14.10.08
tja, eigentlich wollte ich es ja heute in der therme geniessen. Gestern war ich ja um 12uhr vor geschlossener tür gestanden.
Heute kam ich bis in den vorraum, wo ich dann dieses schild lesen durfte: „leute welche nicht in der kur sind, können nur mit reservierung am nachmitag das bad besuchen“. (also so in etwa auf französisch). Dann halt nicht! L
Da das wetter schlecht war beschlossen wir weiter zu fahren. Wir haben dann ein tolles plätzchen in den bergen auf einem langlaufloipenparkplatz gefunden. Mit nanuk in der kraxe sind wir noch etwas spaziert.
Als wir gerade das bett aufbauten kam die gendarmerie angefahren, und mir wurde schon mulmig und dachte ok die schimpfen jetzt mit uns wegen wildem camping und schicken uns weg. Aber nein, sie waren freundlich, haben gefragt ob wir ferien machen und wollten die fahrzeugpapiere sehen. Dann gaben sie uns noch den Tipp, dass wir uns unten im dorf bei der kirche mit frischem wasser eindecken können und auch unser schmutzwasser dort losbringen können. Zum abschied liessen sie für nanuk noch das blaulicht laufen, was ihm natürlich sehr gefiehl. Sagt er doch seit hamburg schön: „üüü-daa“ wenn er so was sieht!
15.10.08
auch heute war das wetter nicht sehr „bleibig“. Als ich nach dem aufwachen für nanuk den rollladen hochmachte schaute er raus und sagte: „heiss“! (eigentlich wars sehr kalt mit viel nebel!)
in voller regenmontur ging ich trotz wind und wetter mit nanuk zum bach zum plantschen und überliess stefan den haushalt in der wärme.
Wir fuhren weiter und landeten schliesslich in chaudes aigues (hört sich doch wohlig thermisch an). Dem war auch so, hier sprudelt das wasser 80°c heiss aus dem brunnen. 
Auf einem riesigen parkplatz mit angrenzendem spielplatz (solche sachen sind sehr wichtig, glaubt mir) stellten wir uns für die nacht hin. Es war auch schon ein wohnmobil von solothurn dort. Als wir an ihnen vorbeifuhren zum parkieren, konnte ich von ihren lippen lesen, dass sie es nicht so toll fanden andere schweizer zu treffen. Sie grüssten dann auch nicht. (tz, tz also von allen nationalitäten sind die schweizer bisher wirklich die knurrigsten. Schämt euch!)
Auf dem abendspatziergang durchs städtchen fand stefan mit nanuk heraus, dass es hier auch eine therme gibt, wo wir aber leider nur ohne nanuk hinkönnen. (immerhin!)
16.10.08
heute ist also das projekt; therme im schichtbetrieb dran. (nanuk darf ja nicht). Aber oh weh, als wir bei der therme ankommen sagt uns die nette frau, dass der teil der therme wo auch normale menschen (also solche ohne rheuma) , noch nicht eröffnet ist. Also wieder nichts.!
Dabei gings ja nicht nur ums wellnessen, wir sollten wirklich mal wieder duschen. Aufmerksame leser haben bestimmt bemerkt, dass wir schon länger auf keinem camping mehr wahren, da diese ja geschlossen sind.
Wenigstens konnten wir im waschsalon im ort unsere wäsche waschen, dann sind wenigstens unsere kleider sauber.
Da das wetter auch nicht zum bleiben einlud, fuhren wir nach einem ausgiebigen spielplatzbesuch weiter. Obwohl es mit 15uhr schon sehr spät war, denn der Mittagsschlaf von nanuk war ja längst vorbei. (dann fahren wir in der regel), und um 18uhr wollen wir eigentlich znacht essen, damits dann mit bettumbau und so für nanuk nicht zu spät wird. (ihr seht es ist gar nicht so einfach mit dem kleinen knopf.. wir mussten wirklich lernen, unseren klaren zeitplan und organisation einzuhalten, sonst wird’s sehr mühsam. Nun ist halt der zeitplan etwas bünzlig, dafür die laune vom kleinen und von uns gut.)
Tja, wir mussten unser ausscheren aus dem zeitplan etwas büssen. Nanuk machte es zwar super mit beim fahren. (es gibt ja auf dem land auch viele tolle traktoren zu sehen), aber wir grossen waren schon auch nicht so entspannt, als wir um 18uhr erst am rumkurven in der nächsten stadt mit bioladen waren und den einfach nicht finden konnten.
Doch die gemühter beruhigten sich wieder, als die vorratskammern gefüllt, die grossen einen schokoreiswaffel im mund und der kleine mit mamas trick 77 (nanuk wird nun nämlich ausser in solchen notlagen nur noch vor dem einschlafen gestillt) beruhigt wurde, da der znacht noch auf sich warten liess..
Glücklicherweise fanden wir ausserhalb der stadt auf einem feld mit wunderschöner aussicht rasch einen platz, wo es dann richtig aber spät znacht gab und alle nach schönem spielen mit „ba“ und kiste, ins bett konnten. 
17.10.08
juhuu, endlich, die sonne scheint schon am morgen. Nanuk weckt uns rechtzeitig zum sonnen aufgang.
Als wir gerade beim früchstück sind, fährt der bauer mit dem traktor vorbei, hält ein paar meter weiter an und telefoniert.
Hm, ruft er seine frau an, sie soll sich ein elefanteniveco für den wunschzettel fürs christkind notieren oder seine starken brüder oder gar die gendarmerie? Wir wollens nicht rausfinden, und machen daher vorwärts und ziehen weiter.
Durch die wunderschöne tarnschlucht fahren wir bei bestem wetter. Mit den schönen herbstlaubbäumen ist es hier noch schöner als im sommer. 
Wir besuchen die tropfsteingrotte: arven armand. Eine riesige grotte , welche aus einem riesigen saal von 110m länge, 60m breite und 45m höhe besteht. (man sagt dass die kathedrale von notre dame hineinpassen würde.)
Nanuk ist wie wir beeindruckt von den riesigen stalagmitten und stalagktitten welche sehr schön im ferngesteuerten lichtschauspiel präsentiert werden. 
Nanuk machts super auf der weiterfahrt mit suche nach einem nachtplatz. (Mittagsschlaf ist ja auch schon vorbei.) und wir finden einen parkplatz am fluss in einem kleinen dörfchen. Wir wollen es uns gut gehen lassen und mal wieder auswärts essen. Aber das ist gar nicht so einfach in der nebensaison. Dazu noch als vegetarier. Das restaurant das aufhat und auch was ohne fleisch hat, öffnet die küche leider erst um halb 8. das ist dann leider definitiv nicht entspannt für uns mit nanuks zeitplan. Also kochen wir selber.
18.10.08
wir fuhren weiter durch die tarnschlucht hinaus bis auf die hochebene. Welche mit ihren steinhaufen durchaus auch ihren reiz hat. 
Nanuk geniesst das schlurfen durch das viele laub im wald als wir einen spaziergang machen
In le pont de montvert finden wir endlich einen geöffneten camping. Allerdings ist die reception täglich nur 1std. geöffnet. Heute wärs um 12 gewwesen. Man kann aber trotzdem drauf und sich dann halt melden wenn das büro auf ist. Nur blöd morgen ist dimache und ganz zu und am Montag wenn wir weiter wollen (und am Mittag) ist nur um 17uhr geöffnet. Mal schauen wie wir das machen.
Am abend klappts dann endlich mit essen im restaurant. Nanuk bekommt 3telefonbücher unter den hintern, damit er über den tisch sieht und benimmt sich vorbildlich.
-Vielen lieben dank bettina, wir haben hier meinen geburtstagsgutschein für ein nachtessen an einem lauschigen plätzchen eingelöst.

19.10.08
endlich duschen! Die sanitäranlagen sind zwar etwas zugig und nicht beheizt, aber dafür das wasser schön heiss und so können wir uns richtig schön einweichen und sauberduschen.
vor dem zmittag war stefan mit nanuk unterwegs, damit ich etwas zeit für mich hatte. nach dem zmittag ging ich mit ihm los. (eine nanny im kofferraum wär schon ne tolle sache.) 
hier in den bergen wird es nachts langsam ziemlich kalt. darum darf nanuk heute nacht zum erstenmal auch im schlafsack schlafen, mama hat ihm ja extra einen genäht.. 
20.10.08
hochanständig wie wir sind, haben wir das geld für den camping in ein couvert gesteckt und in den briefkasten geworfen.
Wir nahmen eine abkürzung über eine strasse welche nicht auf der karte eingezeichnet ist , über die berge und landeten tatsächlich auf der nationalstrasse wo wir gehofft hatten, dass die route hinführt. (lieber röbi es war zwar genausosteil wie unsere abkürzung in tschechien, aber mit dem elefant geht das nicht ganz so in die beine wie mit dem velo.
In alès gabs einen kurzen zwischenstopp im bioladen. Aber oh je, was für ein saustall! Körbli hatte es keine und als wir nach einem wägeli fragten zeigte sie nach draussen. Dort hatte es aber keine und als sie sie uns zeigen wollte, mekrte sie dass wohl alle geklaut sind. Die ordnung war kaotisch und die sauberkeit liess auch einiges zu wünschen übrig. Ein super beispiel für ein körnlipicker.wollsocken, schmuddel-wir-verwenden-alles-dreifach klischee bioladen.
Da das wetter sch… also es regnete, fuhren wir weiter bis nach montpellier, wo wir kurz vor der stadt am strand einen zwar höhenbegrenzten pakrplatz fanden, die höhenabsperrung war aber wegen bauarbeiten geöffnet und so konnten wir dort unser nachtlager errichten. Zum znacht gabs ein mächtiges gewitter. 




Das Tarn-Tal ist ja wunderschön, wir waren mit den kids vor 2 Jahren dort Kajakfahren – traumhaft und wir gönnens Euch von aHerzen – naja bisschen neidisch sind wir schon
Alles Liebe
zu Nanuks-Schlafsach ( 19.10.08)
Schon irgend wie gut, dass ich an einer
“Sammelkrankheit” leide…..(man kann es vielleicht einmal noch brauchen….)
Das Original war einmal ein Schlafsack von Mirjam – dann brauchte Mirjam einmal ein kleines weiches Kissen und so schnitt sie einfach am Schlafsack das gewünschte weg. Aber eben –… er wurde trotzdem nicht entsorgt…Im Winter 2007 sollte es dann daraus einen Schlittensach für Nanuk geben und jetzt ist daraus ein Schlafsack entstanden …. super….