiter. Obwohl es mit 15uhr schon sehr spät war, denn der Mittagsschlaf von nanuk war ja längst vorbei. (dann fahren wir in der regel), und um 18uhr wollen wir eigentlich znacht essen, damits dann mit bettumbau und so für nanuk nicht zu spät wird. (ihr seht es ist gar nicht so einfach mit dem kleinen knopf.. wir mussten wirklich lernen, unseren klaren zeitplan und organisation einzuhalten, sonst wird’s sehr mühsam. Nun ist halt der zeitplan etwas bünzlig, dafür die laune vom kleinen und von uns gut.)

 

Tja, wir mussten unser ausscheren aus dem zeitplan etwas büssen. Nanuk machte es zwar super mit beim fahren. (es gibt ja auf dem land auch viele tolle traktoren zu sehen), aber wir grossen waren schon auch nicht so entspannt, als wir um 18uhr  erst am rumkurven in der nächsten stadt mit bioladen waren und den einfach nicht finden konnten.

Doch die gemühter beruhigten sich wieder, als die vorratskammern gefüllt, die grossen einen schokoreiswaffel im mund und der kleine mit mamas trick 77 (nanuk wird nun nämlich ausser in solchen notlagen nur noch vor dem einschlafen gestillt) beruhigt wurde, da der znacht noch auf sich warten liess..

Glücklicherweise fanden wir ausserhalb der stadt auf einem feld mit wunderschöner aussicht rasch einen platz, wo es dann richtig aber spät znacht gab und alle nach schönem spielen mit „ba“ und kiste, ins bett konnten.

 

17.10.08

juhuu, endlich, die sonne scheint schon am morgen. Nanuk weckt uns rechtzeitig zum sonnen aufgang.

Als wir gerade beim früchstück sind, fährt der bauer mit dem traktor vorbei, hält ein paar meter weiter an und telefoniert.

Hm, ruft er seine frau an, sie soll sich ein elefanteniveco für den wunschzettel fürs christkind notieren oder seine starken brüder oder gar die gendarmerie? Wir  wollens nicht rausfinden, und machen daher vorwärts und ziehen weiter.

 

Durch die wunderschöne tarnschlucht fahren wir bei bestem wetter. Mit den schönen herbstlaubbäumen ist es hier noch schöner als im sommer.  

Wir besuchen die tropfsteingrotte: arven armand. Eine riesige grotte , welche aus einem riesigen saal von 110m länge, 60m breite und 45m höhe besteht. (man sagt dass die kathedrale von notre dame hineinpassen würde.)

Nanuk ist wie wir beeindruckt von den riesigen stalagmitten und stalagktitten welche sehr schön im ferngesteuerten lichtschauspiel präsentiert werden.

 

Nanuk machts super auf der weiterfahrt mit suche nach einem nachtplatz. (Mittagsschlaf ist ja auch schon vorbei.) und wir finden einen parkplatz am fluss in einem kleinen dörfchen. Wir wollen es uns gut gehen lassen und mal wieder auswärts essen. Aber das ist gar nicht so einfach in der nebensaison. Dazu noch als vegetarier. Das restaurant das aufhat und auch was ohne fleisch hat, öffnet die küche leider erst um halb 8. das ist dann leider definitiv nicht entspannt für uns mit nanuks zeitplan. Also kochen wir selber.

 

18.10.08

wir fuhren weiter durch die tarnschlucht hinaus bis auf die hochebene. Welche mit ihren steinhaufen durchaus auch ihren reiz hat.

 

Nanuk geniesst das schlurfen durch das viele laub im wald als wir einen spaziergang machen

In le pont de montvert finden wir endlich einen geöffneten camping. Allerdings ist die reception täglich nur 1std. geöffnet. Heute wärs um 12 gewwesen. Man kann aber trotzdem drauf und sich dann halt melden wenn das büro auf ist. Nur blöd morgen ist dimache und ganz zu und am Montag wenn wir weiter wollen (und am Mittag) ist nur um 17uhr geöffnet. Mal schauen wie wir das machen. 😉

Am abend klappts dann endlich mit essen im restaurant. Nanuk bekommt 3telefonbücher unter den hintern, damit er über den tisch sieht und benimmt sich vorbildlich.

-Vielen lieben dank bettina, wir haben hier meinen geburtstagsgutschein für ein nachtessen an einem lauschigen plätzchen eingelöst. 😉

 

19.10.08

endlich duschen! Die sanitäranlagen sind zwar etwas zugig und nicht beheizt, aber dafür das wasser schön heiss und so können wir uns richtig schön einweichen und sauberduschen. 😉

vor dem zmittag war stefan mit nanuk unterwegs, damit ich etwas zeit für mich hatte. nach dem zmittag ging ich mit ihm los. (eine nanny im kofferraum wär schon ne tolle sache.)

 

hier in den bergen wird es nachts langsam ziemlich kalt. darum darf nanuk heute nacht zum erstenmal auch im schlafsack schlafen, mama hat ihm ja extra einen genäht.. 

 

20.10.08

hochanständig wie wir sind, haben wir das geld für den camping in ein couvert gesteckt und in den briefkasten geworfen.

Wir nahmen eine abkürzung über eine strasse welche nicht auf der karte eingezeichnet ist , über die berge und landeten tatsächlich auf der nationalstrasse wo wir gehofft hatten, dass die route hinführt. (lieber röbi es war zwar genausosteil wie unsere abkürzung in tschechien, aber mit dem elefant geht das nicht ganz so in die beine wie mit dem velo. 😉

In alès gabs einen kurzen zwischenstopp im bioladen. Aber oh je, was für ein saustall! Körbli hatte es keine und als wir nach einem wägeli fragten zeigte sie nach draussen. Dort hatte es aber keine und als sie sie uns zeigen wollte, mekrte sie dass wohl alle geklaut sind. Die ordnung war kaotisch und die sauberkeit liess auch einiges zu wünschen übrig.  Ein super beispiel für ein körnlipicker.wollsocken, schmuddel-wir-verwenden-alles-dreifach klischee bioladen.

Da das wetter sch… also es regnete, fuhren wir weiter bis nach montpellier, wo wir kurz vor der stadt am strand einen zwar höhenbegrenzten pakrplatz fanden, die höhenabsperrung war aber wegen bauarbeiten geöffnet und so konnten wir dort unser nachtlager errichten. Zum znacht gabs ein mächtiges gewitter.