30.11.08 agdz
neben uns auf dem camping hat es ein deutsch-marokanisches ehepaar, nora und max, mit denen wir ins gespräch gekommen sind und wir machen für den Nachmittag ab um gemeinsam ins städchen zu fahren. (unser auto dient als wäscheleinenpfosten J).
Wir trinken in der stadt gemütlich minzetee an der sonne, wie sich das für marokko gehört. Danach gehen wir auf dem markt noch einkaufen
und kochen dann für max und nora einen feinen znacht. Nanuk geniesst es richtig wieder mal gäste zum essen zu haben.
Da max von nora arabisch unterricht bekommt, wird so einiges sprachliches besprochen. Ich versteh nicht mal bahnhof aber stefan kann einige fragen klären.
1.12.08
das erste kalendertörchen bescheerte uns herrliches sonnenscheinwetter. Nanuk genoss es nur im body mit einer grossen gelte voll wasser zu götschen.
Ich hatte mal wieder einiges zu tun mit wäsche etc. (reisehaushalt eben).
Zum zmittag waren wir bei nora und max im wohnwagen zu einem marokkanischen linseneintopf eingeladen. Nanuk fands super im „restaurant“ zu essen. Als wir vorgängig schon mal seinen teller rüberbrachten, konnte er es kaum noch erwarten bis wir endlich hingingen.
Zum zvieri waren wir dann noch zu „msimmen“essen eingeladen. Das ist hauchdünner pizzateig, clever gefaltet, dass es wie ein blätterteig wird und das ist man dann mit confi oder honig. Mmh sehr lecker, den znacht sparten wir uns, wir waren so satt. 
Stefan und max gingen noch in den hamam und wir frauen quatschten etwas bei uns im auto, während nanuk in seinem bettchen schlief.
2.12.08
heute wars etwas windig, daher gingen max und nora nicht wie geplant mit ihrem schlauchboot auf die draa den fluss der hier durchfliesst. Stattdessen machten sie mit uns einen spaziergang zum fluss. Der weg direkte weg führte quer durch die palmenoase, das war gar nicht so einfach den weg durch dieses labyrinth zu finden, ohne quer durch die felder zu stampfen. Dafür wars angenehm ruhig, keine händler die einem unbedingt zum tee also zum etwas kaufen überreden wollen. (das kann mit der zeit ganz schön nerven.).

wir spazierten gemütlich etwas dem fluss entlang, der für diese jahreszeit aussergewöhnlich viel wasser führt, und wieder zurück zur oase. Hier waren einige bauern gerade beim dattel ernten und max kaufte gleich ein paar kilo.
Nanuk durfte eine runde mit dem maultierkarren fahren, mit dem sie später die ernte in die stadt bringen. Das gefiel ihm natürlich sehr. 
Zurück auf dem camping assen wir einen kleinen zmittag und dann fuhr ich mit nora und max in die stadt, ich wollte nämlich endlich mal aufs internet. Ich ging also ins cybercafe und sie ins restaurant. Dort wollten wir uns wieder treffen oder falls sie eher fertig waren würden sie mich im netcafe holen. Als ich zurück zum restaurant ging, waren sie nicht dort. Ich nahm an, dass sie noch was einkaufen gingen und tat dies daher auch. Also ich aus dem markt kam, sah ich gerade noch wie sie mit dem auto zurück zum camping fuhren. Es blieb mir nun also nichts anderes überig als zu laufen. Kein problem, doch hätt ich das vorher gewusst hätt ich vielleicht ein paar kilo gemüse weniger gekauft.
Als ich nach einer halben stunde marsch auf dem camping ankam, war nanuk gerade dabei dem „bauarbeiter“ zu helfen, alle schlaglöcher mit schutt zu füllen. Als ich wegfuhr hatte er geweint und nun beachtete er mich vor lauter arbeit gar nicht.
3.12.08
heute wollen nora und max ihre 2.bootstour auf dem fluss machen. Stefan hat ihnen angeboten, sie hinzufahren und auch wieder abzuholen. Also fuhren wir sie mit ihrem auto zu einer geeigneten einstiegsstelle. Wir waren kaum angekommen, da kamen schon die ersten „gaffer“ und es wurden noch einige mehr. Schon lustig, wie neugierig die leute hier sind. Und sie genieren sich dann auch nicht richtig zu gucken. Sie kommen stellen sich neben dich und schauen ganz genau was du machst. Bei uns würde man aus der ferne und halb versteckt mal schauen was da vor sich geht. Hier stehen sie einem fast auf die füsse. J 
als dann das boot endlich aufgepumpt und max und nora davonpaddelten, hätte ich grosse lust gehabt auch auf dem fluss dahinzupaddeln. (das war vor fast einer ewigkeit, 14 jahren in schweden doch auch so toll. Christian du erinnerst dich?!) die zwei paddelten also davon und wir mit ihrem auto zurück auf den camping für Mittagessen und etwas wäsche machen und dann wars auch schon wieder zeit, die beiden abzuholen.wir sind einfach mal flussabwärts gefahren und schauten immer wenn der fluss von der strasse sichtbar war, ob wir die beiden sehen. Und tatsächlich entdeckten wir die zwei und fuhren noch weiter bis zu einer geeigneten ausstiegsstelle.
Auf dem rückweg hat stefan unter fachkundigerberatung von nora uns noch einen taginetopf gekauft. Welchen wir fürs abendessen gleich einweihten.
Stefan ging wieder mit max ins hamam und wir frauen quatschten
4.12.08
heute war wochenmarkt im dorf und wir fuhren mit max und nora bis ins dorf wo sie uns absetzen, da sie für erledigungen nach ourzazate fuhren. Der markt war etwas ausserhalb und wir spazierten gemütlich dorthin.
Nanuk hatte grossen plausch an all den eseln, welche rund um den marktplatz parkiert waren und darauf warteten, dass sie abends mit schwer bepackten taschen oder den karren wieder heimwärts ziehen können. Auch gabs viele ziegen und vor allem schafe (bald ist das hammelfest) zu bestaunen. Und er sagte kräftig „määää“. 
Beim gemüseeinkauf half er auch kräftig mit und bekam überall eine clementine oder eine banane geschenkt.
Wir hatten ordentlich grünfutter eingekauft und waren extrem beladen und wollten daher ein taxi ins dorf nehmen. Aber leider war keines auzutreiben. Also liefen wir mal bis ins dorf. Aber auch dort schienen die taxis mangelware oder man bekam nur horrendteure angebote. Wir liefen mal in richtung camping aber noch immer we it und breit nichts von taxis. Stefan hatte kaum noch blut in den fingern, da die unpraktischen plastiktüten so einschnitten, als wir einen hübschen eselkarren erspähten. Wir fragten ob er uns zum camping fahren könne. der lief schnell weg und holte seinen chef, der freute sich riesig als er stefan sah und fuhr uns gerne. Es war nämlich der bademeister vom hamam, der sowieso grad zurück wollte. (der hamam ist gleich neben dem camping).
Nanuk fand die fahrt super. Wir wurden bis direkt vor unser auto gefahren und nanuk fing an zu weinen als der karren wieder wegfuhr.
Als nora zurückkam, waren dann wir frauenn mal an der reihe für den hamam. Es gibt hier nämlich nur einen und so sind morgens und abends die männer dran, und nachmittags die frauen.
Nanuk kam natürlich auch mit. Es ist nämlich so üblich, dass die buben bis ca. 6 jahre mit den müttern mitgehen.
Also der hamam ist nicht so luxuriös und nicht zu vergleichen mit dem in zürich, aber dafür ist das wasser schön heiss im gegensatz zu den laukalten duschen auf dem camping ist das ein traum.
Mit nora als marokkanerin dabei hatte ich meine persönliche fremdenführerin und so konnte sie mir alles zeigen, wie man das so macht.
Also als erstes zieht man sich in der umkleideraum aus, nur nicht die unterhose, schliesslich sind wir in einem muslimischen land. Dann schnappt man sich einige eimer und holt sich im hintersten, also 3. raum wasser, dass brühend heiss aus der leitung kommt. Dieses mischt man mit wasser vom kaltwasserhahn bis es eine erträgliche temperatur hat.
So füllt man sich einige eimer und installiert sich in einem der räume. (wobei je nach entfernung zum heissen wassertrog die temperatur natürlich kühler oder heisser ist.) wir entschieden uns für die goldene mitte.
Als erstes spülten wir den boden mit einem eimer brühend heissem wasser, damit der auch ja sauber ist. (den anschein macht er nicht, und die büschel haare, welche die frauen nach der intimrasur hinterlassen hatten sind auch nicht so einladend. L )
Aber nora ist natürlich ausgerüstet und hatt eine gummimatte wo wir uns draufsetzen können.
Nun wird ordendlich eingeseift und geschruppt (vorzugsweise mit einem peelinghandschuh) und dann mit wasser, dass man mit kleinen beckeli aus den kübeln schöpft, abgespühlt.
Nanuk hab ich seine badegelte mitgenommen und mit warmem wasser gefültt und neben uns gestellt, wo er zufrieden götschte.
Als wir zurückkamen war die tagine fertig und nach dem znacht gingen wir alle so richtig schön sauber und müde ins bett.
5.12.08
nora und max haben uns eingeladen, mit ihnen im ihrem schlauchboot eine tour auf dem fluss zu machen. Bevor wir losfuhren überprüfte unser mechaniker noch den ölstand. 
Wir fuhren also mit beiden autos zur ausstiegsstelle, parkten dort unseren elefant und fuhren alle flussaufwärts zur einstiegsstelle. Nanuk hat diesmal im gegensatz zu östreich zu beginn unserer reise, nicht reklamiert als er die schwimmweste anziehen musste. Freudestrahlend stieg er ins boot. Stefan war vorne der (motor)paddler, max hinten der steuerpaddler und nora und ich übernahmen das fotografieren und nanuk beaufsichtigen in der mitte.
Es war toll so die landschaft an einem vorbeiziehen zu lassen. Man sieht zwar nicht viel mehr als vom auto auf der strasse, dafür ist man absolut allein und an der ruhe und allein. (abgesehen von ein paar waschfrauen, welche ihre wäsche waschen.) auch wenn einem hier nämlich jemand entdecken würde und zu einem tee oder teppichhandel einladen wollen würde, so hätte er keine chance und würde einem in ruhe lassen, da sie ja nicht schwimmen können . und so hat man hier wirklich seine ruhe.
Es war eine super tolle fahrt nanuk hats mega spass gemacht und uns auch. Vielen vielen dank max und nora! 
6.12.08
heute haben wir als erstes nach dem frühstück mal den onkel fabian angerufen und zum geburtstag gratuliert. Nanuk hat lange geplaudert und geplappert, verstanden hat zwar niemand was, aber es war mega süss.
Gegen Mittag bin ich mit nanuk im kinderwagen los in die stadt spaziert um einige einkäufe zu tätigen. Hui wir sind wohl nun definitv das stadtgespräch mit unserem veloanhängerwagen, sowas haben die hier noch nicht gesehen.
Nach getaner arbeit auf dem gemüsemarkt, liess ich mich doch tatsächlich wieder von einem tuaregg bequatschen und eh ich michs versah sass ich in seinem laden zum tee. Nanuk war voll begeistert von den kleinen kamelen und spielte freudig damit. Der händler machte mit und so veranstalteten sie ein kamelrennen durch den laden, während wir auf den tee warteten. 
Als dieser dann fertig war, ging der handel los und er zeigte mir allerlei tuareggschmuck. Sobald er mir ein stück jedoch hinlegte, schnappte sich nanuk dieses und versorgte es sogleich wieder in der schatulle wo der händler es zuvor rausgeholt hatte. also versuchte der händler sein glück mit turbantüchern und wickelte nanuk einen turban.
Da wir in der schweiz ja aber eher selten sandstürme haben brauchen wir so ein ding ja nicht. Doch kam mir in den sinn, dass es eigentlich genau die richtige grösse für unsere küchengestell hätte, wo wir schon lange ein tuch vorne hinspannen wollten. Also wollte ich den preis wissen und dann natürlich ordentlich handeln. Jaja nichts zu machen, es wäre schon ein freundschaftspreis, bla bla.. ok ich hab bestimmt zuviel bezahlt aber was solls. Ich will also gerade gehen, da drückt doch ein anderer typ dem nanuk ein kästchen in die hand, wo eine schlange rausspringt, wenn man es öffnet. Das findet er natürlich toll und will es nun nicht mehr hergeben. Ich erklär nanuk lang und breit, dass es dem mann gehört und er es dalassen muss. Der kleine eisbär stellt sich aber stur, schliesslich hat er ja bis jetzt erfahren, dass ihm die leute die dinge immer schenken, wenn er sich stur stellt. Aber oho, nanuk kennt scheinbar die geschäftstüchtigkeit von den tuaregg noch nicht. Der nennt mir nämlich sofort den preis und beendet den satz, dass die kinder doch das wertvollste der welt seien. Ich erklär also nanuk nochmals auf französisch, damits der tuaregg auch versteht, das wir das nicht brauchen, da er ja genug spielsachen hätte und es sowieso viel zu teuer sei. Der tuaregg wiederum meint dass man doch den kindern ihre wünsche erfüllen müsse und ich erkläre ihm, dass nanuk es wolle, weil er überall etwas geschenkt bekäme und er nun denkt hier sei es auch so. er müsse aber lernen, dass das nicht immer so ist. Nun lässt sich auch das tuareggherz etwas erweichen und er halbiert den preis, natürlich nur mit der randbemerkung, dass er nun gewaltig drauflege und nichts mehr daran verdiene aber nanuk sei ja so ein süsser kerl. Also gut dann bezahlt ich halt den sicher immer noch zu hohen preis und nanuk kriegt eine schlangenschatulle statt tirggel, zimmetstern und griiitibenz vom samichlaus der dieses jahr ausnahmsweise in blau als tuaregg verkleidet ist. J
Nun mussten wir nur noch datteln kaufen um unsere mission zu erfüllen. Ich probiere mich wacker durchs sortiment und fang dann tüchtig an zu märten. Bei 25.- dirham pro kilo schlag ich zu, da ich stolz bin einen solchen preis bekommen zu haben ich dachte nämlich gestern hätten wir 30.—bezahlt.
Zurück auf dem camping sagt mir stefan dann, dass wir gestern nur 15.- bezahlt hätten und ein anderer auf dem camping sagt uns, dass also datteln nicht mehr als 10.- kosten dürfen. Tja, wenn frauen shoppen gehen, dann wird’s teuer! J J J
(liebe anne-c. heute abend hab ich dein mail gelesen mit euren erfahrungen mit den preisen in indien. Ich musste herzhaft lachen, ich weiss genau was du meinst.)
0812.08
heute morgen wachte ich mit kopfschmerzen auf und bis zum frühstück entwickelte sich das zu ner migräne wie ich’s schon seit 10jahren nicht mehr hatte.
stefan richtete mir die hängematte an einem ruhigen plätzchen in der oase ein und so konnte ich ein halbes stündchen ausruhen, dann kam aber nanuk wieder, er kann halt nicht mehr ohne mama sein. (die ist ja immer da!)
damit ich aber trotzdem etwas ruhe hatte, machte stefan sein velo und den anhänger für nanuk bereit und ging mit harald (campingnachbar) los zu einer velotour zum wasserfall.
So konnte ich einen erholsamen, ruhigen Nachmittag verbringen und meine kopfschmerzen lösten sich auch schon bald auf. (dank den homöopathischen kügeli).
Als die männer später zufrieden aber völlig eingestaubt zurückkamen, erzählten sie von einem tollen ausflug, aber bis zum wasserfall hätten sie es nicht geschafft. Janu.
Ich machte nochmals los mit nanuk in den hamam. Die berberinnen schauten schon etwas ab uns 2 bleichgesichtern, doch wir taten nichts dergleichen, wussten wir ja jetzt wie alles funktioniert und so wars toll und wir wieder sauber.
09.12.08
heute ist „leyk kebir“ oder auch hammelfest, der höchste feiertag im islam. Von gaelle der französischen frau vom campingplatz, wurden wir eingeladen, zu ihnen in die kasbah zu kommen und dem beizuwohnen.
Wir kramten also einige luftballons für die kinder hervor und opferten unsere letzte lindtschokolade als gastgeschenke.
Die marokkanischen frauen waren alle in glitzernden kleidern und die männer in schönen hellen djelabas gekleidet. Die mädchen hatten weisse rüschenröcken wie wir sie von italienischen 1.kommunionen kennen und die buben hatten einfach sonst neue kleider an. Gaelle erklärte uns, dass die kinder zu diesem fest von den verwandten neue kleider geschekt kriegen und die kinder diese dann gleich anziehen.
Zuerst gabs kuchen und tee im salon und nanuk spielte derweil im hof mit den jungs fussball. Ich glaub es endete marokko 0:0 schweiz (sie hatten ja auch keine tore) J. 
Als dann der metzger kam und die 3 hammel in den garten zum schlachten geführt wurden, ging ich mit nanuk spazieren, das wollten wir ihm nicht zeigen.
Nanuk schlief im wägeli schnell ein und so sah ich noch wie sie den letzten hammel töteten. Ich wollte es eigentlich nicht sehen, aber nun fand ich’s gar nicht so schlecht, ich hatte es mir nämlich viel schlimmer vorgestellt. Aber trotzdem find ich’s schon krass, wenn man da diesen lebendigen hammel sieht und dann murgs und tot ist er nur damit man fleisch essen kann.
Vom tier wird alles verwertet, von den innereien bis zum fell und auch beim kopf werden die haare über dem feuer abgebrannt und dann kommt er in die suppe. En guete!

An den 3 hammeln wird die familie die nächsten wochen zu essen haben. Den ersten happen gabs heute aber für uns gabs reis.
11.12.08 agdz à zagora
so heute verlassen wir also unser liebes agdz. Bis wir parat sind ist es 14uhr und wir nehmen christian den deutschen fotografen mit, der hier ein zimmer in der kasbah hat. Er will in zagora nämlich in ein museum.
Die fahrt dauerte aber länger als wir dachten, es war ein ziemliches gegurcke durch all die ortschaften und so ist es bereist 16uhr bis wir beim museum vor zagora ankommen. Wir setzten also christian ab und hoffen fest er hat noch eine rückfahrgelegenheit gefunden. Für alle fälle haben wir ihm den namen unseres campingplatzes gegeben.
Als wir beim camping ankamen, wies uns der wächter in einen platz mit besonders viel sonne zu, wir waren gerade am parken, da hupte es hiner uns —max und nora— nun kommt uns auch der wohnwagen neben uns bekannt vor. So trifft man sich wieder!
12.12.08 zagoraà m’hamid
so heute wollen wir unser grosses wüsentour projekt in angriff nehmen. Darum erst mal vorräte auffüllen in der stadt. Aber oh mann schon beim 2. stand bin ich total abgenervt, das ständige handeln um die preise und dann doch immer das gefühl zu haben unter dem hämischen blick des verkäufers, dass es immer noch zuviel ist nervt langsam richtig! Stefan hat heute aber einen super tag und er ist besonders lieb zu mir und so fange ich mich auch bald wieder. J
wir fahren also weiter nach m’hamid, vonwo wir durch die wüste über eine piste bis nach fumzguid fahren wollen.
Auf dem weg kommt uns harald von der velotour entgegen, er meint die leute in mhamid seien das schlimmste an aufdringlichkeit, dass er je erlebt habe und er hätte nun genug von marokko und mache los nördlich nach spanien. Oha, da hat wohl noch einer einen schlechten tag.
Nun gut wir fahren weiter und lassen uns schlauerweise auf dem campingplatz eines holländers kurz vor m’hamid nieder. Wir geniessen die vollkommene ruhe, denn wir sind die einzigen gäste. (seit 2 wochen, scheinbar ist dieses jahr kaum was los. Haben wir auch schon gemerkt, scheinbar wirkt sich die finanzkrise doch aus).
13.12.08
s’gotti von nanuk hat heute geburtstag, darum rufen wir gleich nach dem aufstehen in die schweiz an und wecken sie mit eisbärengeplauder. Sie freut sich sehr und wir uns noch mehr J.
Da es hier so schön ruhig ist, beschliessen wir noch einen tag hierzubleiben und so geniessen wir die sonne, nanuk den endlos sandkasten rundumunsherum.
14.12.08 m’hamidàirgendwo in der wüste an der grenze zu algerien
wir kamen früh los und merkten nichts von den angeblich mühsamen bevölkerung in m’hamid. Aber wir liessen ihnen auch keine chance und sind ohne die geschwindigkeit zu reduzieren durchgefahren und direkt in die wüste.
Auf den ersten passagen hatte es viele kleine sanddünen. Es ist toll auf sand zu fahren, so schön weich, etwa wie mit dem snowboard im tiefschnee. Auch nanuk hats gefallen. 
Wir werden von einem marokkanischen offroader überholt, der später wierder anhält und als wir aufholen, steht ein europäer mit filmkamera neben dem auto und filmt uns im vorbeifahren. Das macht er noch 2mal, keine ahnung was das soll entweder es war doch kein europäer und er wollte uns dann nacher den film verkaufen, oder wir kommen dann doch mal noch im fernsehen. Haltet also ausschau nach dem roten elefant bei der nächsten reisesendung.
Als wir Mittagsrast machen, merken wir, dass es nanuk nicht so gut geht und er fieber hat. Während wir essen kommt auch immer mehr wind auf und wir beschliessen nicht in den erg, also die grossen sanddünen, zu fahren sondern den anderen weg durch die steinwüste zu nehmen. 
Das entpuppt sich als weiser entscheid, denn bei dem vielen wind der dann noch aufkam, hätten wir wohl nichts mehr gesehen im sand.
Aber auch auf diesem weg ist die landschaft wunderschön und einsam. Bei unsersem nachtlager, stellen wir uns in den schutz eines berges doch als wir in der nacht erwachen, ist der wind so stark geworden, dass es den elefant mächtig hinundherschaukelt. Unsere velos werden wohl am heck gerade sandgestrahlt.
15.12.08 wüsteàfoum zguidà tata
als wir heute morgen aufwachten, stellen wir fest, dass wohl auch die dichteste seite unseres autos, welche wir wohlweislich in den wind gestellt haben, nicht ganz dicht war. Nanuk kann heute also schon im bett sändelen.
auch geht’s ihm wieder besser und sein fieber ist weg.
Wir fahren wieder viel geholper und als wir dann endlich in der zivilisation zurück sind, also in foum zguid, ist mein popo ganz froh, mal wieder eine geteerte strasse unter den rädern zu haben, obwohl die landschaft natürlich unvergleichlich schön war.
Foum zguid lädt nicht zum verweilen ein und so fahren wir gleich weiter nach tata. Auf dem weg dorthin ist die landschaft auch wunderschön. Komisch dass wir das noch von niemand gehört haben.
In tata auf dem camping sind wir umgeben von französischen rentnern in hymermobilen :-{
Abends hat nanuk grosse mühe beim einschlafen und nachts schläft er auch sehr schlecht.
16.12.08
als wir morgens erwachen hat nanuk wieder hohes fieber und einen komischen ausschlag im gesicht. Nach kontaktieren verschiedener bücher, nehmen wir an es sind die röteln. Zudem hat er vermutlich noch eine blasenentzündung.
Wir beschliessen daher hier zu bleiben bis er ganz gesund ist. (auch soll es hier für den notfall ein sehr gutes spital haben.)
Im verlauf des tages geht es nanuk immer besser und auch sein ausschlag verschwindet wieder. War wohl falscher alarm. Oder nanuk ist ein schnellheiler
17.12.08
nanuk ist wieder komplett gesund und munter. Dafür erwacht stefan mit gliederschmerzen wir entschliessen uns aber trotzdem zur weiterfahrt. Nachdem wir abreisefertig sind gehe ich mit nanuk noch schnell orangen kaufen gehe. Als wir zurückkommen liegt stefan fiebrig im auto. Also nichts mit abreisen. Ich richte ihm vorne auf den fahrsitzen ein bett ein, damit er wenigstens etwas ruhe von uns hat.
20.12.08
puh das waren lange tage für mich und wohl auch für stefan. Mit hohem fieber lag er die ganze zeit in seinem „krankenzimmer“ während ich mit nanuk den reisealltag managte.
Heute fühlt er sich aber viel besser und wir fahren weiter.
Doch schon am Mittag fühlt sich stefan wieder schlecht und die weiterreise wird sehr anstrengend.
Gegen abend finden wir 15km ausserhalb von agadir eine maison dhaute mit campingmöglichkeit. Alles ist extrem schön gemacht und sauber. (wird von franzosen geführt.)
Damit stefan in ruhe mal schlafen kann, nimmt er sich ein zimmer und ich und nanuk schlafen im elefant. (hui endlich mal platz zum drehen im bett
)
21.12.08 nähe agadir
stefan konnte nicht schlafen dafür haben wir alle die luxusdusche in seinem zimmer genossen. hach es ist schon etwas tolles, so ein satter wasserstrahl, heisses wassser das nie endet. Dazu in einer sauberen umgebung wo man keine badelatschen tragen muss und auch die frischen kleider mangels ablagefläche nicht nass werden. Also was ich neben euch liebenn freunden und verwandten am meisten vermisse, ist unser bett, die badewanne und die waschmaschine. Wenn’s grad mal wieder sch…wetter ist bei euch und ihr neidisch an uns denkt, dann geniesst doch ein heisses bad, lasst in der zeit eure wäsche von der maschine waschen und legt euch anschliessend in euer weiches bett, dass immer und jederzeit bereitsteht und ihr nicht vorher aufbauen müsst. J
da stefan noch immer fieber und kopfschmerzen hat,bleiben wir hier und er behält das zimmer, dass er mal richtig ruhe zum genesen hat. Nanuk und ich kruschen so vor uns hin und kümmern uns fürsorglich um den papa.
Dabei entdecken wir noch einen langvermissten kameraden. Baldingers hausmonster war schon ewig verschollen und tauchte hier an einem nomadenzelt wieder auf. Ist wohl in der wüste mit einer karawane abgehauen und hat uns wieder eingeholt. 
23.12.08
so, stefan hat 3 tage und nächte im bett in seinem zimmer mit luxuriösheisser dusche verbracht hat, fühlt er sich heute morgen besser, so dass wir weiterfahren. Wir schaffen es bis marakesch, wo wir auf den nicht hübschen campingplatz gehen. Hier hat es eine deutsche familie mit 3 kindern in einem vw-bus. Wir stauenen wie die das mit dem platz schaffen.
24.12.08 heiligabend
nanuk hat sich gleich mit den buben vom deutschen vwbus angefreundet und mit ihnen fussballgespielt. Die jungs waren auch ganz angetan von ihm, heben sie doch einen nachbar der genauso heisst. Sie zeigten ihm dann noch wo es einen grossen sandhaufen hat und dann haben alle friedlich „gesändelet“. Ich durfte sogar zurück zum auot und nauk blieb friedlich dort.
Doch den heiligabend wollten wir nicht an enem so trostlosen platz nahe der schnellstrasse verbringen und so gings schon bald wieder weiter.
Wir sind alles autobahn gefahren, die ist hier super und nach all den schlaglochstrassen ein traum. Gegen 18uhr finden wir in moulay bousselham einen campingplatz.
Ich bereite das festmahl vor, währen stefan mit nanuk etwas spazieren geht. Die jungs kommen dann mit einem „bürdeli“ holz zurück und entfachen ein lagerfeuer. (tannenbaum und adventskranz haben wir ja nicht.).
Das essen hab ich auch schon fertig und heute gibt’s sogar tischdecke und servietten. (also turbantuch und zewawischundweg, man nimmt was man hat. Maria und josef gings ja nicht besser. J )
Nach dem essen darf nanuk seine geschenke auspacken, stefan und ich haben unsere ja schon längst bekommen. Nanuk freut sich sehr über sein bilderbuch von den tieren aus der polargegend und seinen tierstickern. (ganz bescheiden, aber die freude ist riesig.)

Nachdem wir nanuk ins bett gebracht haben sitzen stefan und ich noch ein ganzes weilchen am feuer und geniessen so unseren lodernden weihnachtsbaum.
Hey Mirjam, äs isch eifach jedesmal spannend vo eu z läse!
Ich finds genial, mached ihr das!
Bi eus gaht i 5 Täg dä KG wieder aa,
äs heisst also “präppe”…
Eu wiiterhin ä spannendi Reis und än zauberhafte Silvesterabig!